(This has been published on DanielFry Dot Com with
permission from VENTLA-Verlag)
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UFO-Erlebnis von
White Sands
von
Ph. D. Daniel W. Fry
einem bekannten Wissenschaftler und Forscher
DM 21,60
Ein wahrer und erregender Bericht über Dr. Fry's Reise in
einer Fliegenden Untertasse' vom RaketenPrüfgelände White Sands, New Mexiko,
nach New York und zurück mit einer Geschwindigkeit von 12800 Kilometern pro
Stunde.
Außerdem seine Diskussion mit dem .Piloten' und die
Antworten auf viele Fragen, die Millionen Menschen schon gestellt haben.
Ein faszinierendes Buch voller Informationen und
Tatsachen.
BEDEUTSAME FAKTEN
Daniel Fry ist ein Mann von ungewöhnlicher Intelligenz und
großer Aufrichtigkeit. Sein Buch ist deshalb so bedeutsam. weil er tatsächlich
eine Reise in einer „Fliegenden Untertasse" gemacht hat. Er hat auch mit
dem Piloten gesprochen und ihm Fragen gestellt. Aus diesen Gründen besitzt er
ein viel griißercs Wissen über dieses Thema als irgend jemand. der einen solch
bemerkenswerten Kontakt nicht gehabt hat.
Als Bericht eines Wissenschaftlers, Forschers und
Elektronik-Ingenieurs. der an der Entwicklung der Leitsysteme für die
Träger-Raketen unserer Astronauten beteiligt war, ist Dr. Fry's Buch sehr
widitig. Er sollte daher als Autorität akzeptiert werden, weil er seine
Erfahrungen mit einem außerirdischen Fahrzeug aus erster Hand hat.
In seinem Buch erklärt Dan Fry, wie wichtig der Weltraum
und die Raumfahrt sind. Er gibt Ihnen ins Einzelne gehende Beschreibungen von
UFOs und hilft damit, mehr Verständnis für die Intelligenzen aufzubringen, die
aus dem Weltraum mit uns in Verbindung treten wollen.
Ph. D. Ing. Daniel Fry
UFO-Erlebnis
von
White Sands
4. Auflage 1988
VENTLA-Verlag
D-6200 Wiesbaden 13
Titel der amerikanischen Originalausgabe:
THE WHITE SANDS INCIDENT
by Daniel W. Fry, Ph. D. © 1955
Erweiterte engt. Ausgabe © 1966
Best Books Inc., Louisville/Kentucky, USA
Übersetzung: Manfred Landeck
Lektorat: Cl. Müller und K.-H. Wiemann
ISBN 3-88071-080-5
Copyright © 1988 by VENTLA-Verlag, D-6200 Wiesbaden 13
Alle Verbreitungsrechte durch Presse, Zeitschriften,
Rundfunk, Fernsehen,
Film, Tonträger oder fotomechanische Wiedergabe sind
vorbehalten.
Auch Auszüge nur mit schriftlicher Genehmigung des
Verlages
Herstellung: Druckerei am Parkfeld/Münstermann, Wiesbaden
Meiner lieben Frau Tahalita gewidmet, deren Gebete und
ständige Hilfe so sehr zur Entwicklung von Verständigung beigetragen haben.
Weisheit ist wichtig im Leben.
Strebe deshalb nach Weisheit
und erlange dadurch Verständnis.
Sprüche 4 : 7
Weitere Bücher von Dr. phil. Daniel Fry
Steps to the Stars
(Stufen zu den Sternen)
The Curve of Development
(Die Entwicklungskurve)
Atoms, Galaxies and Understanding
(Atome, Galaxen und Verständigung)
Diese Titel sind nur in Englisch erschienen.
INHALT
(Buck’s Noes: Here is a hyperlinked table of contents. The
original is below)
Einführung
................................................................................................................. 4
ICH SEHE UND BERÜHRE EIN AUSSERIRDISCHES RAUMSCHIFF ............. 9
MEINE REISE IN DIESER .FLIEGENDEN SCHEIBE" ........................................... 18
MIR WIRD DAS INNERE DIESES FLUGOBJEKTS ERKLÄRT ........................... 26
MEINE RÜCKKEHR NACH NEW MEXIKO MIT EINER GESCHWINDIGKEIT
VON 12 800 KM/H 29
ALANs BOTSCHAFT .................................................................................................... 37
WIE SIE SICH MIT UNS VERSTANDIGEN ............................................................... 54
LOGISCHE ANTWORTEN AUF VIELE FRAGEN ÜBER UFOs ........................... 57
WAS ANDERE SAGEN ................................................................................................. 65
DR. DANIEL FRY IN DEUTSCHLAND ....................................................................... 69
IFO-Film .................................................................................................................................................................... 70
Test ............................................................................................................................................................................ 71
Dedizierungen an Dr. Fry .............................................................................................................................. 71
Rundbrief für Mitglieder der
DUIST ...................................................................................................... 73
Aus Dr. Fry's Referenzmappe ....................................................................................................................... 74
Analyse in der Mainzer
Universität .................................................................................................... 77
Dr. Fry's Berliner Kurzbesuch ................................................................................................................... 81
WAS IST „UNDERSTANDING"? ........................................................................................................................... 82
Roundtablegespräch im SWF/Mainz
am 23. Sept. 1970 .................................................................. 86
Dr. Fry im Wiesbadener Kurhaus ............................................................................................................. 88
Im „Hotel Taunus" Wiesbaden
................................................................................................................... 89
Einführung 7
1. Ich sehe und berühre ein außerirdisches Raumschiff 15
2 Meine Reise in dieser "Fliegenden Scheibe" . 31
3. Mir wird das Innere dieses Flugobjekts erklärt . 44
4. Meine Rückkehr nach New Mexiko 49
5. Alans Botschaft an die Menschen der Erde 62
6. Wie sie sich mit uns verständigen 89
7. Logische Antworten auf viele Fragen über UFOs . 94
B. Was andere sagen 108
9. Dr. Daniel Fry in Deutschland, v. K. L. Veit
9. Internationale Tagung der UFO-Forscher in Wiesbaden 115
IFO-Film
Test 117
Dedizierungen an Dr. Fry 118
Dr. Fry's IFO-Erlebnis - Presse-Mitteilung 120
Rundbrief für Mitglieder der DUIST . 122
Aus Dr. Fry's Refcrenzmappe . 124
Die Delegation - Universität Mainz und SWF/TV. 127
Wissenschaftliches Kriterium von Dr. Ehrenberg 128
Analyse in der Mainzer Universität 129
Telegramm an die Königin von Holland 131
ICIIFON an Dr. Fry 132
DUIST an Prof. Wenke, Max-Planck-Institut/Mainz 133
Teilnehmerstimmen . 134
Was ist „Understanding"? . 137
Understanding - DUIST . . . 139
Roundtablegespräch - „Prisma der Wissenschaft" . 142
Grüße aus USA . . 143
Bilderverzeichnis
1) Umschlagbild (vorn): Außerirdisches Flugobjekt (Vergl.
Erklärung S. 146)
2) Das Innere des von Dr. Fry beschriebenen Schiffes 47
3) Deutsche Erstausgabe v. Dr. Fry's „Erlebnis..."
1956 144
4) Dr. Fry im Wiesbadener Kurhaus 145
5) Dr. Fry im Hotel Taunus/Wiesbaden . 146
6) IFOs über Merlin und Azusa/USA . 146
7) Im Studio des SWF/Mainz . 147
8) Dr. Dan Fry (Umschlag Rückseite)
DAS ERLEBNIS VON WHITE SANDS
Dies ist der wahrheitsgetreue Bericht über ein
ungewöhnliches Ereignis. Einige werden ihm glauben - so, wie er geschrieben ist
-, und jenen möchte ich für ihren Glauben aufrichtig danken. Andere werden
jedoch lächeln und sagen: „Es klingt zwar sehr interessant - aber glauben kann
ich das trotzdem nicht."
Nun - glaubt es oder glaubt es nicht. Am 4. Juli 1950,
abends, durfte ich einen unbemannten Flugapparat, der in der Nähe des
Versuchsgeländes White Sands, nahe der Stadt Las Cruces in New Mexico, USA,
landete, beobachten, berühren und eine Reise in ihm unternehmen!
Ich merkte bald, daß dieses erstaunliche Fahrzeug von
einer Technologie entwickelt worden sein mußte, die einen beträchtlich höheren
Standard hat als jede bekannte irdische.
Zur Zeit des Ereignisses habe ich keinen für die
Offentlichkeit bestimmten Bericht geschrieben, weil das RaketenVersuchsgelände
White Sands der USA, auf dem ich arbeitete, ein Sperrgebiet ist, für das
besonders strenge Sicherheitsvorschriften gelten.
Außerdem war die Art meines Erlebnisses so ungewöhnlich,
daß es für die meisten Menschen unglaublich klingen mußte und anzunehmen war,
daß es von vielen als reine Phantasie angesehen werden würde.
1954 ließ ich mich jedoch überreden, einen für die
öffentlichkeit bestimmten Bericht über dieses Erlebnis zu schreiben.
7
Wegen der großen sozialen und technologischen Bedeu. tung
der Ankunft eines außerirdischen Fahrzeuges kam ich zu der Einsicht, daß die
Öffentlichkeit ein Recht dar. auf hat, dieses Ereignis zu erfahren. Ich war
auch davon überzeugt, daß ihr die technischen und wissenschaftlichen Daten, die
ich von dem Piloten des Flugapparates erhielt, mitgeteilt werden müßten.
Leider verboten damals die militärischen
Sicherheitsvorschriften eine Veröffentlichung des größten Teiles der
spezifischen Daten, die ich erhalten hatte.
Seitdem sind zwölf Jahre vergangen und die Faktoren, die
die Veröffentlichung eines vollständigen Berichtes verhinderten, sind
inzwischen gegenstandslos geworden. Deshalb kann das Erlebnis jetzt mit weit
mehr Einzelheiten berichtet werden.
In diesen zwölf Jahren sind nämlich gewaltige Fortschritte
in unserer eigenen Raumfahrt-Technologie gemacht worden, und die Genauigkeit
vieler Angaben in meinem Originalbericht wurde inzwischen bestätigt.
Da die in diesem Buch enthaltenen Informationen der
Wahrheit entsprechen, werden viele Leser sie als das akzeptieren, was sie ja
auch sind - eine Berichterstattung über Ereignisse, die tatsächlich eingetreten
sind. Andere Leser hingegen werden diesen Bericht nicht als Tatsachen hinnehmen
wollen oder nicht hinnehmen können. Doch auch sie werden auf den folgenden Seiten
viel Interessantes finden. Viele der Informationen werden sich schließlich als
von großem Wert für unsere gegenwärtige Wissenschaft und die Völker unserer
Welt erweisen.
Inzwischen war ich auch gebeten worden, Vortragsreisen in
ganz Amerika zu beginnen und Vorträge über UFOs im Rundfunk und Fernsehen zu
halten. Nach jedem Vortrag wurden stets viele Fragen gestellt, und ich bin
sicher, daß einige der Fragen, die Sie selbst bewegen, vorgebracht
8
worden sind - und Sie werden darauf eine Antwort erhalten.
Im September 1963 hatte ich die Ehre, zu der gesamten
Lehrerschaft zweier Schulbezirke im Süden Oregons zu sprechen. Der Vortrag
enthielt eine Anzahl Erklärungen, die für jene, die sich Gedanken über die
Zukunft machen, von großem Interesse sind. Die „Medford Mail Tribune", die
Tageszeitung von Medford, Oregon, faßte die Hauptpunkte wie folgt zusammen:
„Es gibt heute an unseren
Hochschulen Schüler, die ihre Füße auf den Boden von Mars und Venus setzen
werden, ehe sie 30 Jahre alt geworden sind." Das sagte Dr. Daniel Fry,
Wissenschaftler und Raketen-Ingenieur, gestern in einem Vortrag vor der
Lehrerschaft der Schulen von Medford und Ashland.
„Wir müssen alles uns mögliche
tun, um diese Generation auf das vorzubereiten, was ihr bevorsteht",
erklärte er den Lehrern, „denn wir sind jetzt im Begriff, in den Weltraum
vorzustoßen und müssen deshalb auf alles, was wir da vorfinden werden,
vorbereitet sein." Fry sagte mit Bestimmtheit, daß wir auf anderen
Planeten intelligentes Leben vorfinden werden. „Statistisch gesehen ist es
sicher" - dabei bezog er sich auf die Anfang des Jahres gemachten
Schätzungen eines Astronomen der Harvard-Universität -, „daß die Bewohner von
wenigstens einer Million Planeten in unserer Galaxis schon vor zwei Millionen
Jahren die Fähigkeit erlangten, Fahrten im Weltraum durchzuführen."
Dr. Fry sprach gestern
vormittag eine Stunde lang in der Hedrict-Junioren-Hochschule zu 500 und
nachmittags zweieinhalb Stunden vor 140 Lehrern in der Junioren-Hochschule in Ashland.
Er bat die Lehrerschaft besonders,
bei der Vorbereitung der jungen Generation auf ihre Aufgaben im
9
Weltraum-Zeitalter, sie die
Bedeutung eines unvoreingenommenen Denkens und die Notwendigkeit der
Unterdrückung des eigenen Ego zu lehren und ihren Horizont für die Realitäten
zu erweitern.
„Das menschliche Ego ist das
größte Hindernis für die Weiterentwicklung der Menschheit", sagte Dr. Fry.
„Bis jetzt haben wir uns in unserem eigenen Hinterhof aufgehalten und uns
Gedanken über unsere Wichtigkeit gemacht. Nun aber treffen wir Vorbereitungen,
um auf andere Planeten zu gelangen - doch dafür sollten wir uns selbst erst
gründlich vorbereiten."
Wir glaubten einst, wir wären der Mittelpunkt des
Universums, und unser Ego erhielt einen schweren Schlag, als man entdeckte, daß
unsere Erde die Sonne umkreist. Einen zweiten Schlag erhielt unser Ego durch
die Feststellung, daß unsere Sonne auch nur ein unbedeutender Stern in einer
Galaxis von etwa 100 Milliarden Sternen ist. Den dritten Schlag brachte die
Erkenntnis, daß unsere Galaxis wiederum nur eine unter wenigstens 10 Milliarden
der gegenwärtig bekannten ist.
Doch trotz dieser Erkenntnis sonnte sich die menschliche
Rasse weiterhin in der Oberzeugung, daß sie im Universum einzigartig sei.
Aufgeschlossenen Astronomen hingegen kam der Gedanke, daß Planeten eine
verbreitete Erscheinung innerhalb der gesamten Schöpfung sind. Aufgrund der
Statistiken der Harvard-Astronomen über außerirdisches Leben sagt die
pessimistische Schätzung aus, daß nur einer von zehn Sternen Planeten, jedes
Sonnensystem im Durchschnitt aber 10 Planeten hat. Wenn wir also annehmen, daß
es in unserer Galaxis (die „Milchstraße") zehn Milliarden Sterne gibt, so
kommen wir auf 100 Milliarden Planeten.
Die pessimistische Schätzung hinsichtlich der Planeten,
die für irgendeine Art von Leben geeignete Bedingungen aufweisen,
10
beläuft sich auf 1 zu 10. Das heißt also, es gibt eine
Milliarde solcher Planeten in unserer Galaxis.
Wenn man annimmt, daß nur auf einem von zehn Planeten mit
Lebensmöglichkeit sich wirkliches Leben entwickelt hat, so würde das eine
Anzahl von 100 Millionen bedeuten.
Und nun laßt uns annehmen, daß nur einer von 100 dieser
Planeten über den gegenwärtigen Entwicklungsstand der Erde hinausgekommen ist.
Das Ergebnis wäre eine Million Planeten, die Raumfahrt betreiben können.
Leben entwickelt sich zuerst im Zentrum einer Galaxis -
doch die Erde befindet sich in ihrer Galaxis ziemlich weit draußen.
Einer der Zuhörer in Ashland fragte Dr. Fry, wieso
Lebewesen die ungeheuren Entfernungen im Weltraum durchqueren könnten. Er antwortete,
daß es wohl keine Geschwindigkeitsbegrenzung für interstellare Reisen gibt. Die
Relativitäts-Theorie sagt nicht, daß der Mensch nicht schneller als mit
Lichtgeschwindigkeit reisen könne. Sie sagt nur, daß niemand auf der Erde
jemanden sehen wird, der das kann.
An anderer Stelle seines
Vortrages bezeichnete Fry unser Raketenprinzip als altmodisch und verglich es
mit einem Ruderboot, dem als Antrieb nur ein Ruder im Heck gegeben ist. Kein
vernünftiger Mensch würde einen solchen Antrieb verwenden, wenn er die anderen
Möglichkeiten kennen würde.
Bezugnehmend auf diese „anderen
Möglichkeiten" sagte er voraus, daß die Vereinigten Staaten innerhalb der
nächsten acht Jahre Raumfahrzeuge entwickeln werden, bei denen der bedeutend
wirksamere Gravitationsfeld-Antrieb verwendet wird.
Der einzige Grund, daß solche
Fahrzeuge bisher auf
11
der Erde noch nicht entwickelt
worden sind, liegt in dem Umstand, daß man erst jetzt die Möglichkeit eines
solchen Antriebes erkannt hat.
In unserer ganzen Geschichte
konnte der Mensch bisher ein Hindernis schlecht überwinden, nämlich seine
Weigerung, anzuerkennen, daß etwas möglich sein kann. Hat er jedoch erkannt,
daß etwas möglich ist - dann dauert es auch meistens nicht mehr lange, bis er
es versucht.
„Erkenne, daß vieles möglich
ist", war einer der Punkte, auf den Fry zusteuerte, als er die Lehrer
drängte, den Horizont ihrer Schüler gegenüber den Realitäten zu erweitern.
„Realität hat keine
Grenzen", fuhr Fry fort, „sie ist weder klein noch begrenzt - sie ist
unendlich! Die Menschen ziehen einen Kreis um das, was sie für real halten.
Aber alles, was dieser Kreis erkennen läßt, ist nur das Bewußtseins-Niveau, das
sie erreicht haben."
Ein paar Tage, nachdem dieser Artikel erschienen war,
kommentierte ein Kolumnist wie folgt:
„Es gab eine Menge
interessanter Punkte, die wir in den Bericht der letzten Woche über Daniel W.
Frys Vortrag vor der Lehrerschaft der Medford- und Ashland-Bezirke nicht mehr
hineinquetschen konnten.
Die Story endete mit Fry's
Voraussage, daß es heute in den Hochschulen Schüler gebe, die auf Mond und Mars
herumlaufen werden, ehe sie 30 Jahre sind. Wir hatten aber nicht genügend
Platz, um seine etwas komplizierte Erklärung für seine Voraussage zu bringen.
Fry erklärte, daß die heutige
wissenschaftliche Entwicklung in einer rapide ansteigenden Kurve erfolge. Er
nannte sie die „Entwicklungskurve."
Die Entwicklungen während der letzten 10 Jahre entsprechen
im Verhältnis jenen der letzten 100 Jahre und
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die der letzten 100 Jahre entsprechen dem, was in den
vergangenen 1000 Jahren erreicht worden ist, usw. Einige Anthropologen
schätzen, daß es eine Million Jahre gedauert hat, bis der Mensch von der
Steinaxt bis zu Pfeil und Bogen fortgeschritten war. Heutzutage könnte aber ein
Ingenieur diese Entwicklungsstufe in 30 Minuten oder höchstens an einem
Nachmittag bewältigen.
Bei der Anwendung dieser „Entwicklungskurve"-Theorie
auf bemannte Mars- und Venus-Landungen sähe die Sache so aus. vor 10 Jahren
dachten wir, wir könnten es in etwa 200 Jahren schaffen. Vor 8 Jahren hielten
wir es für möglich, es in 100 Jahren zu erreichen. Vor 5 Jahren fiel die
Schätzung auf 50 Jahre. Und so geht es weiter. Aus diesem Grunde glaube ich,
daß in etwa 30 Jahren Menschen auf Mars und Venus landen werden.
Die Saturn-Trägerrakete, die die erforderliche
Schubleistung zum Erreichen von Mars und Venus aufbringt, wurde erprobt und
brachte Leistungen, die über die errechneten hinausgehen. Inzwischen haben wir
Astronauten in Erdumlaufbahnen geschickt. Wenn wir uns weniger Sorgen um die
Sicherheit dieser Männer zu machen brauchten, könnten wir sie wahrscheinlich
schon innerhalb eines Jahres auf Mars und Venus schicken.
Wenn wir die wissenschaftliche Entwicklung im allgemeinen
betrachten, müssen wir auch an Jules Verne denken. Als er seine Science-Fiction-Bücher
schrieb, schilderte er, was an die Grenzen des Vorstellungsvermögens seiner
Zeitgenossen reichte. Doch fast alles, was Jules Verne sich vorstellte, ist
inzwischen Wirklichkeit geworden. Wenn wir nun die gleiche Situation anhand der
Entwicklungskurve ausweiten, könnten wir voraussagen, daß alles, was in der
Vorstellungskraft des Menschen liegt, vielleicht schon in weniger als 20 Jahren
Wirklichkeit wird.
13
Nun, das ist eine ganz gute
Erklärung - und er steht zu ihr.
Diese „Entwicklungskurven-Theorie",
die Fry so gut erläutert, ist eine Erklärung, die er all denen gibt, die ihn
fragen, ob der Mensch hoffen kann, zu Planeten und zu Galaxien reisen zu
können, die Hunderte, Tausende und sogar Millionen Lichtjahre von uns entfernt
sind. Er sieht keinen Grund, warum der Mensch nicht mit Geschwindigkeiten zu
reisen lernen könnte, die höher als die Lichtgeschwindigkeit sind.
Es gab einmal eine Zeit, in der die Menschen glaubten, daß
es niemand aushalten könne, schneller als mit 95 km/h zu reisen - weil ihn
sonst der atmosphärische Druck zerquetschen würde! Barney Oldfield belehrte sie
eines Besseren - er war der erste Mensch, der diese Geschwindigkeit in einem
Automobil erreichte - und nicht zerdrückt wurde. Heutzutage umkreisen die
Astronauten die Erde mit einer Geschwindigkeit von 29 000 km/h!
In aufrichtiger Würdigung
Ihres Interesses an UFOs möchte ich Ihnen dafür danken, daß Sie dieses Buch
gekauft haben und lesen.
Dr. phil. Daniel W. Fry
14
Kapitel I
Seit heute abend, es ist der 4. Juli 1950, gehöre ich der
in der ganzen Welt stetig wachsenden Gruppe von Menschen an, die als
UFO-Beobachter oder, wie der Volksmund sagt, als „Untertassen-Beobachter"
bekannt sind. Ich habe nicht nur eine solche gesehen, sondern habe sie berührt
und sogar - als Gast eine kurze Reise in ihr gemacht, auch habe ich mich eine
Zeitlang mit dem Piloten unterhalten.
Dieses ungewöhnliche Fahrzeug ist nun wieder fort und ich
befinde mich wieder in meiner Unterkunft auf dem Versuchsgelände White Sands,
nahe der Stadt Las Cruces in New Mexico, USA.
Für viele, die dieses Buch lesen, mag es unglaublich
erscheinen, daß ein solches Ereignis überhaupt eintreten konnte. Es ist aber
tatsächlich so gewesen.
Es wird natürlich nicht leicht sein, das zu erklären. ich
selbst habe mich immer wieder gefragt, warum das Schicksal ausgerechnet mich -
bei inzwischen mehr als 5 Milliarden Erdenbürgern - ausgewählt hat, ein
derartig außergewöhnliches und doch so segensreiches Erlebnis zu haben.
Die mathematische Wahrscheinlichkeit eines solchen
Erlebnisses ist so gering, daß ich bei dem Versuch, andere davon zu überzeugen,
in einer »Untertasse« gereist zu sein und sogar mit einem Mann von irgendwoher
aus dem
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Weltraum gesprochen zu haben, selbst glaubte, man würde mich
reif für die Irrenanstalt halten.
Doch dieses Erlebnis ist das größte und aufregendste Er.
eignis meines Lebens und ich kann es nicht für mich halten. Deshalb habe ich mich
entschlossen, es genau mit allen Einzelheiten niederzuschreiben, solange es
noch scharf und klar in meiner Erinnerung ist.
Da es der 4. Juli*) war, hatte ich vor, mit den anderen
Wissenschaftlern und Ingenieuren des White-Sands-Prüf geländes nach Las Cruces
zu fahren, um das für diesen Abend angekündigte Feuerwerk zu sehen und um ein
biß. chen zu feiern.
Die meisten meiner „Aerojet"-Kollegen waren schon
nach mittags mit einem Firmenwagen nach Las Cruces gefahren. Da dieser Wagen
aber überfüllt war, wollte ich später mit einem Bus hinterherfahren. Infolge
eines Mißverständnisses über die Abfahrtszeit verpaßte ich jedoch den letzten
Bus und blieb in einem fast verwaisten Lager zurück. Mir blieb nichts weiter
übrig, als mich in mein Zimmer zu setzen und zu lesen.
Ich begann mit einem Fachbuch über Wärmeübertragung von
James Cork, und dieses Thema erwies sich für die Umstände als sehr treffend,
denn um 20 Uhr 30 wurde es in meinem Zimmer unerträglich warm und stickig.
Deshalb entschloß ich mich, einen Spaziergang zu machen, um mich ein bißchen
abzukühlen.
Zuerst ging ich in Richtung des alten statischen
V-2-Teststandes**), in den wir gerade unser großes Raketentriebwerk zu
Prüfläufen einbauten. Dieser Prüfstand befindet sich knapp 2,5 km von der
Gebäudegruppe entfernt, die den Kern des Versuchsgeländes bildet, also in einer
Entferneng,
———
*) Der amerikanische Unabhängigkeitstag. D. Übers.
**) Vergeltungswaffe 2, entwickelt von W. von Braun,
Peenemünde. D. Üben.
16
die für eine erholsame Wanderung in der kühlen Abendluft
gerade recht war.
Bei etwa zwei Drittel des Weges zum Prüfstand zweigt ein
Feldweg nach rechts ab, der zum Fuße des OrganGebirges führt. An dieser
Abzweigung entschloß ich mich plötzlich, auf diesem Weg weiterzugehen, der
eigentlich nichts anderes ist als zwei Fahrspuren in der Wüste, die sich durch
die Dünen ziehen und kaum 3,5 km lang sind. Es war der einzige Weg in dieser
Gegend, auf dem ich noch nie gegangen war. Da ich durch diese Wanderung ja
eigentlich nur die Zeit totschlagen wollte, war dieser Weg für mich genausogut
wie jeder andere.
Die Sonne war schon vor fast einer Stunde untergegangen
und hatte nur noch wenig Tageslicht übriggelassen. Doch in der klaren Luft der
hochgelegenen Wüste gibt es immer genügend Licht für einen Spaziergang, sofern
der Himmel nicht bedeckt ist.
Während ich, eigentlich ziemlich gleichgültig, den Himmel
betrachtete, fiel mir besonders eine Anzahl sehr heller Sterne direkt über den
Spitzen der Berge auf. Einer dieser Sterne erlosch ganz plötzlich und da Sterne
ja im allgemeinen am wolkenlosen Himmel nicht so schnell erlöschen, heftete ich
meine Aufmerksamkeit ganz besonders auf diese Stelle. Irgend etwas mußte diesen
Stern verdecken, aber ich konnte mir nicht vorstellen, was es sein könnte.
Ein Flugzeug würde weniger als eine Sekunde brauchen, um
einen gegebenen Punkt zu überdecken. Doch der Stern kam ja nicht wieder!
Außerdem würde man in der stillen Wüstennacht ein Flugzeug viel weiter hören
als sehen können - doch es war nicht das geringste Geräusch zu hören.
Es waren in dieser Nacht auch keine Wetterballone
hochgeschickt worden; Wetterballone steigen übrigens sehr
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schnell und würden einen Stern nur für Bruchteile von
Sekunden verdecken.
Dann erlosch ein weiterer Stern - genau rechts vom ersten
und ein paar Sekunden später folgten noch zwei weitere Sterne.
Ein eigenartig prickelndes Gefühl kroch meinen Rücken
hoch. Was immer es auch war, was dort den Sternen das Licht wegnahm - sein
Durchmesser vergrößerte sich ständig und da sein Kurs konstant blieb, konnte es
nur bedeuten, daß es direkt auf mich zukam.
Endlich sah ich, was es war, und gleichzeitig begriff ich,
warum ich es nicht eher sehen konnte. Seine Färbung war identisch mit der des
nächtlichen Himmels, und selbst als es ziemlich nahe war, machte es
Schwierigkeiten, mehr als die Umrisse zu erkennen.
Während „es" sich mir immer mehr näherte, überkam mich
das Gefühl, davonlaufen zu müssen. Meine Erfahrungen mit Raketen und
Sprengkörpern hingegen sagten meinem Verstand, daß es sinnlos sei, vor einem
Objekt davonzulaufen, solange man seine Flugbahn nicht genau erkannt hat und daß
es kaum möglich ist, die Flugbahn eines Körpers abzuschätzen, während man
selbst rennt. Mittlerweile war das Objekt auf weniger als einhundert Meter
herangekommen und verlangsamte seine Geschwindigkeit auf weniger als 25 km/h.
Mir schien, daß eine gleichbleibende Verringerung der
„Landegeschwindigkeit" es vor Erreichen des Bodens zum Stillstand bringen
würden. Nun konnte ich auch erkennen, daß es sich bei dem Objekt um ein ovales
Sphäroid mit einem größten Durchmesser von etwa neun Metern handelte.
Durch die gleichbleibende Verringerung der
Anfluggeschwindigkeit des Objektes beruhigt, blieb ich, wo ich war und
beobachtete den, einem Distelsamen gleichenden Gleitflug des Objektes, das etwa
20 Meter von mit
18
entfernt erschütterungsfrei aufsetzte, wobei außer dem
Knacken des Gebüsches kein Laut zu vernehmen war. Ich stand etwa eine Minute
völlig regungslos da, und ein eigenartiges Gefühl überkam mich. Ich starrte
verwirrt und sprachlos auf das Objekt, so wie ein Kind, das erstmals eine
ungewöhnliche Nummer in einem Zirkus erlebt. Während der vielen Jahre, in denen
ich bei der Konstruktion von Luft- und Raumfahrzeugen tätig war, habe ich zur
Entwicklung vieler gelenkter Flugkörper beigetragen. Durch meine Arbeit auf dem
Versuchsgelände White Sands und ähnlichen Versuchszentren kannte ich den
letzten Stand der Fortschritte unserer Luft- und Raumfahrt. Aber hier stand ich
vor einem Flugobjekt, das viel fortschrittlicher war, als alles, worüber ich je
gehört hatte. Ich kam mir vor wie ein Bauer aus Hintertupfingen, der zum
erstenmal eine Giraffe sieht und meint: „Na ja, ich sehe sie - aber glauben tu
ich's doch nicht."
Doch dann kam mir ein Gedanke: Dieses Ding könnte eine
geheime Entwicklung der Sowjetunion sein. Ich wußte zwar, daß die Russen stets
behaupten, sie seien in der Entwicklung großer Interkontinental-Raketen
führend, aber dieses Ding vor mir, nein, das konnte bestimmt keine Rakete sein.
Nach kurzer Überlegung kam ich zu dem Schluß, daß dieses
Gerät weder in der Sowjetunion noch in einem anderen Lande unserer Welt
entwickelt worden sein konnte. Die Intelligenz und Technologie, die es
entworfen und gebaut haben, mußten die Antwort auf eine Anzahl Fragen gefunden
haben, die unsere besten Physiker sich überhaupt noch nicht gestellt haben.
Die Betriebsweise des „Schiffes" war völlig
geräuschlos. Leine Propeller wirbelten in der Luft herum, und ich sah auch
keine leuchtenden Gase aus schuberzeugenden Düschnell
19
sen. Es kam einfach lautlos vom Himmel her und setzte sich
sanft auf die Erde.
Ehe es aufsetzte, hatte es seine Geschwindigkeit auf we
nige Stundenkilometer verringert und doch „fiel" es nicht etwa. Nur ein
Hubschrauber, ein Ballon oder Luftschiff könnte solch eine Landung durchführen.
Die Tatsache, daß das Gebüsch unter ihm beim Aufsetzen flach gedrückt wurde,
beweist auch, daß es sich nicht um ein Fahrzeug der Klasse „Leichter als
Luft" handelte.
Was immer es auch sein mochte - es konnte wirkungsvoll und
mühelos unter Mißachtung unseres Gravitationsgesetzes manövrieren.
Während mir dieses alles durch den Kopf ging, schritt ich
langsam auf das Schiff zu, obgleich mir mein Verstand sagte, ich solle von
diesem unbekannten Ding lieber weit genug wegbleiben.
Doch wie die meisten in der Forschung tätigen
Wissenschaftler bin auch ich schon von klein auf recht neugierig. Wenn es sich
nun bei dem Objekt meiner Neugier um ein wissenschaftliches Gebiet handelt und
wenn es mir besonders wichtig für den Fortschritt der Technologie scheint, dann
wird meine Neugier zur treibenden Kraft, die jede Vernunft hinwegfegt.
Ich hatte mich inzwischen dem Schiff auf wenige Meter
genähert und blieb stehen, um abzuwarten, ob etwas zu hören und zu sehen sein
würde. Doch es geschah überhaupt nichts.
Deshalb begann ich langsam drumherum zu gehen und es
sorgfältig mit den Augen zu inspizieren. Es war, wie schon gesagt, der Form
nach ein Sphäroid, oben und unten beträchtlich abgeflacht. Seine Höhe schätzte
ich auf knapp acht Meter und seinen größten Durchmesser, der sich etwa zwei
Meter über dem Boden befand, auf ca. neun Meter. Durch die Krümmung der Hülle
sah es, wenn man es von
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unten nach oben in einem Winkel von weniger als 45°
betrachtete, wie eine „Untertasse" aus, obgleich es tatsächlich mehr die
Form einer auf einen Teller gestülpten Suppenschüssel hatte.
Die dunkelblaue Farbe, die es bei seinem Anflug gehabt zu
haben schien, war jetzt verschwunden. Eine genauere Inspektion ergab, daß die
stark polierte Metallhaut silbrig und etwas violett irisierend schimmerte. Ich
lief um das ganze Schiff herum, ohne etwas wie Öffnungen oder Fugen zu sehen.
„Wenn da welche drin sind", dachte ich, „dann müssen sie entweder oben
oder unten ein- und aussteigen."
Dann machte ich eine Pause, um die Situation sorgfältiger
abzuschätzen.
Was sollte ich jetzt tun? Sollte ich zurückgehen und die
Landung dieses seltsamen Fahrzeuges melden?
Das schien mir im ersten Moment das Logischste zu sein -
doch dann kam mir ein anderer Gedanke. Es würde wenigstens 45 Minuten dauern,
zurückzulaufen, einen verantwortlichen militärischen Dienstgrad zu finden und
mit weiteren Leuten zurückzukehren.
Was wäre, wenn dieses Fahrzeug inzwischen wieder
verschwunden wäre? Dann wäre nichts weiter übrig als ein Stück zerdrückten
Gebüsches als Beweis für meine Meldung. Wer würde mir glauben? Und falls mir
wirklich jenand glaubt - wer würde es bereitwillig zugeben?
Ich hatte gelesen, wie man jene, die erklärt hatten,
unbetannte Objekte in der Luft gesehen zu haben, mit Spott und Hohn überhäuft
hat. Wieviel stärker würde ich kritisiert werden, wenn ich behaupten würde, ich
habe ein solches Objekt landen sehen und bin nahe genug heran. gegangen, um es
berühren zu können - könnte aber als Beweis nur ein zerdrücktes Gebüsch zeigen!
Plötzlich merkte ich, daß ich in Gedanken oft
„berühren"
21
sagte, das Objekt aber überhaupt noch nicht berührt hatte.
Vielleicht könnte ich etwas über das Material erfah. ren, wenn ich es anfaßte.
Auf jeden Fall aber würde ich seine Temperatur feststellen können.
Ich ging also näher und berührte vorsichtig das polierte
Metall. Es war nur einige Grade wärmer als die Luft und unwahrscheinlich glatt.
Es ist sehr schwer zu beschreiben, wie glatt das Metall
war. Wenn man z. B. seine Finger über eine große, mit einem dünnen Seifenfilm
bedeckte Perle gleiten läßt, wird man ein Gefühl haben, das etwa dem
entspricht, das ich empfand. Ich schlug dann mit der Handfläche auf das Metall
und verspürte ein leichtes, aber deutliches Kribbeln in den Fingerspitzen und
der Handwurzel.
Da ertönte, gewissermaßen aus dem Nichts, eine deutliche
Stimme: „Faß die Hülle lieber nicht an, Freund - sie ist noch heiß."
Bis diese Stimme plötzlich die Stille zerriß, hatte ich
gar nicht gemerkt, unter welch großer Spannung ich gestanden hatte. Ich machte
einen großen Satz rückwärts, stolperte und lag der Länge nach im Sand. Dabei
hörte ich etwas, das wie ein leises Lachen klang und dann kam die Stimme mit
etwas freundlicherem Ton wieder: „Nimm's nicht so schwer - du bist unter
Freunden."
Meine demütigende Lage und der milde Ton der Stimme mit
den vertrauten Worten halfen mir schnell, meine Furcht zu verlieren. Ich blieb
jedoch etwas irritiert, stand auf und klopfte mir die Kleidung ab. Dann sah ich
mich nach dem Sprecher um oder nach einem Gerät, aus dem die Stimme gekommen
sein konnte. Ich fand aber nichts. „Du hättest ruhig etwas leiser sprechen können",
grollte ich, „du brauchtest mich nicht so anzuschreien. Du hast mich ganz schön
erschreckt!"
„Angeschrien?" Die Stimme zögerte etwas, „o ja, du
22
meinst, die Warnung war zu lautstark. Tut mir leid - aber
du warst nahe dran, dich umzubringen, und es war keine Zeit mehr, mit den
Kontrollknöpfen herumzuspielen.'
„Soll das heißen, daß die Hülle stark radioaktiv
ist?" fragte ich, „wenn ja - dann bin ich noch viel zu nahe daran.”
„Sie ist überhaupt nicht radioaktiv", hörte ich, „ich
verwendete den Ausdruck heiß` nur, weil er mir als der in deiner Sprache
treffendste zur Erklärung der Situation schien. Die Hülle ist von einem Feld
umgeben, das alle andere Materie abstößt. Eure Physiker würden die Kraft dieses
Feldes den „Anti"-Aspekt der Binde-Energie des Atoms nennen.
Wenn gewisse Elemente, wie z. B. Platin, richtig
vorbereitet und einem Sättigungsprozeß durch einen Strahl hochenergiereicher
Photonen ausgesetzt werden, so werden die Binde-Energie-Partikel außerhalb des
Kernes erzeugt. Da diese Partikel nun die Eigenschaft haben, sowohl sich selbst
gegenseitig, als auch andere Materie abzustoßen, tendieren sie, wie das
Elektron, an die Oberfläche des Metalls, wo sie sich als eine abstoßende Kraft
manifestieren.
Diese Partikel haben eine Lebenszeit von mehreren Wochen,
nach eurer Zeitrechnung, so daß die normale Rufladung des Fahrzeuges mit
kosmischer Strahlung im Weltraum ausreichend ist, eine wirkungsvolle Ladung
aufrechtzuerhalten. Das Feld ist im Molekularabstand sehr stark, nimmt aber bei
der 7. Potenz der Entfernung ab, so daß diese Kraft einige Mikron von der Hülle
entfernt wirksam wird.
Vielleicht hast du bemerkt, daß die Oberfläche glatt und
schlüpfrig zu sein scheint. Das kommt daher, weil deine Hand das Metall
überhaupt nicht berühren konnte; sie
23
wurde durch die Rückstoßkraft des Feldes daran gehirr.
dert. Wir nutzen dieses Feld, um die Hülle vor Kratzern und Schäden während der
Landungen zu bewahren. Außerdem verringert es den Luftwiderstand beträchtlich,
wenn es nötig wird, mit hohen Geschwindigkeiten in der Atmosphäre zu
reisen."
„Wieso hätte mich dieses Feld denn töten können?"
wollte ich wissen, „ich habe die Hülle berührt und nur ein leichtes Kribbeln
verspürt. Was soll übrigens deine Bemerkung über meine' Sprache? Wenn du kein
Amerikaner bist - dann habe ich selbst noch nie einen sprechen gehört!"
„Nun mal zu deiner ersten Frage", kam die Antwort,
„du wärest nicht sofort tot gewesen. Es hätte vielleicht mehrere Monate
gedauert - aber der Effekt wäre derselbe - ob jetzt oder in einigen Monaten!
Ich kann dir das vielleicht am besten so erklären: Wenn
die menschliche Haut dem Kraftfeld ausgesetzt wird, so erfolgt eine Produktion
von etwas, das ihr Irdischen als ,Antikörper` im Blutkreislauf bezeichnet. Aus
irgendwelchen Gründen, die wir noch nicht ganz verstehen, werden diese
Anti-Körper von der Leber absorbiert, wobei deren Funktion aber durch eine
Schwellung geschädigt wird.
Ist nun die menschliche Haut diesem Kraftfeld länger als
eine Minute ausgesetzt, so ist der Tod praktisch sicher. In deinem Fall glaube
ich jedoch nicht, daß du dem Feld lange genug ausgesetzt warst, um sehr
gefährdet zu sein. Sicherlich wirst du früher oder später einige Auswirkungen
verspüren, sofern deine biologischen Funktionen mit unseren identisch sind -
und wir haben allen Grund, anzunehmen, daß sie es sind.
Nun zu deiner zweiten Frage. Ich bin kein Amerikaner wie
du, obgleich meine gegenwärtige Aufgabe es erfordert, daß ich einer werde. Die
Tatsache, daß du mich für
24
einen deiner Landsleute hieltest, ist ein schöner Beweis
für den Erfolg meiner Bemühungen während der letzten zwei Jahre, eure Sprache
und eure Redewendungen zu lernen und anzuwenden.
Tatsächlich habe ich noch nie einen Fuß auf euren Planeten
gesetzt und es wird auch noch vier Jahre eurer Zeitrechnung dauern, bis ich mich
den Bedingungen eurer Atmosphäre und der Gravitation angepaßt haben werde und
gegen eure Krankheitserreger immun bin."
Ich stand schweigend und, wie mir schien, ziemlich lange,
während ich versuchte, die volle Bedeutung seiner Worte und ihre Tragweite zu
erfassen.
Dann sagte ich langsam: „Wenn ich dieses Fahrzeug hier
nicht mit eigenen Augen hätte landen sehen, würde ich jetzt selbst glauben, daß
ich zuviel Science-Fiction-Romane gelesen habe. Aber meine wissenschaftliche
Ausbildung und mein jahrelanges Studium des Weltraumes haben mich darauf
vorbereitet, zuzugeben, daß alles möglich ist. Da ich aber nur rein zufällig
hier bin und dich landen sah, scheint mir, daß mein Glauben oder Nichtglauben
für dich nicht die geringste Bedeutung haben könnte.”
„Im Gegenteil", erwiderte die Stimme, „es ist wichtig
für uns, daß du jede Gelegenheit bekommst, dich mit den Tatsachen vertraut zu
machen und du dir dann eine eigene Meinung bilden kannst.
Einer der Hauptgründe dieser Expedition ist es, die grundsätzliche
Anpassungsfähigkeit der Erdenbürger festzustellen, insbesondere aber eure
Fähigkeit, euer Denken schnell und gelassen Konzeptionen anzupassen, die euren
konventionellen Denkweisen völlig fremd sind. Frühere Expeditionen unserer
Vorfahren, die sich über Jahrhunderte erstreckten, erwiesen sich in dieser
Hinsicht als kaum erfolgversprechend. Diesmal hoffen wir aber, Menschen
25
zu finden, die besser geschult und empfänglich sind, so
daß wir euch bei der fortschrittlichen Entwicklung eurer Rassen helfen können.
In deinem Fall hat mich dein Verhalten sehr befriedigt und
unsere Erwartungen sogar übertroffen."
„Nun, ich merke", erwiderte ich, „daß ihr, wer immer
ihr auch sein mögt, mit uns wenigstens einer Meinung seid, daß Sarkasmus die
Hauptform des Humors ist. Doch damit kannst du mich nicht ärgern -, ich bin
schon von Experten angepflaumt worden.
Ich sehe ein, daß alles falsch war, was ich, seit ich dich
herunterkommen sah, getan habe. Erstens, wenn ich nur ein bißchen Verstand
hätte, dann hätte ich so schnell wie möglich fortlaufen müssen - als ich dich
landen sah. Statt dessen blieb ich stehen, um vielleicht von deinem Schiff
zerquetscht zu werden!
Als du landetest, mußte ich - anstatt mich zurückzuziehen
oder mich wenigstens in sicherer Entfernung zu halten - dein Schiff aus
nächster Nähe beschnüffeln. Als dann deine warnende Stimme aus dem Lautsprecher
- oder was es sonst sein mag - erklang, da sprang ich wie ein erschrockenes
Kaninchen zurück und landete in der denkbar würdelosesten Stellung im Sand.
Und - last not least - du denkst sicherlich, ich glaube
deinen Erklärungen. Aber ich sagte schon, ich bin bereit, die Möglichkeit in
Betracht zu ziehen, daß sie wahr sind Ich bin aber genauso bereit, sie für
unwahr zu halten." „Genau richtig", kam die Antwort, „doch ich möchte
dir zuerst meine Position erklären. Sarkasmus war überhaupt nicht beabsichtigt.
Was ich sagte, meinte ich auch so. Anfangs sagtest du, daß dich deine Neugier
dazu trieb, ,mein' Schiff zu inspizieren, wobei du dich selbst lieber unbekannten
Gefahren aussetztest, als dich in Sicherheit zu bringen. Das spezifiziert
deinen inneren Kampf mit
26
dir selbst - nach Wissen einerseits und dem Status quo`
der Sicherheit andererseits.
Ich glaube, daß bei euch ein altes Sprichwort große
Bedeutung hat: Der Selbsterhaltungstrieb ist das erste Naturgesetz.' Ich finde
es für uns sehr ermutigend, daß dein Verlangen nach Wissen ein Beweis dafür
ist, daß der animalische Instinkt bezüglich konventioneller Sicherheit
überwindbar ist.
Als ich dich warnend anrief, war deine Reaktion durchaus
nicht von Furcht geprägt, wie du zu glauben scheinst. Eine echte Angst-Reaktion
hätte dich, zumindest einen Moment, völlig erstarren lassen. Statt dessen hast
du aber sofort und in geeigneter Weise gehandelt.
Tatsache ist, daß du, trotzdem du dich in einer Situation
befindest, die für dich völlig neu und einzigartig ist, mir ruhig zuhörst und
sogar logische Antworten gibst. Das ist der beste Beweis, daß dein Geist von
der Art ist, die wir zu finden hofften."
„Vielen Dank für die Komplimente", erwiderte ich,
„ich möchte gern glauben, sie verdient zu haben. Aber deine Erklärung läßt
darauf schließen, daß du vorhast, mich in irgendeinem Projekt zu verwenden, das
mit dem wissenschaftlichen Fortschritt unserer Menschheit zu tun hat. Warum
gerade mich? Nur weil ich zufällig hier war, als du landetest? Ich könnte dich
hier auf dem Versuchsgelände leicht mit einer Anzahl zuverlässiger Männer
zusammenbringen, die wissenschaftlich viel fortgeschrittener sind als
ich."
„Wenn du meinst, daß du nur rein zufällig hier bist",
bekam ich zu hören, „dann unterschätzt du unsere Fähigkeiten, diejenigen
auszuwählen, mit denen wir sprechen wollen, aber sehr.
Die Gehirne vieler Erdenbürger senden ziemlich oft Gedanken
27
aus, aber du gehörst zu den seltenen Menschen, deren
Gehirn Gedanken auch gut empfangen.
Wir haben die Denkweise vieler eurer besten Wissen,
schaftler sorgfältig untersucht und in jedem Fall gefunden, daß sich ihre Sinne
durch die Denkschablone ihrer gegenwärtigen Vorstellungskraft verhärtet haben.
Ihr Geist ist so weit fortgeschritten, daß sie nun glauben, fast alles in der
wissenschaftlichen Welt zu wissen. Deshalb ist es für sie schwierig, ihre
Vorstellungen zu ändern oder neue Meinungen zu bilden.
Ich will das an einem Beispiel erläutern: Ein nach
wissenschaftlichem Wissen strebender Mensch gleicht einer auf einem Baum
kletternden Ameise. Sie weiß, daß sie nach oben strebt, aber ihr Sichtbereich
ist zu klein, um den ganzen Stamm zu überblicken. Dadurch mag es geschehen, daß
sie einen der unteren Zweige erreicht hat und daran weiherklettert, ohne zu
erkennen, daß sie den Stamm verlassen hat.
Ja, so geht es auch dem Menschen, und es geht sogar eine
gewisse Zeit gut. Er kann weiter höher steigen und dabei sogar einige Früchte
der Erkenntnis' pflücken. Aber dann wird er verwirrt, da der starke Ast, den er
ja immer noch für den Stamm hält, beginnt, sich in Myriaden von Zweigen,
Ästchen und Blättern aufzuteilen, die alle in verschiedene Richtungen weisen.
Und nun erkennt der nach Wissen Suchende, daß die großen
Grundgesetze, die er vorher für unerschütterlich hielt, sich zu teilen beginnen
und in verschiedene Richtungen weisen.
Als Ergebnis dieser scheinbaren Verwirrung kommt der
Wissenschaftler zu der Schlußfolgerung, daß er sich der Grenze des denkbaren
Wissens nähert und daß alle physikalischen Gesetze letztlich rein statistisch
werden.
Wenn er diesen Punkt erreicht, kann er weitere Fortschritte
28
nur durch Verfolgung einer Linie abstrakter mathematischer
Überlegungen erzielen.
Das ähnelt in etwa einer Fahrt in einer eurer U-Bahnen.
Ihr werdet schließlich an eurem Ziel ankommen, obgleich ihr nicht seht, wohin
ihr fahrt. Ihr habt also keine Möglichkeit, festzustellen, ob ihr nicht einen
Weg hättet wählen können, der euch schneller und bequemer ans Ziel geführt
hätte.
Eure Wissenschaft befindet sich jetzt in dieser Situation!
Eure Wissenschaftler fühlen sich verpflichtet, zu erklären, daß das Elektron
sowohl ein Masse-Partikel als auch (gleichzeitig) eine Wellenbewegung ist. Sie
versuchen es damit zu erklären, indem sie behaupten, daß das Elektron ein
Partikel in einer Wahrscheinlichkeits-Schwingung sei. Dieses ist ein Zustand,
der mit den Sinnen nicht vorstellbar ist, und die einzigen Mittel zum
Fortschritt, die sie finden können, erhalten sie durch die untergründigen Wege
der abstrakten Mathematik.
Du wirst sehen, daß die fundamentalen Wahrheiten immer
einfach und verständlich sind - wenn man sie aus der richtigen Perspektive
betrachtet. So wird der Wissenszweig, den ihr Menschen entwickelt habt, als
Zweig' verständlich, wenn man ihn von oben, am „Stamm" hinunterblickend,
sieht.
Kurz gesagt - was eure Wissenschaft tun muß, um weitere
Fortschritte zu machen, ist: auf dem Zweig, auf dem sie nicht weiterkommt,
zurückzugehen, bis sie wieder am Stamm angelangt ist, um dann von neuem zu
beginnen.
Dabei können und wollen wir auch euch Menschen helfen,
aber nur, wenn sie es wünschen und imstande sind, dem Weg zu folgen, den wir
ihnen zeigen werden. Dir wird er irgendwann in der Zukunft erklärt werden.
Ehe wir jedoch euren Erdenbürgern helfen können, müssen
erst zwei Voraussetzungen erfüllt werden. Erstens:
29
Unsere Körper müssen sich erst euren biologischen
Umweltbedingungen völlig angepaßt haben, damit wir, wenn wir mit euch
zusammenleben, auch mit euch identisch werden. Das aber wird, wie ich schon
sagte, mindestens noch vier Jahre dauern.
Die zweite Voraussetzung ist schon schwieriger zu
erfüllen. Die jetzt zwischen euren Völkern bestehenden politischen Spannungen
müssen verringert werden. Falls eine der Nationen, die auf eurer Erde über eine
oder mehrere andere Nationen eine Vorherrschaft ausübt, eine entscheidende
wissenschaftliche Überlegenheit über die andere erreicht, so wird unter den
gegenwärtigen Umständen sehr wahrscheinlich ein Ausrottungskrieg die Folge
sein.
Wir sind aber keinesfalls hier, um irgendeinem Volk beim
Kriegführen zu helfen, sondern um einen gewissen Grad von Fortschritt zu
stimulieren, der die Kriegsgründe auf Erden beseitigen wird, wie auch wir schon
vor einigen Jahrtausenden die Gründe für Konflikte und Mißverständnisse
zwischen unseren Völkern ausgemerzt haben."
30
Kapitel II
„Ich habe den Eindruck, daß es dich ermüdet, da draußen im
Sand stehend meinen Vortrag über Wissenschaft und Soziologie anzuhören. Und das
erinnert mich an meine Pflichten als Gastgeber", fuhr die Stimme fort,
„möchtest du nicht einsteigen und vielleicht gar eine kurze Reise mitmachen?
Dieses Schiff ist zwar nur ein ferngesteuerter Lastenträger, aber es hat auch
eine kleine Passagier-Kabine mit mehreren Sitzen, die zwar einfach aber doch
bequem sind."
Meine Antwort erfolgte ohne Zögern: Natürlich würde ich
sehr gern das Innere deines Schiffes besichtigen und würde alles mögliche dafür
geben, eine Reise darin machen zu dürfen, aber - wie komme ich denn da hinein?
Ich habe es von allen Seiten untersucht und nicht einmal die Andeutung einer
Tür oder Luke gesehen. Außerdem hast du gesagt, daß du dich noch nicht an
unsere Atmosphäre gewöhnt hast. Wenn ich also einsteigen soll, muß ich auch
meine Atmosphäre mitnehmen können. Wie aber wird sie sich auf dich
auswirken?"
„Ich habe doch eben gesagt, daß das ein ferngesteuerter
Lastenträger ist", belehrte mich die Stimme, ich sitze doch gar nicht
drin, sondern befinde mich in der Zentral-Einheit, oder, wie ihr es nennt, im
„Mutterschiff" etwa 1450 km über der Erde. Dieser Lastenträger wird
31
von uns verwendet, um größere Mengen eurer Atmosphä.
re als Proben aufzunehmen, damit wir sie analysieren und unseren
Anpassungsprozeß fortführen können. Da der Lastenraum völlig luftleer ist,
dringt - wenn ich das Einlaßventil öffne - die Luft eures Planeten mit dem
gerade bestehenden barometrischen Druck und der Umge. bungstemperatur ein.
Dadurch erhalten wir natürlich auch die darin enthaltenen Bakterien, die wir
zur Ana. lyse und zur Herstellung von Gegengiften brauchen, um den bei euch
vorkommenden Krankheiten widerstehen zu können.
Das Einlaßventil befindet sich auf der Oberseite des
Schiffes. Ich werde es jetzt öffnen."
Kurz darauf durchbrach ein ungewöhnliches Geräusch die
Stille der Nacht. Es hörte sich teils wie Zischen und teils wie Gemurmel an. Es
kam von der Oberseite und dauerte etwa 15 Sekunden an. Ich war eigentlich von
der geringen Lautstärke überrascht. Jede Öffnung, die groß genug ist, um ein
Schiff dieser Größe innerhalb von 15 Sekunden mit Luft füllen zu können, müßte
ein starkes Brausen bewirken. Doch dann erkannte ich, daß die Hälfte fast -
wenn nicht sogar vollständig - schalldicht ist. Da nun das Geräusch der
eindringenden Luft zum größten Teil im Inneren entsteht, kann man draußen nicht
viel hören.
Als nächstes hörte ich, von der Außenfläche kommend, ein
„schnappendes" Geräusch, nicht laut, aber scharf; etwa wie die Betätigung
eines einpoligen Relais oder eines Magnetschalters, und ein Stück in der
unteren Hüllenwand, links von mir, bewegte sich einige Zentimeter nach innen
und glitt dann zur Seite. Dadurch entstand eine ovale Öffnung von etwa 1,50 m
Höhe und 0,90 m Breite. Ich ging zu dieser Tür, Luke oder wie man es sonst
nennen will, bückte mich etwas und steckte meinen Kopf hinein.
32
Nachdem ich mich wieder aufgerichtet hatte, ragte ich
infolge der Wölbung der Hülle, in das Schiff hinein, während meine Füße noch
auf dem Erdboden standen.
Die Kabine, in die ich nun hineinschaute, nahm nur einen
kleinen Teil des Schiffsinneren ein. Sie war etwa 2,70 m lang und 2,10 m breit.
Der Fußboden befand sich ca. 0,40 m über der Erde und die Decke knapp 2 m über
dem Fußboden.
Die Wände waren leicht gewölbt und die Schnittlinien
abgeschrägt, so daß es keine scharfen Winkel oder Kanten gab. Die Wand neben
mir, in der sich die Öffnung befand, war natürlich die Außenwand der Hülle, die
innen und außen die gleiche Wölbung hatte. Sie war etwa 10 cm dick und in sie
war die Tür hineingeglitten.
Diese Kabine enthielt vier Sitze, die sehr unseren
heutigen körpergerechten Sesseln" ähnelten, aber etwas kleiner waren als
wir es gewöhnt sind. Sie waren auf die Tür gerichtet, in der ich stand, und in
zwei Reihen nebenund hintereinnader in der Mitte der Kabine angebracht, wodurch
zwischen ihnen und jeder Wand ein Gang frei blieb.
In der Mitte der hinteren Wand, dicht unter der Decke, sah
ich einen Kasten mit einem kurzen, dicken Rohr und einer Linse, der unseren
Filmprojektoren ähnlich sah, nur daß er keine Filmrollen und bewegliche Teile
hatte. Aus dieser Linse kam Licht. Kein Lichtstrahl wie bei einem Projektor,
sondern ein diffuses Leuchten. Obgleich es nicht besonders hell war, reichte es
aus, um bequem sehen zu können.
Diese Sitze und die Beleuchtung bildeten die einzige
Ausstattung der sonst nackt und kahl wirkenden Metallkabine. »Nicht gerade sehr
einladend", dachte ich, sieht eher wie eine Zelle aus.'
„Ich habe ja schon gesagt", kam die Stimme wieder, es
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ist alles einfach, aber du wirst merken, wie bequem die
Sitze sind. Steig ein und setz dich! Wir haben nicht allzuviel Zeit."
Fast automatisch betrat ich den Fußboden und ging auf
einen der Sitze zu. Noch ehe ich ihn erreichte, hörte ich wieder das „schnappende"
Geräusch, als die Tür aus der Wand hinter mir herausglitt. Instinktiv hatte ich
mich halb gewendet, so als ob ich mit einem Satz in die verhältnismäßige
Sicherheit der offenen Wüste hinter mir springen wollte. Aber die Tür war
bereits geschlossen. Wenn das eine Falle war, saß ich drin. Aber es hatte ja
keinen Zweck, sich jetzt gegen das Unvermeidliche zu wehren.
„Wohin möchtest du jetzt?" erklang wieder die Stimme.
Diesmal schien es mir aber, daß sie nicht neben mir sprach, sondern ganz um mich
herum war, so als ob ich Worte höre, die ich selbst spreche.
„Ich weiß ja nicht, wieviel Zeit du hast", antwortete
ich, „um mich irgendwohin zu bringen. Außerdem ist es auch egal, da diese
Kabine keine Fenster hat, kann ich ja sowieso nichts sehen."
„Abwarten - du wirst auch sehen können", bekam ich
zur Antwort, mindestens so viel, wie du bei Nacht aus jedem anderen Fahrzeug
aus der Luft sehen kannst. Was hältst du davon, wenn wir dich nach New York und
zurückbringen - innerhalb von dreißig Minuten? Das Lichtermeer New Yorks aus 32
000 m Höhe war für uns schon immer der eindrucksvollste Anblick auf eurem
Planeten."
„Nach New York und zurück - in dreißig Minuten?` staunte
ich, das ist ja eine Geschwindigkeit von fast 13 000 Kilometern pro Stunde! Wie
könnt ihr denn in einem Fahrzeug wie diesem eine Antriebsenergie dieser
Größenordnung erzeugen, und wie soll ich die riesige Bescfileunigung
34
aushalten können? Ihr habt ja nicht mal Anschnallgurte an
diesen Sitzen!"
"Du wirst durch die Beschleunigung keinen schlimmen
Effekt verspüren", wurde ich beruhigt, du wirst sie nämlich gar nicht
wahrnehmen. Setz dich nun hin und dann geht's los. Unterwegs werde ich dir
einiges, worüber du dir Gedanken machst, erklären!"
Ich setzte mich in den vorderen linken Sitz, der der Tür
am nächsten war, und ich muß sagen, er war wirklich sehr bequem. Seine
Polsterung fühlte sich wie Schaumgummi mit Venyl-Bezug an; doch hatte ich
vorher keinerlei Nähte gesehen, wie sie Bezüge sonst haben. Anscheinend war die
Polsterung in einem Arbeitsgang mit dem Sitzgestell geformt worden.
Wieder brach die Stimme in meine Gedanken ein: „Ich
schalte nun die Kabinenbeleuchtung aus - und den ,Sehstrahl` ein."
Für einen Moment wurde es stockdunkel. Dann wurde der
„Projektor" wieder aktiv. Diesmal aber nicht mit dem diffusen Leuchten,
sondern mit einem Lichtstrahl, wie beim Film- oder Dia-Projektor. Dieser
Strahl, oder das Teil von ihm, das überhaupt sichtbar war, leuchtete
dunkelviolett und war an der äußersten Grenze des sichtbaren Spektrums. Der
Strahl bedeckte die Tür, durch die ich gekommen war - und die Tür verschwand.
Sie glitt nicht etwa wie vorher zur Seite - nein, sie hörte einfach auf, zu
existieren - zumindest für das Auge. Mir war, als ob ich durch eine äußerst
klare Glasplatte schaute.
Jetzt ist nicht genügend Zeit vorhanden, um dir alles, was
du über dieses Schiff und uns wissen möchtest, in allen Einzelheiten zu
erklären. Aber vielleicht kann ich dir jetzt wenigstens einige der
grundlegenden Gesetze erklären, die dir keine Ruhe lassen", hörte ich. Und
da fiel mir plötzlich auf, daß ich diese Worte ja gar nicht
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als Schallwellen mit meinen Ohren gehört hatte, sondern
so, als wären sie direkt in meinem Gehirn entstanden. „Wie du siehst",
fuhr die Stimme fort, „ist die Tür durchsichtig geworden und das wundert dich,
weil du gewöhnt bist, zu glauben, daß Metall völlig undurchsichtig ist. Ge.
wöhnliches Glas jedoch ist genauso dicht wie viele Metalle und sogar härter -
trotzdem läßt es aber das Licht durchdringen.
Der größte Teil der Materie ist lichtundurchlässig, da die
Photone (Lichtquellen, Strahlungsquanten. D. übers.) von den
Elektronen-Umlaufbahnen der Atome, die sie passieren, eingefangen und
absorbiert werden. Dieses Einfan. gen" geschieht immer dann, wenn die
Frequenz des Photons mit einer der Frequenzen des Atoms übereinstimmt. Die so
gespeicherte Energie wird dann wieder emittiert, gewöhnlich jedoch im
Infrarot-Bereich des Spektrums, der unterhalb der Sichtbarkeit liegt und somit
nicht als Licht wahrgenommen werden kann.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, um fast alle Materie
durchsichtig oder wenigstens durchscheinend zu machen. Ein Weg z. B. ist die
Erzeugung einer örtlich begrenzten Matrix (Feld-Form) zwischen den Atomen, die
die Tendenz hat, die Absorbierung der Photone zu verhindern. Solch eine Matrix
entwickelt sich während der Kristallisation in vielen Substanzen.
Ein anderer Weg ist die Erhöhung der Frequenz des Photons
über die höchste Absorbierungsfrequenz des Atoms. Der Energiestrahl, der jetzt
auf das Metall der Tür einwirkt, ist etwas, was ihr als
„Frequenzvervielfacher" bezeichnen würdet. Der Strahl durchdringt das
Metall und wirkt auf jedes Licht, das ihn erreicht, so, daß die Licht frequenz
auf jene Frequenz des Bereiches vervielfacht wird, der zwischen dem liegt, der
euch als das „Röntgenund kosmische Strahlungs-Spektrum" bekannt ist. Bei
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diesen Frequenzen durchdringen die Wellen das Metall sehr
leicht. Dann aber, wenn sie auf der Innenseite der Tür wieder aus dem Metall
austreten, treten sie in Wechselbeziehung mit dem „Sehstrahl" und bewirken
das, was ihr als „Schwebungsfrequenzen" bezeichnet, die aber mit den
ursprünglichen Frequenzen des Lichtes identisch sind.
Ganz grob könnte man dieses System mit den
„Trägerwellen" eurer Rundfunksender vergleichen. Die Modulation erfolgt jedoch
nicht schon am Ausgangspunkt, also am Sender, sondern wird erst später, nach
dem Durchdringen der Tür von außen her, hinzugefügt.
Wenn du nun soweit bist, möchte ich das Fahrzeug
abheben."
Instinktiv stemmte ich meine Beine fest auf und hielt mich
an den Seiten meines Sitzes fest. Sekunden später „fiel" die Erde mit
unglaublicher Geschwindigkeit unter mir weg. Ich sage, die Erde „fiel weg-,
weil ich keinerlei Beschleunigung spürte und das Schiff sich unbeweglich wie
ein Fels verhielt. Trotz der Tatsache, daß das Schiff auf mindestens 10 g
beschleunigt haben mußte, fühlte ich überhaupt keinen Andruck. Ich hatte das
Gefühl, noch immer am Boden zu stehen.
Die Lichter der Gebäude auf dem Versuchsgelände, die
vorher durch einen Hügel verborgen waren, „sprangen' mir plötzlich ins
Blickfeld und rückten schnell, immer kleiner werdend, zu einem Punkt zusammen.
Wenig später erschienen in der linken unteren Ecke der zum „Bildschirrn"
gewordenen Tür die Lichter von Las Cruces, und da erkannte ich, daß ich in
diesen 2 bis 3 Sekunden wenigstens 330 m hochgestiegen war. Während dieses
Steigens drehte sich das Schiff leicht nach links und deshalb konnte ich auch
die Autobahn von Las Cruces nach El
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Paso erkennen ein schmales, aber durch die Scheinwerfer
unzähliger Autos hell erleuchtetes Band.
Am Horizont konnte ich die Lichter von El Paso und Ciudad
Juarez (Mexiko) als einen hellen Fleck erkennen, der sich, je höher ich stieg,
in mehrere, unterschiedlich helle Punkte auflöste. Ich sah auch die Hunderte
Lichter von Fort Bliss, die des Presidio-Gebietes und die besonders hellen des
Geschäftsviertels von El Paso. Und dann konn. te ich sogar den Verlauf des Rio
Grande erkennen, der El Paso von seiner mexikanischen Schwesterstadt Ciudad
Juarez trennt. Kurz danach drehte sich das Schiff weiter und die Lichter
verschwanden aus meinem Blickfeld.
Der Bildschirm war jetzt nach Südosten gerichtet und das
Schiff hatte seine Drehung beendet. Die Erdoberfläche leuchtete leicht
grünlich, etwas phophoreszierend, und gleichzeitig wurde der Himmel viel
dunkler, während die Sterne doppelt so hell zu leuchten schienen.
„Jetzt müssen wir in die Stratosphäre eingetreten sein',
überlegte ich, „wenn es stimmt, müßte ich jetzt in einer Zeit von bestimmt
nicht mehr als 15 oder 20 Sekunden höher als 16 000 m sein."
Prompt kam die Antwort auf meine Überlegungen: „Du
befindest dich jetzt ungefähr 22 000 m über der Erde und deine
Steiggeschwindigkeit beträgt etwa 800 m/sek. Wir haben dich ziemlich langsam
steigen lassen, damit du länger Zeit hast, die dir vertrauten Städte von oben
zu betrachten. Wir werden dich nun für den Horizontalflug in eine Höhe von 56
000 m bringen. In dieser Höhe ist die Restatmosphäre so weit verdünnt, daß sie
der Bewegung des Schiffes keinen nennenswerten Widerstand mehr entgegensetzt."
„Übrigens`, flocht ich ein, „wo ist denn der Mond? Et muß
doch irgendwo sein, aber draußen ist alles so dunkel."
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„Es sieht deshalb so dunkel aus", wurde ich belehrt,
„weil in dieser Höhe einfach nicht mehr genügend Atmosphäre vorhanden ist, um
das Licht zu verteilen. Du kannst keine Spur vom Mondlicht sehen - wenn es
nicht direkt auf den Bildschirm fällt. Und das habe ich absichtlich verhindert,
indem ich die Drehung des Schiffes stoppte. Denn über der Atmosphäre ist das
Mondlicht so hell, daß
schwierig, wenn nicht überhaupt unmöglich ist, etwas
anderes zu erkennen, wenn das Licht auf den Bildschirm fällt.
Da du nun hoch genug bist, kann ich damit beginnen, der
Steiggeschwindigkeit eine angemessene Horizontalgeschwindigkeits-Komponente
hinzuzufügen.
Weil es während der nächsten Minuten doch nicht viel
interessantes zu sehen gibt, will ich einige Dinge erklären, die dir rätselhaft
erscheinen. Du hast Anschnallgurte erwähnt und gefragt, ob du die
Beschleunigung aushalten kannst. Das ist eine Frage, die euren Wissenschaftlern
anscheinend recht oft Sorgen macht.
Immer wenn unsere Fahrzeuge von irgendeinem von euch am
Himmel beobachtet wurden und dann ihre Geschwindigkeiten und ihr
Beschleunigungsvermögen beschrieben werden, so glaubt es einfach niemand. Wir
wissen, daß viele eurer besten Wissenschaftler erklärt haben: „Kein Mensch oder
keine andere höhere Lebensform kann, wie wir wissen, eine Beschleunigung dieser
Größenordnung überleben." Diese Meinung war für uns bei der Auswertung der
Intelligenz eurer Menschheit immer enttäuschend. Uns scheint, daß sogar ein
mäßig intelligenter Laie mit dem durchschnittlichen Wissen, das eure Menschen
jetzt haben, diese Erklärung widerlegen könnte. Die Antwort auf deine Frage ist
einfach: Die Kraft, die das Fahrzeug beschleunigt, ist in ihrer Art mit einem
Gravitationsfeld identisch. Sie wirkt nicht nur auf jedes einzelne Atom
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des Fahrzeuges ein, sondern in gleichem Ausmaß auf jedes
Masse-Atom, das sich in ihm, also Pilot und Passagiere eingeschlossen,
befindet.
Bei euren Flugzeugen ist die Situation jedoch ganz anders.
Ihr verwendet Propeller- oder Strahltriebwerke, die nur auf einen Teil des
Flugzeuges einen wirkenden Schub erzeugen. Dieser örtlich begrenzte Schub
beschleunigt zwar das Flugzeug, nicht aber die Insassen. Die Beschleunigung der
Insassen erfolgt aber durch den Schub-Effekt nur auf jene Körperteile, die sich
in Kontakt mit ihren Sitzen befinden. Infolge der Masseträgheit der übrigen
Körperteile entsteht ein Andruck, der das Gefühl einer Beschleunigung oder - in
extremen Fällen - Ohnmachten oder ein „Zerquetschen" des Körpers zur Folge
hat. Unsere einzige Beschleunigungsgrenze wird durch die maximal verfügbare
Antriebskraft gesetzt."
„Nun, wenn das so ist", dachte ich, „warum schwebe
ich dann nicht schwerelos in der Kabine herum, wie man es allen Gegenständen
zuschreibt, die sich innerhalb eines Flugkörpers im freien Fall befinden?"
„Die Antwort darauf", so vernahm ich, „müßte doch
ziemlich klar sein. Ehe das Schiff in Bewegung gesetzt wurde, hast du auf
deinem Sitz gesessen und es wirkte eine Gravitationskraft zwischen deinem
Körper und dem Sitz. Da die Kraft, die sowohl das Schiff als auch deinen Körper
beschleunigt, in genauer Proportion zur Masse wirkt und da die Gravitation der
Erde weiterhin auf beide einwirkt, bleibt die ursprüngliche Kraft zwischen
deinem Körper und dem Sitz konstant. Eingeschränkt wird dieses jedoch durch die
Tatsache, daß sich diese Kraft mit der Verringerung des irdischen
Gravitationsfeldes durch die Zunahme der Entfernung ebenfalls verringert. Bei
Reisen zwischen Planeten, weit entfernt von natürlichen Gravitationsquellen,
halten wir es aus praktischen
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Gründen für notwendig, eine künstliche Gravitation zu
erzeugen.
Die Gravitation, an die wir gewöhnt sind, beträgt wenig
mehr als die Hälfte eurer irdischen Gravitation. Und das ist auch der
Hauptgrund, warum es so lange dauert, bis wir gewissermaßen Angehörige eurer
Menschheit werden können.
Wenn wir jetzt auf eurem Planeten landen und den in
unseren Schiffen gegebenen Schutz aufgeben würden, dann hätte das zur Folge,
daß die hohe Gravitation eurer Erde unsere inneren Organe so stark belasten
würde, daß in wenigen Tagen schwere Krankheiten oder sogar der Tod die Folge
sein würde.
Das ist nicht etwa nur eine reine Berechnung, sondern wir
wissen, daß es wahr ist, weil es in der Vergangenheit mehrere Male versucht
worden ist. Durch das Verbleiben in unseren Schiffen können wir die Stärke der
Gravitation, der wir ausgesetzt sind, regulieren und sie durch geringe, aber
regelmäßige, stufenweise Verstärkung dazu verwenden, die stützenden
Körpergewebe aufzubauen und unser Muskelsystem zu stärken, bis wir schließlich
eure Gravitation genauso natürlich empfinden wie jetzt unsere eigene. Wenn
dieser Zeitpunkt gekommen sein wird, hoffen wir, daß du und einige andere eurer
Rasse, die gewillt sind, sich offene Sinne zu bewahren, imstande sein werden,
uns bei der Oberbrückung der zwischen unserer und eurer Kultur bestehenden
beträchtlichen Kluft zu helfen. Wir werden jedoch, wie ich ja schon sagte,
niemals versuchen, euch unser Wissen und unsere Kultur aufzuzwingen und werden
auch nicht zu euch kommen, sofern wir nicht wirklich Beweise dafür haben, daß
ihr es wünscht. Gegenwärtig gibt es aber solche Beweise noch nicht!
Es ist auch wahr, daß diese Expedition nicht nur aus
reiner Menschenfreundlichkeit erfolgt. Es gibt nämlich auf
41
eurem Planeten einige Materialien, die ihr im überfluß
habt, die aber sonst in diesem Sonnensystem sehr selten sind. Wir hingegen
können sie jedoch zum Vorteil eurer und unserer Menschheit verwenden, was
jedoch nicht heißt, daß wir unsere Dienste an euren Völkern von un. serem
Wunsch, diese Materialien zu bekommen, abhän. gig machen werden. Alles, was wir
an Wissen und Unter. stützung bieten können, wird frei und offen angeboten."
„Könntest du mir nun", fragte ich, „die Antriebsweise
dieses Schiffes erklären? Wie erzeugt ihr die gewaltige Energie, die
erforderlich sein muß, um es auf so hohe Ge. schwindigkeiten zu beschleunigen
und wie wendet ihr sie an, ohne daß ihre Anwendung äußerlich erkennbar
ist?" „Um das zu tun, müßte ich dir eine ganz neue Grundlage in
Fundamentalphysik vermitteln", bekam ich zur Antwort. „Eure Wissenschaft
versucht, einen der unteren Aste an die Stelle des ganzen „Wissensbaumes" zu
setzen, was zur Folge hat, daß euer wissenschaftliches Wissen begrenzt bleibt
und in mancher Hinsicht mehr als kompliziert ist. Wenn dann die Wissenschaftler
versuchen, ihr begrenztes Wissen praktisch anzuwenden, so ist das Ergebnis oft
ein unhandliches und sehr kompliziertes Gerät.
So sind z.B. einige Ingenieure und Wissenschaftler deines
Landes damit beschäftigt, ein U-Boot zu konstruieren, das durch - wie ihr es
nennt - Atom- oder Kernenergie angetrieben werden soll. Um diese Kern-Energie
als Antriebskraft nutzbar zu machen, wollen sie einen Reaktor bauen, in dem
sich das leichtere Isotop des Urans 235 spaltet und Wärme sowie freie Neutronen
erzeugt, die wiederum von den schwereren Isotopen des Urans 238 absorbiert und
in das nächst schwerere Element der Transuran-Reihe umgewandelt werden, das
auch seinerseits spaltbar ist. (Pu 239)
42
Obgleich diese Methode ziemlich kompliziert ist, so ist
sie doch die stärkste Energiequelle, die ihr bisher erschlossen habt. Um nun
aber diese Wärme-Energie in Antriebskraft für das U-Boot umsetzen zu können,
wollen eure Wissenschaftler eine „Arbeitsflüssigkeit" durch den Reaktor
zirkulieren lassen, welche die Wärme absorbiert. Dann soll diese
Arbeitsflüssigkeit durch einen Wärmeaustauscher zirkulieren, um eine andere
Flüssigkeit unter Druck in Dampf zu verwandeln. Dieser Dampf wird dann durch
eine Turbine geführt, um ein Drehmoment zu erzeugen, wobei die Turbine wiederum
als Antrieb für einen Generator dient, der Elektrizität erzeugt.
Wenn ihr dabei einen Gesamtnutzeffekt von 30% erreicht, so
gilt das bei euch schon als technische Großleistung - weil sie auf eurem
gegenwärtig beschränkten Wissen basiert.
Wenn eure Wissenschaftler und Ingenieure in einfacheren
Begriffen denken könnten, so wären sie bei einer geringfügigen Erweiterung
ihres heutigen Wissens in der Lage, um den Spaltungsreaktor herum einen
Thermoreaktor zu konstruieren und so das Temperaturgefälle direkt in
elektrische Energie mit einem Nutzeffekt von 90 bis 94 /o umzuwandeln. Der
daraus resultierende Vorteil wären geringere Kosten, keine beweglichen Teile
und bedeutend weniger Masse pro erzeugter Energie-Einheit.
Verglichen mit den bei uns jetzt angewendeten Verfahren
würde die oben beschriebene Methode sogar noch als verschwenderisch kompliziert
angesehen werden.
Für euch ist es jetzt vordringlich, zu erkennen, daß die
Naturgesetze sehr einfach sind und daß ihre richtige Anwendung es euch
ermöglichen würde, Effekte hervorzubringen, die ihr bisher für unmöglich
gehalten habt."
43
Kapitel III
„Ich möchte sehr gern mehr über das Innere dieses Schiffes
erfahren", sagte ich, „und auch, wie es angetrieben wird. Falls die
Einzelheiten deines Mutterschiffes' als Anfang zu schwierig sein sollten, wie
wäre es, wenn ich mich mit den Eigenheiten dieses Schiffes, in dem ich mich
jetzt befinde, beschäftigen würde?
Wenn ich meine Augen schließe und mich scharf
konzentriere, könntest du mir dann nicht wenigstens ein Bild des Querschnittes
dieses Schiffes vermitteln?"
„Kaum", erwiderte die Stimme etwas trocken. „Du
begehst denselben Fehler, den viele deiner Mitbürger begehen, wenn sie
versuchen, das zu definieren, was ihr als ,übersinnliche Wahrnehmungen'
bezeichnet.
Erstens ist dabei überhaupt nichts ,Übersinnliches'. Diese
Fähigkeit gehört genauso zu eurem körperlichen Wahrnehmungs-System wie eure
fünf Sinne. Sie wurde von euch nur selten verwendet, so daß sie unterentwickelt
blieb und nur noch im Elementarstadium existiert.
Einige eurer Tiere und viele eurer Insekten haben diesen
,Extra-Sinn' jedoch viel weiter entwickelt als ihr Menschen. Ihr seid von klein
auf gewöhnt, sichtbare Eindrükke mit weit geöffneten Augen aufzunehmen.
Sicherlich erinnerst du dich, daß man dir sagt, beim Blick durch ein Mikroskop
beide Augen offenzuhalten, obgleich nur ein
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Okular vorhanden ist. Deshalb sollst du auch jetzt die
Augen nicht schließen. Ich werde den Sehstrahl ausschalten, damit es keine
ablenkenden Einflüsse mehr gibt.
Zweitens darfst du dich nicht konzentrieren. Konzentration
ist der Zustand des „Sendens" und fast eine völlige Sperre gegen das
,Empfangen'. Um Eindrücke leicht und richtig empfangen zu können, mußt du einen
Zustand völliger Entspannung erreichen. Du hast die Fähigkeit, die für einen
Angehörigen eurer Rasse bemerkenswert ist. Durch diese, deine Fähigkeit konnte
ich auch den ersten Kontakt mit dir aufnehmen. Das war vor drei Nächten. Du
warst zu Bett gegangen, konntest aber wegen der besonders großen beruflichen
Belastung, die der Tag mit sich gebracht hatte, nicht einschlafen. Du hattest
einen gedanklichen Trick angewendet, der für mich wegen seiner Einfachheit und
Wirksamkeit sehr interessant war.
Erinnerst du dich an das, was du getan hast?"
„O ja", erwiderte ich, „das mache ich oft, wenn ich
nicht gleich einschlafen kann. Ich stelle mir einfach einen vollkommen dunklen
Raum vor, in dem sich an der Rückwand zehn leuchtende Zahlen befinden. Dann
richte ich meine Aufmerksamkeit scharf auf diese Zahlen, bis alle anderen
Gedanken aus meinem Bewußtsein geschwunden sind und beginne dann damit, diese
Zahlen eine nach der anderen wegzuwischen, während meine Sinne jedoch scharf
auf die übrigen Zahlen gerichtet bleiben. Trotzdem verringere ich mit jeder
Zahl, die ich ,wegwische', meine Konzentration etwas und schlafe gewöhnlich
schon ein, wenn noch mehrere Zahlen übrig sind. Ich bin aber niemals länger als
ein paar Sekunden wach geblieben, nachdem ich die letzte Zahl weggewischt
hatte."
„Stimmt genau", kam die Antwort, „dieses Verfahren
entspannt nicht nur dein Bewußtsein, sondern weist auch alle von außen
kommenden Gedanken auf ihren Platz im
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Speicher des Unterbewußtseins zurück. In diesem Zustand
ist dein Unterbewußtsein fähig, leichter zu senden und zu empfangen, als es das
Bewußtsein jemals könnte.
Ich müßte mich eigentlich schämen, es zuzugeben, aber in
deinem Fall konnte ich nicht widerstehen und ich fürchte, daß ich deinen Geist
mehr durchwühlt habe, als je einer zuvor durchwühlt worden ist. Ich glaube,
ehrlich sagen zu können, daß ich nun über dich besser Bescheid weiß, als du
selbst. Was ich so bei dir gefunden habe, ist natürlich nicht alles
wünschenswert, aber ich weiß auch, daß das Leben mit dir manchmal sehr rauh
umgegangen ist, und ich fand viele Narben und sogar einige Wunden, die noch
nicht richtig verheilt sind. Ich habe aber auch feststellen können, daß diese
Schicksalsschläge in dir einen ungewöhnlichen Umfang des Wahrnehmungsvermögens
und des Verständnisses bewirkt haben und deshalb kam ich zu der Gewißheit, daß
du die ideale Kontaktperson für mich sein müßtest.
Wir sind aber schon wieder von unserem eigentlichen Thema
abgewichen. Ich wollte dir vorschlagen, deine eigene Methode der Entspannung
anzuwenden. Hefte deinen Blick nun auf den dunklen ,Bildschirm`. Wenn du dich
dann entspannt hast, will ich versuchen, dir geistig ein Bild der Inneneinrichtung
dieses Schiffes zu vermitteln.' Es war aber gar nicht nötig, mir einen dunklen
Raum vorzustellen, denn nachdem der Sehstrahl ausgeschaltet worden war,
herrschte in der Kabine tiefste Dunkelheit. Ich hatte auch keine
Schwierigkeiten, mir die Zahlen im Gebiet des „Bildschirmes" vorzustellen.
Als ich aber versuchte, die Dutzende von Fragen, die auf dem Rand meines
Bewußtseins hämmerten, unbeachtet zu lassen, merkte ich, daß das praktisch
unmöglich war.
Schließlich gab ich es auf und versuchte, sie möglichst
weit zurückzuschieben, indem ich mit dem Wegwischen" der
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47
Zahlen begann. Das beruhigte mich sehr und als ich an die
letzte Zahl kam, war ich fast eingeschlafen.
Doch während ich diese letzte Zahl hinwegwischte, kam mir
zum Bewußtsein, daß sich auf dem Bildschirm ein Bild befand, welches ich vorher
gar nicht wahrgenommen hatte. Es war sicherlich nicht plötzlich erschienen. Ich
möchte sagen, es war schon vorher da - ich hatte es nur nicht bemerkt, weil
meine Gedanken noch ganz woanders waren.
Auf der linken Seite des Bildes erkannte ich die Kabine,
in der ich saß, und ich wußte irgendwie, daß dieses Bild den Querschnitt der
Inneneinrichtung des gesamten Schiffes zeigte.
Kapitel IV
Wenn ich ein Schriftsteller oder Dichter wäre, könnte ich
vielleicht das eindrucksvolle Bild der größten Metropole der Welt beschreiben,
das vor meinen Augen abrollte. Da ich aber weder das eine noch das andere,
sondern nur ein Techniker mit einem begrenzten Wortschatz bin, fürchte ich, daß
der Versuch einer solchen Beschreibung von vornherein zum Scheitern verurteilt
wäre.
Als wir über der City von New York auf 32 000 m Höhe
hinuntergingen, wurden die Lichter viel heller und teilten sich in individuelle
Lichtpunkte auf. Es schien mir, als ob Millionen von bläulich-weißen Diamanten
vor mir ausgebreitet lagen, die vor einem schwarzen Samt-Teppich funkensprühend
glitzerten. Die unterschiedlichen Lufttemperaturen in den verschiedenen Höhen,
in Verbindung mit der hohen Geschwindigkeit des Schiffes, ließen diese Lichter
funkeln und blitzen, so daß die ganze City einem Meer pulsierenden Leuchtens
glich.
»Wäre ich ein Künstler", dachte ich, „dann würde
dieses wahrscheinlich der größte Moment meines Lebens sein." Aber das
Verlangen nach Wissen war in mir in diesem Augenblick größer als mein Wunsch,
rein ästhetische Gedanken zum Ausdruck zu bringen.
„So wunderbar dieser Anblick auch ist", ging es mir
durch den Sinn, und so interessant die Reise nach hier war,
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ich würde das alles sehr gern gegen eine Fünfminutenfahrt
im Mutterschiff eintauschen."
Meine Gedanken wurden sofort beantwortet: „Wir bedauern,
daß wir nicht genügend Zeit haben, eine solche Fahrt zu arrangieren. Du
erinnerst dich, daß wir noch nicht an eure Atmosphäre angepaßt sind, und du
meintest ja selbst, daß du eure Atmosphäre mitbringen müßtest, wenn du in unser
Schiff kommen sollst. Es ist wahr, wenn genug Zeit gewesen wäre, hätten wir für
dich einen Druckanzug vorbereitet. Damit hättest du in unser Schiff kommen
können, ohne daß wir deine oder unsere Atmosphäre hätten verändern müssen. Das
hätte aber beträchtliche Zeit gedauert. Obgleich wir längst nicht so sehr
Sklaven der Zeit sind wie es eure Rasse zu sein scheint, so befinden wir uns doch
an Bord eines Schiffes, das seine Antriebsenergie hauptsächlich aus natürlichen
EnergiegefälleQuellen bezieht und deshalb halten wir es oftmals für nötig,
genau wie eure Seemänner, die die Meere befahren, ,mit der Strömung zu segeln`.
Wir müssen diese Gegend hier bald wieder verlassen, aber
wir werden innerhalb von wenigen Monaten zu eurem Planeten zurückkommen. In
unserem Schiff haben wir genug von eurer Atmosphäre gelagert, um sie mit
unserer für die Zeit unserer Abwesenheit zu mischen. Wenn wir zurückkehren,
werden wir wieder Kontakt mit dir aufnehmen.”
„Aber dann werde ich nicht mehr auf dem Versuchsgelände
sein", erwiderte ich, „meine Aufgabe dort ist bald beendet, und ich werde
nach Kalifornien zurückkehren müssen. übrigens, ich kenne nicht einmal deinen
Namen oder haben die Leute bei euch keine Namen?"
„Wir haben Namen", kam die Antwort, „obgleich selten
Gelegenheit ist, sie unter uns anzuwenden. Wenn ich ein Angehöriger eurer Rasse
sein werde, dann nehme ich den
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Namen ALAN an, der ja ein geläufiger Name in deinem Land
ist und der fast dem Namen gleicht, der mir gegeben wurde: A-LAN.
Nun zu deiner Rückkehr nach Kalifornien; wenn wir
wiederkommen, werden wir dich dort ebenfalls finden und Kontakt mit dir
aufnehmen, da ja dein Gehirn Gedanken sehr gut empfängt.
Wenn du ein bißchen mehr Übung in der Deutung geistiger
Eindrücke hättest, würde es für uns möglich sein, dir Einzelheiten unseres
eigenen Schiffes zu zeigen, ohne daß du dich dazu im Schiff befinden
müßtest."
Ich hörte dann eine Stimme, diesmal aber wie aus der
Ferne. Irgendwie wußte ich jedoch, daß es Alans Stimme ist, obgleich das Timbre
sich völlig verändert hatte. Die Stimme, die ich vorher immer gehört hatte, war
lebhaft und ziemlich scharf. Diese hingegen klang weich und fließend, fast wie
Musik.
„Du siehst die Teile des Schiffes und seiner Ausrüstung,
die du mit deinem Verstand begreifen kannst. Das große, trommelähnliche Gehäuse
über dem mittleren Deck ist der Energiegefälle-Sammler. Er ist im wesentlichen
ein Sammler, der mit einer Anzahl natürlicher Energiegefälle, wie sie gerade
verfügbar sind, aufgeladen werden kann.
In eurer Atmosphäre gibt es z. B. Schichten ionisierten
Gases, die, obgleich sehr verdünnt, doch sehr stark aufgeladen sind. Wenn wir
das Schiff nun in einer dieser Schichten auf eine Planeten-Umlaufbahn bringen,
so ist es in der Lage, während eines jeden Umlaufes ein Vielfaches des
Energiegefälles aufzunehmen, das erforderlich ist, um es in die Umlaufbahn zu
bringen. Außerdem würde es dabei einen ständigen Zufluß hochenergiereicher
Elektronen von der Sonne erhalten.
Mit denn Wort aufgeladen` will ich nur sagen, daß zwischen
51
den beiden Polen des Sammlers ein Potentialgefälle erzeugt
wird.
Das Material dieser beiden Pole verfügt über freie Elek.
tronen in Mengen, die größer sind als alles, was du dir überhaupt vorstellen
kannst. Der Regelmechanismus läßt diese Elektronen durch die beiden Kraftringe
fließen, die du oben und unten im Schiff siehst. Du bist mit den Gesetzen der
Elektrodynamik vertraut genug, um zu wissen, daß ein sich bewegendes Elektron
ein Magnetfeld erzeugt, Der ungeheure Elektronenfluß durch die Kraftringe
erzeugt also ein sehr starkes Magnetfeld. Da die Flußrichtung und auch die
Amplitude durch beide Ringe und durch mehrere Wege eines Einzelringes gelenkt
werden können, erzeugen wir ein Feld, das in einem System prähis kontrollierter
Betriebsarten schwingt. Auf diese Weise können wir magnetische Resonanz
zwischen den beiden Ringen oder zwischen den verschiedenen Segmenten eines
Ringes erzeugen.
Wie du ferner weißt, erzeugt jedes Magnetfeld, das sich in
seiner Intensität verändert, ein elektrisches Feld, das in jedem gegebenen
Moment in der Amplitude gleich, in der Polarität entgegengesetzt und senkrecht
zum Magnetfeld stehend angeordnet ist.
Wenn die beiden Felder in gegenseitige Resonanz treten,
wird eine Vektor-Kraft erzeugt. Der Effekt des resultierenden Feldes ist mit
dem Effekt eines Gravitationsfeldes identisch. Wenn das Zentrum des
resultierenden Feldes mit dem Schwerpunkt des Schiffes übereinstimmt, tritt als
einziger Effekt eine Erhöhung der Trägheit oder der Masse des Schiffes ein.
Stimmt der Schwerpunkt jedoch nicht mit dem Zentrum des
resultierenden Feldes überein, so beginnt das Schiff, sich in Richtung auf
dieses Zentrum (des resultierenden Feldes) zu beschleunigen. Da dieses System,
das dieses
52
Feld erzeugt, ein Teil des Schiffes ist, bewegt sich
dieses natürlich mit dem Schiff und erzeugt ununterbrochen ein resultierendes
Feld, dessen Anziehungspunkt kurz vor dem Schwerpunkt des Schiffes liegt,
wodurch das Schiff solange beschleunigt wird, wie das Feld besteht.
Ein sehr einfaches Beispiel für dieses System ist der
kleine junge, der einen Hund vor seinen Spielzeugwagen spannt, sich hineinsetzt
und vor den Hund eine an einen langen Stock gebundene Wurst hält. Der Hund will
die Wurst natürlich haben und läuft auf sie zu - und der Wagen setzt sich in
Bewegung. Da der Abstand des Hundes zur Wurst immer gleich bleibt, kann er sie
nicht erreichen, aber der Wagen fährt, bis der Hund stehen bleibt.
Beachte, daß dieses System nichts mit freier Energie`
oder, wie ihr es nennt, mit dem Perpetuum mobile` zu tun hat. Durch das Ziehen
des Wagens vergeudet der Hund ein beträchtliches Energiegefälle und da er die
Wurst nicht überholen kann, muß er regelmäßig gefüttert wer,len, wenn der
Vorgang weitergehen soll.
Um das Schiff zu verlangsamen oder anzuhalten, werden die
Regler so eingestellt, daß das Feld kurz hinter dem Schwerpunkt erzeugt wird,
woraus eine negative Beschleunigung resultiert.
Du wirst auch gespannt gewesen sein, wie lange du die Luft
in der kleinen Kabine atmen können wirst, ehe sie stickig oder verbraucht ist.
Du kannst sehen, daß sich unter jedem der beiden hinteren Sitze kleine
Belüftungsöffnungen mit einer Vorrichtung befinden, welche die Luft aus dem
Laderaum durch die Kabine zirkulieren läßt. Es gibt in diesem Schiff keine
Anlage zur Erneuerung der Luft, aber der große Luftvorrat im Laderaum würde im
Notfall ausreichen, sogar vier Passagiere viele Stunden lang zu versorgen.
Der Kasten, den du dort oben über dem EnergiegefälleSammler
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siehst, enthält die Steuer- und Regler-Anlage. Ich sehe
keinen besonderen Grund, darauf näher einzugehen, da du ja bereits mit vielen
Fernlenk- und Servosystemen vertraut bist. Obgleich unsere Anlagen unendlich
viel ein. facher und verläßlicher als eure sind, müßte ich dir auch in diesem
Fall eine mehrstündige Neuorientierung in Physik vermitteln, damit du ihre
Wirkungsweise verstehst. Doch unsere Zeit verrinnt. Wir haben dich mit einer
Geschwindigkeit zurückgebracht, die etwas größer war als beim Hinflug und du
befindest dich jetzt fast genau über dem Startplatz. Da ihr Menschen im
Gegensatz zu uns, anscheinend ein gewisses Vergnügen oder einen „Thrill",
wie ihr es neuerdings nennt, bei Veränderungen der Gravitation im weiten
Bereich empfindet, können wir, wenn du willst, beim „Abstieg" einen
Zustand schaffen, der dem der ,Null-Gravitation' oder, in eurer Ausdrucksweise,
dem freien Fall` nahekommt. Der völlige ,Null-Zustand' würde jedem schlecht
bekommen und auch gefährlich sein. Wir können jedoch nahe genug herangehen,
wobei du zwar noch eine gewisse Stabilität behältst, aber doch das Gefühl der
Schwerelosigkeit kennenlernst."
Die plötzliche Erkenntnis, daß die Reise fast beendet ist,
riß mich aus dem Zustand der „halben Trance" heraus, in dem ich mich seit
Beginn der Reise befunden hatte. „Okay", sagte ich, „fang an, ich will
alles einmal probieren." Im selben Moment wurde die Kabine wieder hell und
nach der langen Dunkelheit blendete mich das Licht. Während ich noch versuchte,
meine Augen an das Licht zu gewöhnen, sprang plötzlich mein Magen in meinen
Brustkorb. Einen Augenblick lang fühlte ich mein Herz oben an der Kehle
schlagen, während die Lunge und die anderen oberen Organe entschlossen zu sein
schienen, aus meinen Ohren herauszutreten.
Ich habe schon viele steile Sturzflüge und scharfes Ab'
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fangen in Flugzeugen mitgemacht und bin auf Rummelplätzen
in vielen Anlagen gefahren, die das Gefühl der Schwerelosigkeit erzeugen wollen
-, aber so etwas hatte ich vorher noch nie erlebt. Ich hatte überhaupt nicht
das Gefühl zu „fallen`, sondern hatte einfach das Gefühl, meine Organe
springen, von einer schweren Belastung gelöst und von Gummibändern gezogen,
nach oben. Glücklicherweise dauerte dieses Gefühl nur kurze Zeit an. Nach ein
paar Sekunden fühlte ich mich wieder „normal".
„Sehr schwerelos fühlte ich mich aber nicht", dachte
ich und stieß mich dabei mit beiden Händen kräftig von meinem Sitz ab und -
schwebte, mehr oder weniger elegant, in einem Bogen bis zur Decke der Kabine.
Mein „Aufstieg" wäre bestimmt eleganter gewesen, wenn ich meine
„Abstoßkraft" nicht hinter meinem Schwerpunkt angesetzt hätte. Mein Körper
kippte deshalb nach vorn und drehte sich beim Emporschweben nach links. Als es
wieder nach unten ging, zeigten meine Beine nach oben und ich mußte schnell
nach der Lehne des Sitzes greifen, was wiederum zur Folge hatte, daß ich mit
den Knien im Sitz und mit meinen Augen nur wenige Zentimeter von der Lehne
entfernt landete.
Und da sah ich etwas, was ich beim Betreten des Schiffes
ganz übersehen hatte. Es war nichts weiter als ein in das Material der Lehne
eingeprägtes Zeichen, aber ich erkannte dieses Symbol - und diese Erkenntnis
muß in mir einen mächtigen Schock ausgelöst haben, den Alan als Gefühl von Schmerz
oder Furcht falsch interpretierte. Die Gravitation hatte sich nämlich sofort
wieder normalisiert, was mir jedoch wiederum einen harten Augenblick
verschaffte, als meine strapazierten Organe alle auf eintnal versuchten, wieder
ihren angestammten Platz in meinem Körper einzunehmen.
„Was ist los?” hörte ich Alans Stimme und zum erstenmal
55
glaubte ich in ihr eine Spur von Besorgnis zu bemerken.
„Oh - ich weiß, du hast das Symbol gesehen und seine Bedeutung erkannt!"
"Ja", erwiderte ich, „jeder, der sich in einem
gewissen Ausmaß mit unserer Geschichte befaßt hat, muß den Baum mit der
Schlange, den Lebensbaum' erkennen. Man findet ihn in Aufzeichnungen und
Legenden aller Rassen der Erde. Für mich war es immer ein besonderes, irdisches
Symbol und es überrascht mich, es aus den Tiefen des Weltraums oder von
irgendeinem Planeten, den ihr eure Heimat nennt, auftauchen zu sehen."
„Das sind Fragen, deren Beantwortung ich eigentlich noch
zurückstellen wollte, bis mehr Zeit vorhanden ist", entgegnete Alan, „denn
es ist sehr schwer, Ereignisse mehrerer Jahrhunderte in wenigen Minuten auch
nur zu umreißen, denn es ist Jahrhunderte her, daß wir irgendeinen Planeten
„heimat" nannten.
Das Raumschiff, in dem wir leben, arbeiten und lernen, ist
schon seit Generationen unsere einzige Heimat. Es ist, im Vergleich mit euren
Ozeanriesen, sehr groß und wir haben schon seit langer Zeit technologische
Fähigkeiten entwickelt, die uns unabhängig von irgendwelchen Planeten machen.
Unser Schiff stellt ein geschlossenes System dar, d. h.
alle Materie innerhalb des Schiffes bleibt darin, nichts wird ausgestrahlt,
ausgestoßen oder geht von ihm verloren. Wir haben einfache Methoden erlernt,
alle Verbindungen in ihre Elemente zu zerlegen und diese Elemente wieder zu
jeder benötigten Verbindung zusammenzufügen. Wir atmen z. B. genauso wie ihr,
d. h. also, unsere Lungen entziehen der Luft den Sauerstoff und geben dafür
Kohlendioxyd ab. Deshalb wird die Luft in unserem Schiff ununterbrochen durch
Lösungen geführt, die pflanzenähnliche Organismen enthalten, die das
Kohlendioxyd
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absorbieren und dafür Sauerstoff abgeben. Dasselbe tun die
Pflanzen auf eurer Erde auch.
Der pflanzliche Organismus verwendet den Kohlenstoff für
das eigene Wachstum und schließlich werden jene pflanzen sogar zu einem unserer
Nahrungsmittel. Dutzende von natürlichen Zyklen, durch die Leben auf einem
Planeten wie dem euren geschaffen und erhalten wird, werden alle in unserem
Schiff reproduziert. Da die Größe des Schiffes, in dem unsere Menschenklasse
lebt, im Vergleich zu einem Planeten als klein' bezeichnet werden muß, müssen
die Zyklen schneller und unter genau kontrollierten Bedingungen ablaufen. Es
sind aber in jeder anderen Hinsicht die Zyklen des Lebens und der Reproduktion
dieselben.
Natürlich entsteht während dieser Zyklen ein
Energieverlust, der aus irgendwelchen äußeren Quellen ersetzt werden muß. Wenn
wir uns in der Nähe eines Sternes, wie etwa eurer Sonne befinden, können wir
leicht mehr Energie von der Sonne sammeln, als wir benötigen. Genauso wie euer
Planet mehr nutzbare Energie von der Sonne empfängt, als ihr gegenwärtig
verbraucht.
Während unserer gelegentlichen interstellaren Reisen mag
unser Schiff vielleicht über den Zeitraum mehrerer Generationen in Gebiete
reisen, die sich ziemlich entfernt von Einzelsternen befinden. Trotzdem können
wir kleine, aber verläßliche Energiemengen von den Millionen ferner Sterne und
Galaxien aufnehmen. Es gibt natürlich noch andere, dauernd vorhandene
Energiequellen, wie die kosmische Strahlungsenergie und die Temperaturgefälle,
die ebenfalls brauchbar sind.
Es mag schwierig für dich sein, zu begreifen, daß eine
Rasse intelligenter Wesen ihr Leben über Generationen hinaus innerhalb eines
räumlich begrenzten Raumschiffes verbringt. Wahrscheinlich wirst du aufgrund
deines
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begrenzten Wissens sogar geneigt sein, eine solche Rasse
zu bemitleiden.
Wir andererseits neigen dazu, die primitiven Rassen, de.
ren Leben immer noch auf einen einzelnen Planeten be. schränkt ist, zu
bedauern, da sie nicht in der Lage sind, ihre Umweltbedingungen zu
kontrollieren und Opfer von Naturkatastrophen werden, von denen die Bewohner
von Planeten stets bedroht sind.
Bei uns wird jeder Aspekt unserer Umwelt genau
kontrolliert. Die Temperatur wird innerhalb des Bruchteiles eines Grades
gehalten und die Luftfeuchtigkeit, der atmo sphärische Druck und sogar die
Gravitation, die wir in unseren Schiffen erzeugen, werden dauernd auf Überein
stimmung mit dem erwünschten Wert geprüft.
Da wir das Schiff nur selten verlassen, hat uns unsere
Technologie mit einer fast unbegrenzten Ausweitung unserer Sinne ausgestattet,
so daß wir zum Zwecke des Lernens, des Beobahhuuns und des Verstehens jederzeit
und an jedem Punkt, den wir zur Beobachtung oder zu ei nenn Besuch ausgewählt
haben, unerkannt anwesend sein können. Voraussetzung ist jedoch, daß sich
dieser Punkt in. nerhalb eines Bereiches von wenigen Millionen Kilometern von
unserem Schiff befindet.
Durch unsere Fähigkeiten, die für dich ungewöhnlich
erscheinen mögen, für uns aber ganz normal sind, sind wir imstande, leicht
Kräfte zu erzeugen und sie in beträchtlicher Entfernung von unserem Schiff
anzuwenden.
Unsere Fähigkeiten mögen vielen Leuten bei euch
erschreckend und unglaublich vorkommen. Sie sind aber nicht so erschreckend und
unglaublich wie die wissen' schaftlichen Fähigkeiten, die ihr Menschen jetzt
habt, im Vergleich mit den Fähigkeiten, die eure eigenen Vorfahren vor einigen
hundert Jahren hatten.
Jede wissenschaftliche oder technologische Fähigkeit
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scheint all jenen unglaubhaft zu sein, die sie noch nicht
erlangt haben und deshalb einfach nicht verstehen können.
Du hast ganz recht, wenn du darauf hinweist, daß das Symbol
des Baumes mit der Schlange in der Geschichte und den Legenden eures Planeten
ein bekanntes Zeichen ist. Es ist aber auch in unserer Geschichte wohlbekannt.
Unsere Erklärung dafür ist, daß wir wenigstens teilweise die gleichen Ahnen
haben.
Vor einigen zehntausend Jahren lebten einige unserer vorfahren
auf eurem „Erde" genannten Planeten, auf dem es damals einen kleinen
Kontinent in einem Ozean gab, den ihr jetzt den Pazifischen Ozean` nennt.
Einige eurer alten Legenden bezeichnen dieses untergegangene Land als den
versunkenen Kontinent MU oder Lemuria`.
Auf diesem Kontinent hatten unsere Stammeltern ein großes
Imperium und eine mächtige Wissenschaft entwickelt. Zur selben Zeit gab es eine
andere sich sehr schnell entwickelnde Rasse auf einem Kontinent in einem
Meeresgebiet, das heute von euch als „Südatlantik" bezeichnet wird. In
euren Legenden nennt man diesen Kontinent „Atlantis".
Zwischen den beiden Kulturen herrschte wegen der
wissenschaftlichen Fortschritte große Rivalität. Zuerst verlief alles
friedlich, dann aber wurde diese Rivalität im Laufe der Zeit sehr erbittert, da
jede Rasse vor der anderen mit ihren Erfolgen prunkte.
In 'Wenigen Jahrhunderten hatten sie den Stand der
Entwicklung, den ihr heute habt, überschritten. Nicht zufrieden damit, nur ein
wenig der Binde-Energie des Atoms freizusetzen, wie es eure Physiker jetzt tun,
hatten sie gelernt, ganze Massen auf der Energieachse rotieren zu lassen. Aus
der Rotation eines Stückchens Masse in der Größe
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eines eurer Kupferpfennige resultierten Energien, die 75
Millionen eurer Kilowattstunden entsprechen.
Wegen der ständig wachsenden Verbitterung zwischen beiden
Rassen und der immer größer werdenden Beherrschung von Vernichtungswaffen war
es unvermeidlich, daß sie sich schließlich gegenseitig vernichteten.
Die bei diesem Zerstörungswerk freigesetzten Energiemengen
gingen weit über die menschliche Vorstellungskraft hinaus. Sie reichten
jedenfalls aus, um große Verschiebungen der Oberflächenstruktur dieses Planeten
zu bewirken, und die dabei aufgetretene Strahlung war so stark und verbreitet,
daß die Erde auf mehrere tausend Jahre für die Menschheit unbewohnbar wurde.
Doch eine Diskussion darüber müssen wir zurückstellen, bis
wir wiederkommen. Unsere Zeit ist mehr als knapp geworden. Wir benötigen
bereits zuviel Energie, um unser Schiff in der jetzigen Position zu halten, und
wir können unseren Lastenträger auch nicht aufgeben. Er steht nun auf der Erde
und ich werde jetzt die Tür öffnen. Auf Wiedersehen, Dan. (Daniel, d. Übers.)
Steig aus und paß auf dich auf, bis wir zurückkehren."
♦
Wie ein Schlafwandler verließ ich das Schiff und stolperte
ein Dutzend Schritte durch den Sand, ehe ich mich umdrehte, um zurückzuschauen.
Die Tür hatte sich geschlossen und um die Mitte des Schiffes erschien ein
orangefarbenes Lichtband. Dann schnellte es nach oben, als sei es von einem
Katapult weggeschleudert worden, und die kräftig nachströmende Luft riß mich
einen Schritt vorwärts, wodurch ich fast das Gleichgewicht verlor. Es gelang
mir sogar, das Schiff im Auge zu behalten, bei dem das Lichtband nun die Farben
des Spektrums von Orange
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bis Violett durchlief. Inzwischen war das Schiff schon
auf einige tausend Meter gestiegen und als das Licht ins Violette überging,
entschwand es meinem Blick.
Null überkam mich ein Gefühl tiefer Niedergeschlagenheit
und mir war, als ob meine Arbeit und mein Leben jegliche Bedeutung verloren
hätten. Wenige Stunden zuvor war ich noch ein ziemlich selbstzufriedener
Ingenieur gewesen, der Meßgeräte für die Prüfung der größten Raketentriebwerke,
die jemals gebaut worden waren, installierte. Obgleich mir bewußt war, daß mein
Beitrag zum Raketenbauprogramm nur ein kleiner ist, so hatte ich doch durch
meine Arbeit das Gefühl, mich zumindest in der vorderen Kampflinie für den
Fortschritt zu befinden.
Nun jedoch wußte ich, daß das Triebwerk für jene Raketen
erbärmlich unwirksam und unwirtschaftlich, ja sogar schon bald veraltet war.
Ich sah mich selbst wie ein kleines und unbedeutendes Zahnrädchen in einer
unbeholfenen, rückständigen Wissenschaft, die sich einzig und allein auf ihre
eigene Vernichtung zubewegt.
Lange stand ich noch im Sand
und blickte vom zerdrückten Gebüsch hinauf zu den Sternen und fragte mich:
„Meinte Alan es wirklich ehrlich, als er sagte, sie würden in wenigen Monaten
zurückkehren und wieder Kontakt mit mir aufnehmen?
Stimmt es wirklich oder war es
nur eine höfliche Abschiedsgeste?
Sicherlich gibt es bei uns Tausende
von einflußreicheren Leuten, die ihnen` mehr helfen könnten als ich. Ich
hingegen kann nur warten und hoffen, daß ich rechtzeitig alles klarer verstehen
werde."
♦
61
Kapitel V
AN DIE MENSCHEN DER ERDE
Am 28. April 1954 nahm Alan zum drittenmal mit mir Kontakt
auf. Seine Stimme hatte etwas Drängendes an sich, und seine Worte beeindruckten
mich in einer Weise, wie ich sie in unseren vorangegangenen Gesprächen noch
nie erlebt hatte.
Er bestand darauf, daß die Botschaft, die er mir geben
würde, so verständlich gemacht werden müsse, damit jedermann auf unserem
Planeten sie verstehen könne und erklärte weiter, daß ich aufgrund meines
Wissens in der Forschung, der Wissenschaft, im Vortrags- und Unterrichtswesen
qualifiziert sei, seinen Vorschlägen zu folgen. „Du hast eine persönliche
Aufgabe und Verantwortung", sagte Alan, „bei den Bemühungen mitzuarbeiten,
die unsere Leute unternehmen, um euch auf Erden zu helfen, den gegenwärtigen
Gang der Ereignisse zu ändern und die sonst unvermeidliche Vernichtung
abzuwenden."
Ich werde nun so wörtlich und genau, wie es meine
Erinnerung erlaubt, das zwischen uns stattgefundene Gespräch in der Hoffnung
wiederholen, daß die mir von dieser Gruppe außerirdischer Besucher genannten
Gründe und ihre Botschaft allen Menschen so klar und verständlich werden mögen,
wie sie mir geworden sind.
In jener Nacht im April war ich von Südkalifornien aus zu
meinem Häuschen in den Wäldern Oregons gefahren
62
weil ich hoffte, daß ein Kontakt stattfinden würde. Ich
brauchte dringend Rat und fühlte, daß Alan die beste und vielleicht einzigste
Quelle ist, von der ich die Antwort, die ich brauchte, erhalten würde.
Während der vorangegangenen Monate hatte ich unter ständig
stärker werdendem Druck gestanden, einen vollständigen Bericht über die erste
Raumschifflandung auf dem Versuchsgelände White Sands zu veröffentlichen.
Ich zögerte jedoch, es zu tun, weil ich das Gefühl hatte,
daß es unmöglich sein würde, eine bedeutende Anzahl von Personen davon zu
überzeugen, daß dieses Ereignis tatsächlich stattgefunden hatte.
Es gab auch keinen überzeugenden Grund für mich, warum ich
es überhaupt versuchen sollte.
Die meisten Angehörigen der menschlichen Rasse auf unserem
Planeten wurden in dem Glauben erzogen, daß der Mensch auf der Erde das
vollendetste Geschöpf des Universums sei, sowie der Hauptgrund für seine
Erschaffung.
Der Gedanke, daß eine überlegenere Rasse existieren könne,
würde diesen angenehmen Glauben umstoßen und man würde befürchten, dadurch auf
der irdischen Entwidklungsleiter eine Sprosse nach unten gerückt zu werden.
Und das ist etwas, was das Ego vieler Menschen ihrer
Vernunft nicht erlauben würde, es zu akzeptieren - ganz gleich, wie zwingend
die Beweise auch sein mögen.
Ferner befürchte ich daß ich - wenn ich versuchen würde,
einen solchen Beweis als Tatsache zu erbringen - Meinen beruflichen Ruf, den zu
erlangen ich während meines Studiums als Ingenieur und in der Forschung so
hart erarbeitet hatte, zu verlieren.
Außerdem würde ich wohl auch dem Spott der Öffentlichkeit
ausgesetzt sein und könnte möglicherweise einen
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Verlust an Vertrauen und Respekt bei meinen Freunden erleiden.
Ich sah auch keinen triftigen Grund, für einen Versuch,
Millionen anderer Menschen von Tatsachen zu überzeugen, welche die Mehrheit
doch nicht als wahr akzeptieren würde, einen solchen Prestigeverlust zu
riskieren.
Andererseits wurde mir auch langsam bewußt, daß Alan bei
den beiden letzten Kontakten mir beträchtliche Mengen fortschrittlicher,
technischer und wissenschaftlicher Informationen gegeben hatte, die sich als
vollkommen gültig erwiesen hatten und deren Anwendung ich bei meinen Arbeiten
als Elektronik-Ingenieur sehr nützlich fand. Tatsache ist, daß ich mich im
Besitz wissenschaftlicher Informationen befand, die für die Welt wertvoller und
nutzbringender sein konnten, als ich allein es jemals sein könnte. Auf einmal
erkannte ich, daß ich kein Recht hatte, diese Informationen weiterhin
zurückzuhalten - nur weil ich Angst vor den Folgen habe, was nach einer
Veröffentlichung mit mir geschehen könnte.
Mein Häuschen im südlichen Oregon liegt am Ende eines
Feldweges, der tief in den Wald hineinführt. Es ist meine Zufluditsstätte in
stiller, unverfälschter Natur, wo einem die Sorgen und Unannehmlichkeiten der
Welt wie ein Mantel, der nicht mehr benötigt wird, von der Schulter gleiten.
Dort war es auch, wo der vorhergehende Kontakt
stattgefunden hatte und deshalb schien es mir der geeignetste Platz zu sein, um
einen neuen Kontakt zu suchen.
Ich war dort drei Tage vollkommen allein gewesen und meine
Hoffnung, daß noch ein Kontakt zustande kom men würde, begann zu schwinden.
Dann aber, am frühen Abend des dritten Tages brach Alans Stimme in der üb'
lidhen abrupten Weise aus der Stille hervor:
64
„Also, Dan, wie lange willst du dein Licht noch unter den
Scheffel stellen?"
Trotz der Tatsache, daß ich rund 1200 km nach hier
gefahren war und drei Tage auf seine Stimme gewartet hatte, war ich doch so
erschrocken, als ob ich Alans Stimme nie zuvor gehört hätte.
Schnell sah ich mich um, fast erwartend, jemanden im
Schatten stehen zu sehen. Mein Verstand sagte mir, es kann niemand da sein;
denn Alan hatte mir schon früher einmal eine detaillierte Erklärung der
elektronischen Strahlenmodulation der Gehörsnerven gegeben, die eine sollte
Kommunikation über beträchtliche Entfernungen ermöglicht.
Endlich hatte ich mich wieder so weit gefaßt, um antworten
zu können, doch mehr als „was meinst du damit?" brachte ich nicht heraus.
„Du weißt schon, was ich meine", erwiderte Alan, „in
eurem großen Buch der Weisheit und Philosophie, das ihr die Bibel` nennt, heißt
es: Wenn ein Mann ein Licht anzündet, soll er es nicht unter den Scheffel
stellen, sondern es hoch halten, damit es alle Menschen leite.
Wir )laben beträchtliche Zeit und Mühen aufgewendet, um
einige Lichter in den Nationen eures Planeten zu entzünden. Wir hoffen, daß sie
sehr hell aufleuchten, damit man den Abgrund erkennt, auf den eure Völker so
blind zutreiben.
Wir haben euch Informationen gegeben, die für eure Völker
von großem Interesse und noch größerem Wert sind. Warum behältst du sie für
dich?"
„Ja, aber was kann ich denn schon tun", entgegnete
ich, „ich bin doch ziemlich unbekannt. Wie kann ich an die Öffentlichkeit
herantreten? Und wenn ich es könnte, wer würde mir schon zuhören?"
„Es gibt überall Leute, die nach der Wahrheit suchen, und
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I sie werden den Wert der Botschaft erkennen - ganz
gleich, wer der Übermittler ist", belehrte mich Alan. „Schreibe alles, was
du von uns gelernt und erfahren hast, in einem Buch nieder. Der Mann, der dein
Verleger sein wird, ist dir sogar schon begegnet. Schreibe in den Zeitungen
darüber und halte Vorträge im Rundfunk und Fernsehen. Schreie, wenn nötig,
deine Botschaft von den Dächern herab - aber bringe sie den Menschen zur
Kenntnis."
„Du bist dir sicher nicht bewußt, was du da von mir
verlangst", erwiderte ich. „Wenn ich das mache, was du sagst, werden mir
wohl einige Leute zuhören - die meisten aber nicht!
Es gibt auf der Welt zu viele Menschen, die noch nicht
reif für die Wahrheit sind. Sie fürchten alles, was die bestehende Ordnung der
Dinge verändern könnte. Wenn ich nun den Versuch mache, die mir von dir
gegebenen Informationen in die Öffentlichkeit zu bringen, so werde ich einer Mauer
von Spott, Hohn und Lächerlichkeit gegenüberstehen. Manche werden mich als
Lügner bezeichnen und viele werden mich einen Narren nennen, andere für einen
Scharlatan halten. Wenn ich einen Bericht an unsere Zeitungen gebe, so wird er
nur von wenigen geglaubt werden. Viele Zeitungen würden ihn völlig ignorieren
oder in verzerrter Form wiedergeben, daß ich schließlich als blöd und
lächerlich dastehen würde." Hier unterbrach mich Alan und seine Stimme
nahm einen Ton an, der mich an den eines Lehrers erinnerte, der geduldig und
doch etwas überlegen, einem zurückgebliebenen Schüler die einfachsten
Grundsätze erklärt: „Natürlich wird man dich lächerlich machen! Lächerlichkeit,
Spott und Hohn sind die Schranken, die die Unwissenden zwischen sich und jeder
Wahrheit aufrichten, von der sie glauben, daß sie ihre Gepflogenheiten stören
wird.
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Sie verneinen die Wahrheit so lange, bis sidi jemand
findet der sich die Mühe macht, sie ihnen verständlich zu machen.
Oder kannst du mir vielleicht einen Menschen auf eurem planeten
nennen, der für euren Fortschritt etwas Großartiges geleistet hat und anfangs
nicht verlacht wurde? Das ist nun mal der Preis, den man von jedem, ganz
gleich, ob Mann oder Frau, fordert, der nur einen Schritt mehr nach vorn macht,
als es die konventionelle Gesellschaft für nötig hält.
überleg doch mal, wie schwierig es für Kolumbus, Galilei,
Pasteur und Edison gewesen sein muß, zur Zeit ihrer Entdeckungen Aufmerksamkeit
und Glauben zu erwekken.
Es gibt ein altes Sprichwort, das meiner Meinung nach am
Anfang eines jeden Buches über Philosophie stehen müßte:
Es ist leichter zu spotten, als
zu untersuchen. Aber es kann niemals so gewinnbringend sein!
Ja, du hast recht: Für einige wirst du ein Lügner sein,
für andere ein Narr. Wenn du finanzielle Unterstützung suchst oder gar
annimmst, und sei sie noch so klein, wirst du der Geschäftemacherei bezichtigt,
obwohl Geld für euch Menschen ja überhaupt die Voraussetzung ist, um irgend
etwas durchführen zu können.
Es gibt viele Probleme, mit denen du konfrontiert werden
wirst, aber bedenke, daß sie in keiner Weise nur eine Besonderheit deiner
Situation sind. Es sind Probleme, denen auch jeder andere gegenüberstand und
gegenübersteht, der seine Dienste und sein Wissen seinen Mitmenschen anbietet,
um die Kultur und das Verständnis der menschlichen Rasse zu fördern.
Denke auch daran, daß du Freunde hast, mehr Freunde,
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als du ahnst, und viele neue Freunde wirst du
dazungewinnen.
Wenn es auch wahr ist, daß viele Leute alles das fürchten,
was ihre Lebensweise verändern könnte, so gibt es aber auch viele andere, die
die in eurer Zivilisation bestehenden, kritischen Probleme verstehen und
ernstlich bemüht sind, Wege zu ihrer Lösung zu finden.
Diese Leute werden deinen Wunsch verstehen, die Wahrheit
zu verbreiten, die ich dir jetzt mitteilen werde. Sie werden dir Aufmerksamkeit
zollen und den Wunsch nach größerem Wissen äußern, also prüfen, ehe sie lachen.
Und mit jedem, der prüft und Verstehen wünscht, gewinnst du einen neuen Freund.
Vergiß auch nicht, was ich dir über die Kraft der Gedanken
gesagt habe. Wenn du Freunde hast, bist du niemals allein, wo immer du auch
sein magst. Jeder Geist, der für dich ist, wird bei dir bleiben und dich
respektieren. Diese zusätzlich gewonnenen Freunde werden deinen Mut stärken und
deine Fähigkeiten vergrößern, alle auftretenden Probleme zu lösen."
„Ich hoffe es", entgegnete ich, „und ich habe das
Gefühl, daß ich von beidem eine Menge brauchen werde - wenn ich es so mache,
wie du sagst.
Es ist nun mehr als vier Jahre her, seit du den ersten
Kontakt mit mir aufgenommen hast und jetzt müßtest du dich eigentlich schon
völlig an unsere Umweltbedingungen angepaßt haben. Warum setzt du dein Schiff
nicht eines Tages auf den Rasen des Weißen Hauses, bittest ein weltumspannendes
Kommunikationsnetz benutzen zu dürfen und übermittelst der ganzen Welt deine
Botschaft sofort selbst?"
„Eine solch einfache Lösung ist doch nur ein Wunschdenken
von dir", erwiderte Alan, „wir haben doch schon früher darüber gesprochen.
Wenn du ein bißchen nachdenkst,
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wirst du sehen, daß es eine Menge Gründe gibt, allgemeine
und besondere, warum ein solches Vorgehen nicht erfolgreich sein kann.
An erster Stelle steht der psychologische Aspekt. Wenn wir
als Angehörige einer überlegenen Rasse, von oben kommend, auftreten würden, um
die Menschen eurer Welt anzuleiten, so würden wir damit das Ego-Gleichgewicht
eurer Zivilisation zerstören. Viele Millionen Menschen würden, um zu
verhindern, daß sie auf den zweiten Platz in, Universum degradiert werden, dazu
übergehen, so lange es geht, unsere Existenz zu widerlegen oder abzulehnen
versuchen. Wenn wir nun ihrem Bewußtsein die Anerkennung unserer Existenz
aufzwingen würden, so würden etwa 300% dieser Leute uns als Götter betrachten
und versuchen, uns alle Verantwortung für ihr eigenes Wohlergehen aufzubürden.
Von den verbleibenden 70% würden die meisten uns für
potentielle Tyrannen halten, die vorhaben, ihre Welt zu versklaven, und viele
würden gleich nach Mitteln und Wegen suchen, um uns zu vernichten.
Wenn aus unseren Bemühungen etwas Großes und anhaltend
Gutes kommen soll, dann müssen die tatsächlichen Führer eure Leute sein, oder
es muß von Leuten kommen, die von ihnen nicht zu unterscheiden sind.
In der Praxis würde das doch so aussehen: wenn wir in der
Nähe eures Regierungssitzes landen, werden wir sofort von den
Sicherheitsorganen isoliert, deren Aufgabe es ja ist, die Köpfe eurer Regierung
vor jedweder möglichen Gefahr zu schützen. Wir würden stundenlang, vielleicht
gar tagelang, verhört werden, ehe unsere Bitte überhaupt in Erwägung gezogen
würde.
Schließlich würden wir uns gezwungen sehen, unsere
Überlegenheit im Reich der materiellen Wissenschaft zu beweisen.
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Sobald sich nun unsere Überlegenheit erwiesen hätte würden
sich die militärischen Führer auf den Standpunkt stellen, es sei dringend
notwendig, dieses fortschrittliche Wissen zu übernehmen und zu ,schützen`.
Nach Meinung eurer und den Regierungen anderer füh. render
Nationen eures Planeten ist jedes neuartige Wissen und ganz besonders das
wissenschaftliche Wissen Staatseigentum, das, wenn es der jeweiligen Regierung
für opportun erscheint, ganz verschwiegen oder nur in geeigneter Art und Weise
mitgeteilt werden würde, wenn es notwendig zu sein scheint.
Eine solche Haltung ist nicht die Schuld einer
Einzelperson oder einer politischen Partei, sondern einer
Regierungs-Philosophie, die sich während eurer beiden Weltkriege entwickelt
hat.
Die verschärften Geheimhaltungsvorschriften eures Landes,
die während der Entwicklung eurer Kernwaffen notwendig waren, gaben dieser
Haltung einen weiteren Auftrieb. Militärische „Sicherheit" sollte aber auf
Logik und Vernunft aufgebaut sein. Sie wurden in vielen Fällen jedoch nur als
Ausrede gebraucht, um all das zu verbergen, was irgendwelche Angehörige der
Regierung in Verlegenheit bringen könnte.
Die meisten der jetzt zwischen euren vielen Nationen
bestehenden Spannungen sind doch tatsächlich nur die Folgen dieser
übertriebenen Geheimniskrämerei.
Wenn man das bedenkt, so muß man verstehen, daß jede
Information, die eure Regierung über uns, unsere Fahrzeuge und unser Wissen
erhält, als das lebenswichtigste ,militärische Geheimnis` angesehen wird, das
man jemals besessen hat."
„Doch laßt uns annehmen, ihr wäret gelandet", warf
ich ein, „und laß uns weiter annehmen, ihr hättet unserem Land euer Wissen zu
unserem Wohle zur Verfügung gestellt
70
- würde das nicht dazu beitragen, den Ausbruch eines neuen
Krieges zu verhindern?
Sicherlich hältst du uns nicht für so barbarisch, daß wir
ein anderes Land angreifen würden, nur weil wir glauben, die Mittel zu
besitzen, es zu erobern?"
„Natürlich nicht", entgegnete Alan, „aber laß mich
meine Meinung klarer ausdrücken. Sollten wir bei euch landen so würde eure
Regierung versuchen, es geheimzuhalten. Sie würde damit aber nicht mehr Erfolg
haben als mir ihrem Versuch, die Geheimnisse der Kernwaffen-Entwicklung zu
wahren.
Sobald jedoch die Sowjetunion wüßte, daß die Streitkräfte
der USA im Besitz höchst fortschrittlicher technischer Kenntnisse sind, würde
sie zu der Auffassung kommen, daß ihre einzige Hoffnung in einem
Überraschungsangriff liegt, um die Vorherrschaft der USA zu verhindern.
Denk an die Lektion, die euch in Pearl Harbour erteilt
wurde - dann verstehst du es vielleicht besser.
Wenn wir nun in beiden Ländern gleichzeitig landen würden,
so würde dieses doch nur bedeuten, daß sich das gegenwärtige Wettrüsten noch
mehr verstärkt und die völlige gegenseitige Vernichtung zur Folge haben könnte,
die wir ja zu verhindern versuchen.
Wir hingegen möchten euch den rechten Weg weisen und euch
helfen, die Weisheit der Liebe und der Zusammenarbeit richtig zu verstehen. Wir
wollen euch auch jede Hilfe geben, die wir geben können, aber du und all die
anderen Menschen mit denen wir in Verbindung getreten sind, müßt die Wahrheit
verbreiten und dazu beitragen, daß eure Welt sie begreift!
Ob eure Kinder noch eine Zukunft haben werden oder nicht,
das hängt größtenteils vom Erfolg oder Mißerfolg eurer eigenen Anstrengungen
ab."
71
„Ich bin mir der Gefahren, die ein Atomkrieg unserer
Zivilisation brächte, voll bewußt", erwiderte ich, „und das trifft auch
auf jeden zu, der auf diesem Gebiet tätig ist. Fast jeder unserer
Spitzen-Wissenschaftler hat zu irgendeiner Zeit erklärt, daß ein
uneingeschränkter Atomkrieg die völlige Vernichtung unserer Zivilisation nach
sich ziehen würde, aber wie es scheint, bleibt diese Erklärung von der
Öffentlichkeit vollkommen unbeachtet."
„Und warum ist das so?" fragte Alan. „Doch nur
deshalb, weil sie zwar das Problem an die Öffentlichkeit brachten, aber keine
Lösungen anzubieten hatten. In Wirklichkeit ist nämlich die Möglichkeit einer
atomaren Kriegführung auf eurer Erde nicht das Problem, sondern nur ein Symptom
- und noch nie hat jemand eine Krankheit geheilt, wenn er nur die Symptome
behandelte. Eure Zivilisation steht einem großen Problem gegenüber, das während
der letzten Jahre sogar ein sehr kritisches geworden ist. Seine Existenz ist
weder die Schuld irgendeiner Rasse oder eines Glaubensbekenntnisses, noch die
Schuld eines politischen Klüngels. Es ist nur das Resultat einer grundsätzlichen
Schwäche eurer menschlichen Natur, die durch einen Mangel an Aufmerksamkeit und
dem von euch oft verspürten Gefühl einer Unsicherheit gegenüber der HUCHSTEN
SCHÖPFUNGSKRAFT gekennzeichnet ist. Ihr vermögt nicht zu verstehen, wie diese
große Schöpfungskraft angewendet werden kann, um euch zu helfen, euren
Mitmenschen mehr Liebe und Verständnis entgegenzubringen.
Es ist an sich ein äußerst einfaches Problem, dessen
Wichtigkeit - wie bei vielen einfachen Dingen - von zu vielen eurer Leute
übersehen worden ist. Die Lösung liegt jedoch einzig und allein im
vollständigen Verstehen dieses Problems. Um euch zu helfen, will ich nun
versuchen, es in möglichst einfachen Formulierungen zu erklären.
72
Jede Zivilisation im Universum, ganz gleich wann und wo
sie entstanden ist, entwickelt sich primär durch das fortwährend größer
werdende Wissen und Verstehen als Resultat des erfolgreichen Strebens der
,Wissenschaften'. Das Wort „Wissenschaft" wird bei euch als ordentliche,
intelligent geleitete Suche nach Wahrheit' definiert. Nach dieser Definition
kann die ganze Wissenschaft zum Zwekke der Diskussion und zum besseren
Verständnis in drei Hauptzweige unterteilt werden
1. Die physikalische oder
materielle Wissensduft, die sich mit den Bedürfnissen des physikalischen
Körpers des Menschen und der Natur des physikalischen Universums, in dem er
lebt, befaßt. Dieser Zweig umfaßt Physik, Mathematik, Astronomie, Chemie etc.
und auch die Herstellung und den Vertrieb unzähliger materieller Produkte, die
für das Wohlbefinden, die Bequemlichkeit und das Vergnügen der Menschen
anscheinend nötig sind.
2. Die Sozialwissenschaften,
die sich mit dem bestehenden Verhältnis der Menschen zu ihren Mitmenschen und
den Möglichkeiten befassen, die dieses Verhältnis erfolgreicher, produktiver
und fortschrittlicher machen können. In diesen Zweig sind einzugliedern die
Gebiete Gesellschaft, Regierung, Psychologie, sowie die nicht-materiellen
Disziplinen der Wissenschaft.
3. Die Geisteswissenschaften,
die sich mit dem Verhältnis des Menschen zu der GROSSEN SCHUPFUNGSKRAFT und
unendlichen Intelligenz be fassen, die die gesamte Natur durchdringt und
kontrolliert. Es ist die Kraft und Intelligenz, die ihr Menschen GOTT nennt.
Alle Wissenschaften im Universum, alle Forschungen nach
Wahrheit werden in einen der genannten Zweige fallen.
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Wir können aber zwischen diesen keine scharfen
Trennungslinien ziehen, da sie sich oft überschneiden werden. Die Grundgesetze,
die alle drei Zweige regieren, sind jedoch immer miteinander identisch.
Wenn sich irgendeine Zivilisation im Universum voll und
erfolgreich entwickeln will, muß sie bestrebt sein, jeden dieser drei
wissenschaftlichen Zweige mit gleicher Sorg. falt weiterzuentwickeln.
An erster Stelle müssen jedoch die Geistes- und
Sozialwissenschaften stehen, denn es kann keine dauerhafte Entwicklung einer
materiellen Wissenschaft erfolgen, wenn nicht zuvor eine feste Grundlage für
die Geistes. und Sozialwissenschaften aufgebaut worden ist.
Den Beweis dafür kannst du dir selbst erbringen, wenn du
den Unterschied zwischen Mensch und Tier genauer betrachtest. Einige eurer
Leute behaupten, es gäbe eigentlich gar keinen Unterschied. Ihr Argument ist,
der Mensch sei nur ein Tier, das nur etwas mehr Intelligenz als die anderen
Tiere erlangt hat und somit befähigt wurde, eine materielle Wissenschaft zu
entwickeln.
Mit dem Heranwachsen eurer Menschheit in Weisheit und
Verständnis wird sie erkennen, daß es mehrere spezifische Unterschiede zwischen
Mensch und Tier gibt.
Bei Tieren gibt es keine geistige oder soziale
Wissenschaft. Folglich haben sie auch niemals eine materielle Wissenschaft
entwickelt und werden dieses auch niemals können, weil die dauerhafte Grundlage
fehlt, auf der eine materielle Wissenschaft aufgebaut werden kann.
Einige eurer Insekten, wie Ameisen und Bienen (ihr nennt
sie „Gesellschafts-Insekten") haben eine sehr grobe Form sozialer
Wissenschaft entwickelt, die es ihnen möglich macht, in großer Anzahl
zusammenzuleben und zum Wohle aller zu arbeiten. Sie haben eine Ordnung
geschaffen, die für alle gleich ist.
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Infolgedessen haben sie auch ein beschränktes materielles
Wissen entwickelt. Sie haben gelernt, einfache Bauten zu errichten und
Futtervorräte für Notzeiten anzusammeln. Der Mangel an geistigem Wissen war
jedoch eine Schranke, die jede Weiterentwicklung verhinderte. Deshalb sind sie
auch in Tausenden von Jahren nicht einen einzigen Schritt weitergekommen und
werden das auch nie können, da sie die Grenze dessen, was sie auf ihrer
nicht-geistigen Grundlage aufbauen können, erreicht haben.
Der Mensch hingegen ist, ganz gleich, wann und wo er ins
Dasein kommt, mit der angeborenen Erkenntnis ausgestattet, daß es eine
unendliche Intelligenz und eine höchste Macht gibt, die größer ist, als der
Mensch begreifen kann.
Während der vielen Stufen seiner Entwicklung mag sich
seine Einstellung zu dieser Macht ändern und zwischen Furcht, Groll, Verehrung
und Liebe schwanken. Er hat aber immer das instinktive Verlangen, mehr über die
geistige Seite seiner Natur und die schöpferische Sphäre dieser Macht zu
lernen.
Es gibt auch keine echten Atheisten unter den Menschen,
weder auf eurem, noch auf anderen Planeten. Jene, die da sagen: Ich
glaube nicht an Gott`, sind Menschen, die sich in einer geistigen Revolte gegen
ein bestimmtes Konzept über die Göttlichkeit befinden. Ihre Ablehnung dieses
Konzeptes mag wohl fundiert sein, aber im Über-schwang ihrer Gefühle, im
Aufbranden ihres Ego, werden sie verleitet zu sagen: Wenn dieses Konzept keine
Gültigkeit hat dann kann auch kein anderes gültig sein!` Im Grunde ihrer Herzen
wissen sie es jedoch besser.
Ganz gleich, wie lange und wie laut ein Mensch seine
Unabhängigkeit und seinen Glauben an den Vorrang seines eigenen Geistes und
Seins hinausruft, auch für ihn
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kommt schließlich die Stunde der Erkenntnis der Wahrheit.
Wenn so ein Mensch all seine Kräfte und Fähigkeiten durch
Krankheit, Unfall, Verlust von Geld und Freunden usw. erschöpft hat, so wird er
instinktiv damit beginnen die Hilfe der einen Höchsten Macht zu suchen, von der
alle klardenkenden Menschen wissen, daß sie keine Grenzen kennt.
Deshalb bleiben auch der Einfluß und die ewige Wahrheit
der Geisteswissenschaften so verläßlich wie seit der Därn. merung der
menschlichen Intelligenz, und daher müssen die Geisteswissenschaften auch immer
als Hauptzweig der Wissenschaft angesehen werden.
Während der Mensch nun mehr und mehr Verstehen erlangt und
sein geistiges Bewußtsein erweitert, wird er gewahr, daß er nur in
Zusammenarbeit mit den anderen Menschen und der geistigen Liebe dessen, was er
GOTT nennt, die Bedingungen seines täglichen Lebens nutzvoll verbessern kann.
Da die Menschen eurer Erde nun so oft zögern, diesen
geistigen Gesetzen zu gehorchen, mag es noch Tausende von Jahren dauern bis
dieses einfache Prinzip zu einer normalen, alltäglichen Einstellung wird, die
fortwährend im Bewußtsein jedes einzelnen in eurer Zivilisation zum Ausdruck
kommt.
Diese geistige Erkenntnis führte bei euren Vorfahren zu
den ersten stammesmäßigen Zusammenschlüssen und dem Beginn eurer
Sozialwissenschaft.
Aus der von den Geistes- und Sozialwissenschaften
gebildeten Grundlage taucht dann das Fundament für die Entwicklung der
materiellen Wissenschaft auf, und das ist der Punkt, wo Lösungen der in eurer
Zivilisation bestehenden Probleme beginnen leichter zu werden.
Nachdem dieses einmal erkannt ist, schreitet eure materielle
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Wissenschaft, die stets durch die ständig wachsenden
Bedürfnisse und Wünsche des menschlichen Körpers angeregt wird, gleich einem
logarithmischen Zeitfaktor voran. Es ist keine lineare Entwicklung, aber eine,
die sich ständig beschleunigt.
Du kannst das selbst nachprüfen indem du dir die
Erfindungen und materiellen Entwicklungen vor Augen hältst, die bei euch allein
in den letzten 30 Jahren verzeichnet wurden.
Vergleiche sie mit denen der letzten hundert Jahre und
dann mit jenen der letzten dreihundert Jahre, sowie schließlich mit eurem
Fortschritt innerhalb der letzten tausend Jahre. Daran wirst du sofort
erkennen, daß sich die materielle Wissenschaft mit einer stetig steigenden
Beschleunigung weiterentwickelt.
Im Gegensatz dazu entwickeln sich eure Geistes- und
Sozialwissenschaften normalerweise nur direkt oder linear mit der Zeit. Und
diese Fortschrittsrate wird sogar nicht immer beibehalten.
Eure heutige materielle Wissenschaft gleicht einem
riesigen massiven und überragenden Bau. Er wächst mit immer größer werdender
Geschwindigkeit und stützt sich nur auf das geistige und soziale Fundament, das
sich aber viel langsamer erweitert.
Besonders euer geistiges Fundament ist zu klein, um eure
materielle Wissenschaft richtig stützen zu können. Wir halten es deshalb für
wichtig, folgende Tatsachen hervorzuheben:
Sofern nicht bald Mittel und
Wege gefunden werden, um das Wachstum der Geistes- und Sozialwissenschaften auf
eurer Erde anzuregen und zu fördern, wird unvermeidbar eine Zeit kommen, in der
eure Bevorzugung materieller Wissenschaft vor der Geisteswissenschaft eure
Zivilisation zusammenbrechen läßt. Die
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Folge davon wird die
Vernichtung sowohl der geisti, gen als auch der sozialen Wissenschaften sein.
Ein solcher Zusammenbruch hat sich auf eurem Planeten
schon einmal ereignet und eure Zivilisation hat nun ein Stadium erreicht, in
dem eine Wiederholung wahrscheinlich ist.
Eure Rasse lebt jetzt ständig in der Gefahr totaler
Vernichtung durch eine Kraft, die sie selbst hervorgebracht hat. Wieso kann
aber eine Rasse durch etwas bedroht werden, das sie selbst geschaffen hat? Nun,
ganz einfach, weil sie in den Geistes- und Sozialwissenschaften nicht weit
genug fortgeschritten ist, um entscheiden zu können, für welche Zwecke ihre
Schöpfungen anzuwenden sind. Die meisten Denker in eurer Rasse sind sich der in
der Verwendung von Kernwaffen liegenden Gefahr wohl bewußt, es gibt aber noch
einen anderen Aspekt des Problems, der nicht allgemein erkannt wird. Sofern
keine Einigkeit zwischen euren Nationen erreicht werden kann, wird schließlich
allein die Existenz solcher Waffen den Verfall eurer Zivilisation mit sich
bringen - selbst wenn sie überhaupt nicht eingesetzt werden.
Die Wahrheit dieser Erklärung wird jeder verstehen, der
gewillt ist, ein bißchen zu denken. Zivilisationen werden von Menschen
aufgebaut und gefestigt, die für die Zukunft denken und arbeiten. Welcher
Mensch ist aber bereit, sein Leben und seine Arbeit dem Wohle zukünftiger
Generationen zu widmen, wenn seine eigene Zukunft nicht weiter als über die
nächsten vierundzwanzig Stunden hinaus gesichert ist?
Falls in den nächsten paar Jahrzehnten keine Verringerung
der Spannungen zuwege gebracht werden kann, werdet ihr Menschen vielleicht nach
der Devise leben: ,Laßt uns das Leben genießen, denn morgen sind wir vielleicht
schon tot.`
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In euren Zeitungen und Zeitschriften sind schon viele
Arrikel erschienen, die sich mit dem rapiden Ansteigen der, wie ihr es nennt,
,Jugendkriminalität` beschäftigen. Einige der Autoren sehen die Ursachen dafür
im Elternhaus, andere in den Schulen, in den Kirchen und in den Staatsformen.
Die Ursache liegt aber ganz woanders: Nämlich in der Tatsache, daß sich die
Masse der Jugend eurer Generation unsicher fühlt - und das wird dir jeder
Psychologe bestätigen.
Diese Unsicherheit eurer Jugend manifestiert sich
mannigfaltig, hauptsächlich aber in Protesten und Revolten verschiedenster Art
gegen bestehende Konzepte und Institutionen - kurz gesagt, gegen das
,Establishment', ein Begriff, der bei eurer Jugend eine große Rolle spielt.
Von einem eurer höchsten Regierungsbeamten ist öffentlich
erklärt worden, daß die politischen und militärischen Spannungen zwischen eurer
Regierung und der Regierung der Sowjetunion in dem jetzt bestehenden Ausmaß
während der nächsten vierzig Jahre anhalten könnten.
Das bedeutet also, daß zwei weitere Generationen bei euch
geboren werden und unter der ständigen Bedrohung sofortiger Auslöschung
aufwachsen. Keine der vom Universum hervorgebrachten Zivilisationen könnte
unter diesen Bedingungen bestehen."
Ich unterbrach Alan und sagte: „Ich glaube, ich verstehe
das Problem jetzt - wie sieht es aber mit seiner Lösung aus?
Es gibt viele Menschen, die die Gefahren unserer
gegenwärtigen Situation fühlen, aber ihre Ratschläge sind sehr unterschiedlich.
Einige meinen, man müßte die Entwicklung der materiellen Wissenschaften
aufhalten, andere schlagen vor, jede Arbeit an fortgeschrittenen Konzeptionen
jeglicher Art einzustellen und das Studium der Kernphysik zu verbieten. Manche
gehen sogar noch weiter und
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fordern, die materiellen Wissenschaften gänzlich zu
vernichten und zur Natur` zurückzukehren, also so wie die Tiere zu leben."
Darauf erwiderte Alan: „Wenn du ein großes Gebäude
errichtest und plötzlich merkst, daß aufgrund einer fal. schen Berechnung das
Fundament nicht stark genug ist, würdest du gleich damit beginnen, das Gebäude
wieder einzureißen? Sicher nicht. Du würdest vielmehr Mittel und Wege suchen,
um das Fundament zu verstärken.
Die Entwicklung eurer materiellen Wissenschaft kann nicht
nutzbringend aufgehalten werden. Sie schreitet entweder vorwärts oder sie geht
zurück. Wenn sie zurückgeht, wird sie zusammenbrechen, weil als erstes die
Hauptstützen in einem rückläufigen Programm geschwächt werden.
In eurer materiellen Wissenschaft ist eigentlich nichts
Fal. sches enthalten. Sie wird fortschreiten und sich in einer Weise ausdehnen,
die ihr selbst in euren Träumen nicht für möglich haltet - wenn ihr nur die
geistige Grundlage schaffen würdet, die fähig ist, sie zu stützen."
„Und wenn wir das nun nicht tun?" fragte ich.
„Ja, dann wird eure Zivilisation eben zerfallen",
entgegnete Alan langsam, „sie wird sich in einem Inferno selbst vernichten, das
nur wenige Oberlebende übrigläßt und die, die überleben, werden weder die
Fähigkeit noch den Wunsch haben, ihre Wissenschaften nochmals aufzubauen, und
in wenigen Generationen werden ihre Nachkommen wieder auf das Niveau der Tiere
zurückgefallen sein. Und dann beginnt der Entwicklungsprozeß wieder von vorn,
und in zehn- oder fünfzehntausend Jahren wird eine neue Zivilisation entstehen,
die den gleichen Problemen gegenübersteht und über dieselben Möglichkeiten zu
ihrer Lösung verfügt.
Und wenn auch sie versagt, wird sie ebenfalls zugrunde
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gehen denn das ist nun mal ein unwandelbares kosmisches Gesetz,
das aber der betroffenen Rasse die freie Wall läßt.
Eure Rasse und eure Kultur sind aber keinesfalls von
vornherein zur Ausrottung verurteilt. Sie können aufsteigen, bis sie diese
Gefahr ein für allemal hinter sich gelassen haben. -- Wie du siehst, habt ihr
die Wahl."
„Es gibt wohl kaum Zweifel, welche Wahl unsere Völker tref
feil würden", entgegnete ich, „wenn sie genügend Verständnis hätten und sich
der konstruktiven und destruktiven Alternativen bewußt wären, zwischen denen
sie zu wählen haben."
„Richtig", antwortete Alan, „deswegen sind wir hier
und deshalb bist auch du hier.
Wie ich schon sagte, waren unsere Vorfahren eine Gruppe
von Überlebenden des letzten totalen Zusammenbruches der Zivilisation auf eurem
Planeten. Das war vor mehr als dreißigtausend Jahren nach eurer jetzigen
Zeitrechnung, aber schon damals hatten sie eine materielle Wissenscdhaft
entwickelt, die, zumindest in mancher Hinsicht, weit fortschrittlicher war als
eure jetzige. Sie befolgten die Naturgesetze, anstatt eines dem anderen
gegenüberzustellen, wie es eure Wissenschaft tut. Ihre Geräte und Verfahren
waren deshalb auch viel einfacher. Sie konnten damit aber Dinge vollbringen,
die ihr bisher noch nicht vollbringen konntet. Auch sie hatten die absolute
Notwendigkeit einer gleichzeitigen Entwicklung der geistigen und sozialen Werte
verkannt.
So tat sich eine Kluft zwischen den beiden Hauptvölkern
jener Epoche auf. Die Reibungen zwischen den beiden Volkern wurden von Jahr zu
Jahr stärker und führten schließlich zum Ausbruch eines Vernichtungskrieges.
Beide Seiten setzten reine Energiewaffen ein, deren Vernichtungskraft
tausendmal größer war, als die der Wasser stoffbombe,
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die eure Menschheit heutzutage bedroht. Da gab es keine
Frage nach Sieg oder Niederlage, sie vernichteten sich gegenseitig. Es gab nur
wenige Überlebende und der Strahlungspegel auf der Erdoberfläche war weit über
das für Menschen erträgliche Maß angestiegen. Das be. deutete zwar nicht, daß
alle überlebenden zum sofortiger, Strahlungstod verurteilt waren, sondern eine
fortscihreitende Entartung der geistigen und biologischen Funktio. nen, die
zusammen mit den zahlreichen erblichen Veränderungen, die in den folgenden
Generationen hervorgebracht wurden, ihr Lebensniveau schließlich fast auf das
eines Tieres absinken ließ.
Auf einer Hochebene in dem Land, das ihr jetzt Tibet
nennt, landeten damals sechs unserer Luftfahrzeuge, und ihre Besatzungen
beratschlagten, was und ob überhaupt etwas getan werden konnte.
Es wurde vorgeschlagen, den Versuch zu machen, einen anderen
Planeten zu erreichen. Unsere damaligen Luftfahrzeuge waren zwar für Fahrten im
Weltraum geeignet und mit ihnen wurden oft Höhen von mehreren hundert
Kilometern erreicht. Der Versuch, den Raum zwischen den Planeten zu
durchqueren, war jedoch noch nicht unternommen worden, und die Besatzungen
waren durchaus nicht sicher, ob ein solcher Versuch gelingen würde. Der Planet,
der euch als „Mars" bekannt ist, stand in jener Zeit in Konjunktion mit
der Erde und seine Oberflä chenbeschaffenheit war, was Temperaturen,
Atmosphäre, Wasser etc. anbetrifft, damals viel besser für menschliches Leben
geeignet, als die Bedingungen, die nach den Berichten eurer Astronomen
gegenwärtig dort vorhanden sein sollen.
Man unterwarf dann diesen Vorschlag einer Abstimmung, und
die Besatzungen von vier Fahrzeugen waren dafür, das große Wagnis in der
Hoffnung einzugehen, dadurch
82
wenigstens einen Teil der Kultur der Rasse erhalten zu
können.
Die Besatzungen der beiden anderen Fahrzeuge entschieden
sich jedoch dafür, auf der Erde zu bleiben. Sie glaubten, daß sie auf dieser
Hochebene, die zudem einen verhältnismäßig niedrigen Strahlungspegel aufwies,
weiterleben zu können ohne eine völlige körperliche und geistige Degeneration
an sich oder bei ihren Nachkommen befürchten zu müssen.
Da ich merke, welche Frage du schon in Gedanken
formulierst, will ich sie dir gleich beantworten. Diese Rasse hatte bereits die
volle Gleichberechtigung beider Geschlechter erlangt, und beide Geschlechter
waren bei der Beratung auch fast zu gleichen Anteilen vertreten. Von den vier
Fahrzeugen, die den großen Sprung wagten, erreichten drei sicher ihr Ziel. Über
das Schicksal des vierten fehlt in unserer Geschichtsschreibung jedoch jede
Aufzeichnung.
Durch viele Generationen hindurch forderte der harte Kampf
ums Dasein die ganze Zeit und Energie dieser Menschen. Es waren die düsteren
Zeiten der neuen Rasse, über die wir nur sehr wenig Aufzeichnungen besitzen.
Die Besatzungen der drei Fahrzeuge hatten aber gleich nach ihrer Ankunft auf
dem neuen Planeten einen sorgfältig geschriebenen Bericht über die Geschichte
der Rassen der Erde verfaßt, in dem die Gründe für ihren Verfall hervorgehoben
sind. Dieser Bericht ist durch alle Jahrhunderte hindurch sorgsam gehütet
worden und als Die große Lektion` bekannt. Sie ist das erste, was unsere Jugend
gelehrt wird, sobald sie beginnt, sich auf das aktive leben vorzubereiten.
Nachdem dann der Kampf ums nackte Leben allmählich
gewonnen worden war, entwickelte sich die materielle Wissenschaft wieder in
ihren normalen Bahnen. Da nun
83
die Lehren aus unserer Vergangenheit uns ständig vor Augen
stehen, haben wir erkannt, wie wichtig es ist, die materiellen Werte stets im
richtigen Verhältnis zu den viel wichtigeren sozialen und geistigen Werten zu
halten, Wir haben auch erkannt, daß alle drei Wissenschaften auf den gleichen
grundlegenden Naturgesetzen beruhen und haben große Fortschritte im Verständnis
dieser Gesetze gemacht.
Nun sind wir im wesentlichen von den Planeten unabhän.
gig. Einige unserer Fahrzeuge sind, für eure Verhältnisse, riesengroß, nämlich
um ein Mehrfaches größer als eure größten Schiffe. Wir verfügen auch über das
Wissen und die Voraussetzungen, um in diesen Schiffen alles für unsere
Lebenshaltung und die Bequemlichkeit Nötige herzustellen. Und seit wir das Energieproblem
gelöst haben, besteht für uns auch keine persönliche Notwendigkeit mehr, auf
einem Planeten zu landen. Wir tun es jedoch gelegentlich, um uns Rohstoffe für
neue Konstruktionen zu beschaffen.
Die Befriedigung unserer körperlichen Bedürfnisse erfordert
jetzt nur wenig Zeit und Mühe. Folglich können wir viel von unserem Denken und
unserer Energie der Hilfeleistung für jene Rassen widmen, die den kritischen
Punkt in ihrer Entwicklung noch nicht überwunden haben."
„Kannst du mir bestimmte Anweisungen geben?" fragte
ich, „einige endgültige Informationen, die ich an jene weitergeben soll, die
ich dazu bewegen kann, mir zuzuhören."
„Das zu tun ist eigentlich nicht nötig", sagte Alan.
„Eure eigenen Philosophen der Vergangenheit und der Gegen' wart haben euren
Völkern reichlich Anweisungen und viel Weisheit vermittelt, um sie zu
befähigen, die richtige Richtung einzuschlagen. Sie müssen nur die absolute
Notwendigkeit der Befolgung einsehen.
84
Wenn ein Mensch mit verbundenen Augen auf eine Klippe zu
eilt, bedarf es großer Anstrengungen, um die Gefahr von ihm abzuwenden. Ist die
Binde jedoch abgenommen, so ist keine weitere Mühe nötig, da der Mensch ..,se
genug ist, von selbst umzukehren.
In euren Religions- und Philosophiebüchern sind viele
Angaben enthalten, die erkennen lassen, daß sich die großen Denker eurer Völker
durch alle Zeitalter hindurch der Gefahren einer Konzentration der materiellen
Wissenschaften bewußt waren.
Im ersten Buch eurer Bibel steht die Geschichte vom Turm
zu Babel, von einer Menschenrasse, die die Geisteswissenschaften ganz aus den
Augen verloren hatte und versuchte, Gott durch das Werk ihrer Hände zu
erreichen. Dieser Versuch endete natürlich, wie immer in solchen Fällen, mit
Enttäuschung und Chaos.
Die Entwicklung der sozialen und geistigen Wissenschaften
tritt fast von selbst ein, wenn diese lebenswichtige Notwendigkeit dieser
Entwicklung von allen erkannt wird.
Auf die einfachste Form gebracht, befaßt sich die
Sozialwissenschaft mit den Beziehungen des Menschen zu seinen Mitmenschen,
während sich die Geisteswissenschaft mit dem Studium der Beziehungen zu der
Intelligenz befaßt, die ihr GOTT nennt. Die unerläßliche Voraussetzung für den
Fortschritt dieser beiden Wissenschaften ist jedoch der aufrichtige Wunsch nach
besserem Verstehen.
Einer der Irrtümer, die beim Übersetzen der Bibel
begangenwurden, ist die Wahl der Worte ,Liebe' und ,Nächstenliebe', anstatt der
Worte ,Verstehen` und Verständnis' , denn das bedeuten sie im Originaltext der
Bibel.
In eurer Bibel heißt es, daß das größte aller Gebote
folgendes ist: ,Du sollst GOTT, deinen HERRN, lieben von ganzer Seele und aus
allen Kräften!`
85
Die Übersetzung müßte richtiger so lauten: Du sollst dich bemühen,
zu verstehen!`
Es ist nicht nötig, den Menschen zu befehlen, Gott zu ben,
denn wenn der Mensch GOTT versteht, so wird er ihn fortwährend lieben.
Ferner heißt es in der Bibel: Obgleich ich mit Menschen.
und mit Engelszungen rede und hätte die Liebe (Ver. stehen) nicht, so wäre ich
ein tönendes Erz oder ein klin. gendes Becken`. (1. Korinther 13:1)
Es ist doch klar, daß, ungeachtet der gewandten Rede eines
Menschen, seine Worte keinen Sinn haben können, wenn er das gar nicht versteht,
worüber er redet.
In euren Philosophiebüchern wird gesagt, der Mensch soll
seinen Nächsten lieben und seinen Feinden vergeben. In unseren Büchern heißt es
aber, daß, wenn ein Mensch seinen Nächsten - und dieser ihn - versteht, beide
niemals Feinde werden.
Verständnis für seinen Mitmenschen aufzubringen, erfordert
aber die Fähigkeit, sich in seine Lage zu versetzen und die Dinge so zu sehen,
wie er sie sieht. Zwischen ,Wissen` und Verstehen` besteht nämlich ein großer
Unterschied. Wissen entsteht im Kopf, Verstehen kommt aber aus dem Herzen.
Die lebenswichtige Notwendigkeit für alle Völker und
Nationen eurer Welt heißt ganz einfach: VERSTEHEN. Verträge und Abkommen, die
zwischen Regierungen geschlossen werden, haben wenig Wert, wenn es an
Verständnis zwischen den Menschen mangelt.
Ihr habt z. B. ein gut und schnell arbeitendes
Kommun" kations-System zur weltweiten Verbreitung von Nachrichten und
Informationen mittels Hörfunk, Bildfunk, Telefon und Fernschreiber entwickelt.
Dieses System sollte in viel größerem Umfang zur Vertiefung des Verstehens
zwischen den Völkern verwendet werden.
86
Ihr habt zwar einige Rundfunkstationen, die auf manche
Weise bei der Verbreitung der Wahrheit geholfen haben. Es sind aber zu wenige
und die Programme, die sie ausstrahlen, sind zum größten Teil mit Propaganda
durchsetzt. Propaganda ist aber nur eine Form des ,Verkaufs` einer Idee oder
einer Doktrin für andere Menschen oder Nationen, die euch glauben machen soll,
sie müsse befolgt werden.
Alle Menschen der Welt müssen erkennen, daß die
Bedürfnisse und Wünsche, die Hoffnungen und Ängste der Menschen aller Völker
wirklich gleichartig sind. Wenn diese Tatsache von jedermann erkannt und
verstanden worden ist, dann habt ihr eine gesunde Grundlage zur Schaffung einer
Vereinten Welt`, von der eure Politiker so zungenfertig und eure geistigen
Führer so sehnsüchtig reden.
Die Menschen eurer Nation geben jährlich Milliarden
Dollars für ,Auslandshilfe` aus. Sie behandeln damit aber nur die Symptome, die
Krankheit selbst kann durch eine solche Behandlung jedoch nicht geheilt werden.
Weiterhin gebt ihr jährlich Milliarden für euren Schutz in
einem Weltkonflikt aus, der, wenn er eintritt, nur beweisen wird, daß die
Krankheit tödlich geworden ist.
Wenn nur zehn Prozent dieser Summen und der Anstrengungen
dazu verwendet würden, um den Menschen zu helfen, sich untereinander zu
verstehen, dann würde die Krankheit an der Wurzel gepackt und in wenigen Jahren
kuriert sein.
Sobald die Industrien in euren Ländern von der
Notwendigkeit befreit sind, ihre Zeit und Energie für die Herstellung von
Kriegsmaterial aufzuwenden, können sie den Lebensstandard aller Menschen auf
der Erde so weit anheben, daß sie von allen Nöten befreit sind.
Mit der Befreiung von der Not schwindet auch die Angst,
87
und eure Zivilisation wird sicher über den kritischen
Punkt in ihrer Entwicklung hinwegkommen.
Eure größte Ara, euer Goldenes Zeitalter` liegt genau vor
euch, ihr braucht nur durch das richtige Tor zu gehen. Wenn ihr euer Verstehen
vergrößert, werdet ihr die Zeit zum Erreichen des Goldenen Zeitalters sehr
verkürzen.
Ich habe dir soviel Informationen und Anweisungen gegeben,
wie du diesmal aufzunehmen fähig bist. Wie ich schon sagte, haben wir nicht die
Absicht, unser Wissen und unsere Kultur eurer Menschheit aufzudrängen und
können auch nicht persönlich vor euren Völkern in Erscheinung treten, solange
nicht wesentliche Beweise dafür vorhanden sind, daß die Mehrheit eurer
Menschheit unsere Motive versteht und uns kennenzulernen wünscht. Zum Abschied
möchte ich dir noch ein Zitat aus eurer eigenen Philosophie sagen:
,Prüfet alles und klammert euch an das Gute.` Auf
Wiedersehen, Dan. Tue dein Bestes. Hilf den Menschen, die Wahrheit über sich
selbst, über ihre Existenz und über ihre Zukunft zu verstehen.
Wenn du genug Fortschritte gemacht hast, werden wir wieder
mit dir in Verbindung treten."
88
Kapitel VI
Viele von denen, die den ersten Bericht über das „Erlebnis
von White Sands" gelesen haben, fragten mich, ob die Art der
Verständigung, die Alan anwendete, als „Telepathie" bezeichnet werden
kann.
Die Frage ist wegen der unbestimmten Natur dieses
Ausdruckes schwierig zu beantworten.
Im Wörterbuch „Webster's Dictionary" ist das Wort
„Telepathie" wie folgt definiert: „Kommunikation zwischen Personen auf
eine Art, die anders als alltäglich und normal ist". Da die alltäglichen
und normalen Arten aber nicht aufgeführt sind, läßt diese Definition viel zu
erklären übrig.
Ihre Vagheit hat bei vielen Gelehrten und in der breiten
Öffentlichkeit den Eindruck erweckt, daß sich das Phänomen der Telepathie mit
gewöhnlichen physikalischen Ausdrücken nicht befriedigend erklären läßt.
Infolgedessen wird die Telepathie gewöhnlich in einen
Bereich der Metaphysik verwiesen, der außerhalb jeder Definition und des
Verständnisses des Durchschnittsmensdhen liegt, der so weit von der Realität
entfernt ist, daß sogar oftmals an der Wahrhaftigkeit jeglicher Texte
gezweifelt wird, in denen dieses Wort nur erwähnt wird.
Trotzdem wird das Wort Telepathie aber immer häufiger
verwendet und eine ständig wachsende Zahl von Personen,
89
Wissenschaftlern und Laien beginnen zuzustimmen, daß
dieser Ausdruck- grundlegende Gültigkeit hat.
Eines der besten Bücher, die ich jemals über dieses Gebiet
gelesen habe, heißt „ESP and Your Super-Conscious"*) von Dr. phil. Gilbert
N. Holloway, einem der bekannte. sten Exponenten auf dem Gebiet der außersinnlichen
Wahrnehmungen. Dieses faszinierende Buch erklärt „Telepathie" auf
ungewöhnlich klare Weise und gibt auch eine Erklärung für das Phänomen der
„Außersinnlichen Wahrnehmung" und wie sie zustande kommt.
Dr. Holloway begründet auch, warum unsere Regierung,
unsere Schulen und unsere Universitäten ein tiefer gehendes Studium der ASW**)
durchführen sollten und erläutert, wie die ASW angewendet werden kann, um mit
unseren Astronauten im Weltraum in Verbindung zu treten. Er gibt ferner eine
Erklärung, warum die Menschen in den interplanetarischen Raumschiffen die ASW
auf einen sehr hohen Wirkungsgrad entwickelt haben. Dr. Holloways Buch trägt
tatsächlich viel dazu bei, die im vorliegenden Buch enthaltenen Informationen
zu untermauern und klarer verständlich zu machen.
Die Ergebnisse von Zehntausenden bestimmter Versuche, die
unter streng kontrollierten Bedingungen durchgeführt wurden, lassen nur wenig
Raum für Zweifel, daß die Übertragung von Gedanken und bestimmten Daten von
einer Person auf eine oder mehrere Personen in einem gewissen Ausmaß und unter
gewissen Bedingungen tatsächlich geschieht.
Obgleich man Tausende von Stunden der Aufgabe widmete, die
Tatsache zu demonstrieren, daß Gedankenübertragung stattfinden kann und auch
stattfindet, so hat man
———
*) „Außersinnliche Wahrnehmung und dein
Überwußtsein."
**) ASW = deutsche Abkürzung für „Außersinnliche
Wahrnehmung'
90
sich jedoch nur wenig Mühe hinsichtlich der Entdeckung der
Art und Weise, in der die Übertragung und der Empfang erfolgt, gegeben.
Es ist jetzt bekannt, daß alle Muskel- und
Wahrnehmungsfunktionen des Körpers elektrischer Natur sind und daß das gesamte
Nervensystem eine Anhäufung äußerst komplizierter Stromkreise darstellt.
Gründliche Studien haben gezeigt, daß fast jede Funktion,
die von einem elektrischen oder elektronischen System ausgeführt werden kann,
auch irgendwo im menschlichen Körper vor sich geht.
Die im Gehirn erzeugten modulierten galvanischen Ströme
wurden einige Jahre lang mittels Elektronencephalographen untersucht. Es ist
aber nicht so sehr bekannt, daß diese modulierten Ströme, für welche die Nerven
als Leiter dienen, auch elektromagnetische Wellen erzeugen (wie es alle
modulierten Ströme tun, die durch einen Leiter fließen). Die Wellen können bei
Verwendung genügend empfindlicher Geräte entdeckt, verstärkt und auf einem
Kathodenstrahl-Oszilloskop sichtbar gemacht werden.
Seit es erwiesen ist, daß der menschliche Körper eine
„Ausrüstung« enthält, die Funkwellen erzeugt, moduliert und emittiert, ist es
vernünftig anzunehmen, daß er auch eine Ausrüstung zum Empfang und zur
Umwandlung dieser Wellen enthält.
In der Kommunikation, die zwischen Alan und dem Autor
dieses Buches stattfand, waren die Worte Alans scharf und klar, so, als ob er
nur wenige Meter und nicht viele Kilometer, wie es tatsächlich der Fall gewesen
ist, entfernt war. (Dr. Holloway weist in seinem Buch auch darauf hin, wie
leicht das von jenen getan werden kann, die wissen, wie es vor sich geht.)
Anläßlich des zweiten Kontaktes bemühte sich Alan mit
teilweisem Erfolg, mir die Mechanik dieses Kommunikations-Systems
91
in mir verständlichen Ausdrücken zu erklären. Er sagte,
daß das Gehirn Schallwellen, die ins Ohr gelangen, nicht empfangen kann, ehe
sie der Mechanismus im Ohr in winzige elektrische Ströme umgewandelt hat, denn
das sind die einzigen Impulse, die das Gehirn empfängt. Der menschliche Körper
kann Funkwellen absorbieren und tut es tatsächlich auch. Infolge seiner leicht
unterschiedlichen Masse und Dimensionen wird jedoch jeder Körper mit solchen
Wellen bei einer gewissen, präzisen Frequenz, die typisch für diesen Körper
ist, in Resonanz treten.
Das von Alan zum Zweck der Kommunikation mit dem Autor
verwendete System bestand aus einer gerichteten Trägerwelle, die auf die genaue
Frequenz der Person abgestimmt ist, die das Signal erhalten soll. Die Stimme
wird in ziemlich gleicher Weise auf die Trägerwelle aufmoduliert wie bei euren
Rundfunksendern das Audio-Signal auf die Funkfrequenz-Trägerwelle aufmoduliert
wird. Sobald sich der empfangende Körper in Resonanz mit der Trägerwelle
befindet, wird ein kleiner, aber ausreichender Teil des Audio-Signals erzeugt
und zwar nicht nur auf dem Gehörnerv, sondern auch auf mehreren anderen Nerven,
die sich in den verschiedenen Körperteilen befinden, aber alle im oder nahe des
Gehörzentrums enden. Dieser Vorgang kann als „elektrische Modulation des
Gehörsystems" bezeichnet werden, die im Endeffekt bewirkt, daß die
empfangende Person die gesprochenen Worte so „hört", als ob die
Original-Schallwellen seine Ohren erreicht hätten.
Da sich ihr Körper in Resonanz mit der Trägerwelle
befindet, wird ein Teil dieser Welle vom Körper zurückgestrahlt und diese
Rück-Welle wird in gewissem Ausmaß durch die im Gehirn der empfangenden Person
erzeugten
92
Nervenströme moduliert, sobald sie eine Antwort auf das original-Signal
formuliert.
Auf diese Weise ist eine gegenseitige Kommunikation
möglich, selbst dann, wenn die Trägerwelle nur an einem Ende des Systems
erzeugt wird.
Als grobes Beispiel für dieses System kann das RADARGerät
dienen. Auch bei ihm wird durch einen Richtstrahlsender eine Welle in Impulsen
ausgesendet. Jedes Objekt, das sich in ihrem Weg befindet, wirft einen Teil
dieser Wellen auf den Sender zurück. Diese „Echos" werden vom Empfänger
des Gerätes aufgefangen, verstärkt und auf einem Kathoden-Bildschirm sichtbar
gemacht, wodurch man dann die Größe, Form und Art des Objektes bestimmen kann.
Obgleich das von Alan verwendete System beträchtlich
präziser und natürlich auch komplizierter ist, so ist es doch ein System, das
durch etwas tiefer gehende Studien und Forschungen leicht verständlich ist und
sehr wahrscheinlich von unserer eigenen Technologie auch reproduziert werden
kann.
Es bestehen jedoch beträchtliche Zweifel, ob ein solches
System wünschenswert sein würde und es ist auch unwahrscheinlich, daß es bei
unserem begrenzten, gegenwärtigen Entwicklungsstadium zu unserem Wohlergehen
beitragen würde.
Wenn wir mehr wissen, werden wir auch mehr verstehen, und
unsere Weisheit und unser gesunder Menschenverstand werden wachsen.
93
Kapitel VII
Während meiner Reisen durch die Vereinigten Staaten und
Europa habe ich mir bei meinen Vorträgen über Unbekannte Fliegende Objekte zur
Gewohnheit gemacht, meine Zuhörerschaft zu fragen, ob sie irgendwelche Fragen
stellen möchte.
In der Regel fallen alle mir gestellten Fragen in eine
allgemeine Kategorie, und ich werde jetzt versuchen, die am häufigsten
gestellten kurz zu beantworten.
Fast alles, was ich über UFOs gelesen habe, wurde durch
Angehörige einer oder zweier ziemlich unterschiedlicher Gruppen verfaßt.
Die eine Gruppe besteht aus den enthusiastischen
Gläubigen, die in ihrem Enthusiasmus geneigt sind, praktisch alle berichteten
Angaben für bare Münze zu akzeptieren. Die entgegengesetzte Gruppe setzt sich
hauptsächlich aus Skeptikern zusammen, die in etwas gebieterisch-überlegener
Weise nur an ihrer Nase hinunter schauen.
Jeder Autor eines Artikels oder Buches schreibt nur von
seinem eigenen Blickpunkt aus und meistens nur zum Zweck der Rechtfertigung
seiner Position und seiner Meinung. Eine beträchtliche Menge Voreingenommenheit
wird in einem solchen Werk erwartet und ist auch immer vorhanden.
Wenn es möglich ist, eine völlig unvoreingenommene und
emotionslose Betrachtung des Themas zu erreichen, dann
94
mag die Anwendung einer leidenschaftslosen Logik bei den
vielen auftauchenden Fragen in Informationen resultieren, die von
beträchtlichem Wert sind und dadurch das Ausmaß der Verwirrung verringern, die
durch die dauernde und oftmals scharfe Debatte zwischen den Exponenten beider
Extreme gestiftet wird.
Die Positionen der sich entgegenstehenden Gruppen sind im
wesentlichen folgende:
Die erste Gruppe glaubt und versucht zu demonstrieren, daß
es reichlich Beweise gibt, die eine öffentliche Akzeptierung des Postulates
rechtfertigen, wonach unsere Erde von Zeit zu Zeit von intelligenten Wesen
beobachtet und/ oder besucht wird, die nicht auf unserem Planeten heimisch
sind.
Wenn diese Annahme stimmt, dann würde offensichtlich der
wissenschaftliche Fortschritt einer solchen Rasse ein Niveau erreicht haben,
das weit über dem unsrigen liegt. Ihre Kultur könnte aufgrund dessen wertvolle
Beiträge zur Entwicklung der unsrigen leisten und wir dürften keine Mühe
scheuen, um zumindest zugunsten unseres eigenen Wohlergehens und unserer
Weiterentwicklung - wenn nicht gar aus anderen Gründen - einen ständigen
Kontakt mit ihnen herzustellen.
Die Anhänger der zweiten Gruppe bestehen meistens darauf,
daß dieses alles dummes Zeug sei. Sie erklären, es gebe keine verläßlichen
Anzeichen, die beweisen, daß intelligente Wesen von anderen Planeten die Erde
jemals besucht haben und - selbst wenn es solche Wesen tatsächlich gäbe - diese
doch wohl zuweht entfernt im Weltraum leben, um überhaupt ein Interesse an
einer Beobachtung oder an Besuchen unserer Erde haben zu können.
Diese Gruppe versucht ferner zu beweisen, daß alle
Berichte über UFO-Sichtungen - durch richtiges Manipu
95
lieren, Redigieren und kluges Entfernen wichtiger Angaben
der Sichtungsberichte - hinreichend als irdische Phänomene erklärt werden
könnten.
Man kann aber sagen, daß bei allen Kontroversen, in denen
entgegengesetzte Ansichten aufeinanderprallen, die Wahrheit gewöhnlich etwa in
der Mitte zwischen den beiden Extremen gefunden werden kann.
Es ist aber nicht der Zweck dieses Kapitels, für beide
Seiten der Kontroverse zu argumentieren, sondern so fair als möglich einige der
vielen auftretenden Fragen zu untersuchen.
Immer wenn ein unbekanntes fliegendes Objekt (UFO) am
Himmel beobachtet wird und die Natur dieses Objektes sowie seine
Verhaltensweise nicht ohne Zweifel als in Übereinstimmung mit der Natur und dem
Verhalten jedes bekannten irdischen Objektes erkannt werden kann, wird von
einigen Beobachtern die Vermutung geäußert, es könnte ein Raumschiff sein, das
Besucher von irgendeinem anderen Planeten bringt.
Eine solche Vermutung wird aber von gewissen Personen
nicht akzeptiert, die in einer egozentrischen Weise glauben, der Mensch sei das
Höchste und nichts könne dem Menschen gleichen oder ihn sogar übertreffen. Sie
versuchen deshalb, eine solche Möglichkeit abzuleugnen und zu widerlegen.
Die meisten von uns wuchsen doch in dem selbstzufriedenen
Glauben auf, der Mensch sei das überlegene Produkt des Universums und auch der
hauptsächliche Grund für dessen Erschaffung. Deshalb würde die Existenz einer
uns überlegenen Rasse diesen Glauben als irrig beweisen und uns wenigstens eine
Stufe unter sie stellen. Das aber ist etwas, was das Ego vieler Menschen ihrer
Vernunft niemals zu akzeptieren erlauben wird - ganz gleich, wie zwingend die
Beweise auch sein mögen.
96
Es gibt natürlich auch viele Menschen, die die Möglichkeit
der Existenz anderer, überlegener Rassen akzeptieren, aber sie trösten sich
selbst mit der Überzeugung, solche Rassen müssen zwangsläufig so weit weg von
uns leben, daß ein Zusammentreffen mit ihnen niemals wahrscheinlich werden
kann.
Zu dieser Kategorie gehört ein beträchtlicher Prozentsatz
unserer modernen Wissenschaftler. Die Mehrheit unserer heutigen Astronomen
erkennt die überwältigende, statistische Wahrscheinlichkeit außerirdischen,
intelligenten Lebens an. Sie können diese Wahrscheinlichkeit auch mit völligem
Gleichmut anerkennen, solange sich dieses Leben in seinem eigenen Hinterhof und
wenigstens ein paar Lichtjahre von uns entfernt abspielt.
Wenn es dann aber plötzlich Anzeichen gibt, die
anscheinend erkennen lassen, daß einige dieser Intelligenzen von anderen
Planeten uns aus unserer eigenen Stratosphäre beobachten - dann verändert sich
die Situation schlagartig, denn diese Anzeichen müssen ja sofort um jeden Preis
und ohne Rücksicht auf Vernunft und Logik „wegerklärt" werden.
Es liegt also viel Wahrheit in dem alten Sprichwort: „Das
menschliche Ego ist das größte Hindernis zum menschlichen Verstehen."
Seitdem unsere Astronauten (und Kosmonauten. Sowjetische
Bezeichnung. Übers.) damit begannen, den Rand des Weltraumes zu durchdringen,
trat im Denken vieler Menschen allmählich eine Änderung ein, denn es wurde S,
offenbar, daß unsere kommenden Generationen immer weiter in sich ständig
vergrößernde Forschungsregionen des Weltraumes vordringen werden.
Wenn der irdische Mensch nun fähig ist, das zu tun, dann muß
man aber auch die Möglichkeit in Betracht ziehen,
97
daß andere Rassen auf anderen Planeten diese Fähigkeit
schon lange besitzen.
Folglich ist eine ständig wachsende Gruppe von Menschen
befähigt, die statistische Wahrscheinlichkeit zu akzeptieren, daß der irdische
Mensch im Universum nicht einzigartig ist und daß wir durchaus nicht das
überragende Muster überlegenen, intelligenten Lebens sein müssen.
Wenn nun Berichte über Objekte am Himmel bekannt werden,
die mit irdischen Ausdrücken schwer zu erklären sind, fangen diese Leute an,
eigene Fragen und Fragen anderer, an gleichen Themen interessierter Personen zu
stellen. Sie ignorieren diese Berichte weder als lächerlich noch kämpfen sie
darum, absichtlich irdische Erklärungen für diese Berichte zu finden.
Die in einer fast unveränderlichen Weise gestellten Fragen
folgen einem meist gleichen Muster und werden gewöhnlich auch von allen in
gleicher Weise gestellt. Die meisten der gestellten Fragen können aber nicht
einfach und direkt beantwortet werden, weil die Fragen selbst eine übermäßige
Vereinfachung des Problems darstellen, das durch diese aufgeworfen wird.
Die erste Frage lautet z. B. gewöhnlich so: „Wenn
tatsächlich einige dieser unbekannten Objekte „Maschinen" sind, die von
intelligenten, außerirdischen Wesen geschaffen wurden - woher kommen sie dann
eigentlich?"
Die Art, in der diese Frage formuliert ist, läßt
offensichtlich erkennen, daß der Fragesteller nur an einen einzigen möglichen
Herkunftsort denkt, während die allgemeine wissenschaftliche Meinung jedoch
heutzutage annimmt daß es wenigstens ein paar Tausende, wenn nicht gar
Zehntausende von Planeten allein in unserer Milchstraße gibt, die intelligentes
Leben tragen und von denen viele ein Niveau wissenschaftlicher Entwicklung
erreicht haben,
98
das weit über unser gegenwärtiges Vorstellungsvermögen
hinausgeht.
Es gibt viele Beweise für die fast weltweite Anerkennung
dieses Postulates durch Wissenschaftler. Ein in dieser Hinsicht sehr klarer
Artikel wurde am 13. September 1964 von der „Associated Press" gebracht.
Er stammt aus Pasadena/Kalifornien und begann wie folgt:
„Kreaturen, so intelligent wie wir Menschen, mögen viele
tausend Planeten in unserer Milchstraße bewohnen." Diese Erklärung gab ein
hochangesehener Wissenschaftler ab.
„Lebensgünstige Bedingungen können in viel größerem Ausmaß
vorhanden sein, als allgemein für möglich angenommen wird", erklärte der
Geochemiker Harrison Brown vom Technologischen Institut Kalifornien nach
Abschluß einer von der NASA finanzierten Studie.
„Wir schätzen", führte Brown weiter aus, „daß es
allein in unserer Milchstraße Hunderte Millionen Planeten gibt, von denen
wahrscheinlich sehr viele vom Licht der lebenfördernden Sonne durchdrungen
sind. Man kann daraus schließen, daß der Mensch nicht allein ist in dieser
Milchstraße. Die Suche nach solchen intelligenten Lebensformen mag sich daher
wirklich als nützlich und erregend erweisen."
Man sollte bedenken, daß der vorgenannte Artikel nicht nur
einfach die Meinung eines einzelnen Wissenschaftlers zum Ausdruck bringt. Er
ist vielmehr das Ergebnis einer ziemlich ausgedehnten Studie und eine
Begutachtung der Meinungen der Wissenschaftler dieser Welt.
Wir ersehen jedoch daraus, daß unsere zögernde und
widerwillige Akzeptierung einer einzig möglichen Quelle außerirdischen Lebens
ausgeweitet werden muß, um eine Galaxis einzuschließen, die in jeder Richtung
von Leben und Intelligenzen wimmeln mag.
99
Es liegt nun eigentlich klar auf der Hand, daß die Frage
„Woher kommen sie eigentlich?" nur beantwortet werden kann, wenn
spezifische Informationen von den Besuchern selbst erhältlich sind.
Die zweite Frage ist eine vielfache und sie beschäftigt
sich mit der Logistik') der Weltraumfahrt. „Wie können sie die fast
unglaublichen Entfernungen zwischen den Sternen überwinden, wenn eine solche
Reise, selbst bei Lichtgeschwindigkeit, eine Anzahl von Jahren dauert? Was
würden sie essen? Wie würden sie während der langen Zeit im Weltraum atmen? Wie
können sie die ihren Schiffen nachgesagte, ungeheure Beschleunigung überstehen?
Diese und Dutzende Fragen gleicher Art beziehen sich alle
auf die Tatsache, daß Weltraumreisende - wenn es sie gibt - viele Fähigkeiten
erlangt haben müssen, die wir gegenwärtig nicht verstehen und auch noch nicht
nachahmen können.
Die Antwort auf diese Fragen ist ganz einfach die, daß der
Besitz außerordentlicher Fähigkeiten für jede Rasse normal und voraussehbar
ist, die über unser Entwicklungsstadium hinaus fortgeschritten ist, genau wie
sich unsere wissenschaftlichen Fähigkeiten von Jahr zu Jahr erweitern.
Es wird auch allgemein als astronomische Tatsache
anerkannt, daß sogar unsere Sonne ein verhältnismäßig junger Stern in unserer
Galaxis ist und daß ihre Planeten, einschließlich der kleinen Erde, unter den
Himmelskörpern ebenfalls noch ziemlich jung sind.
Deshalb würde es wie eine statistische Gewißheit
erscheinen, daß viele, wenn nicht gar die meisten der bewohnten Planeten in
dieser Galaxis Rassen tragen, die viel längere Entwicklungsperioden
durchgemacht haben
———
*) Transport- und Nachschubwesen. D. Übers.
100
als wir, so daß man bei ihnen viele Kräfte und Fähigkeiten
erwarten kann, die wir noch nicht entwickelt haben und die wir uns noch gar
nicht vorstellen können.
Die dritte Fragegruppe beschäftigt sich mit den Aktionen,
die von kürzlich eingetroffenen Besuchern aus dem Weltraum erwartet werden
sollten. Diese Fragen beginnen meistens so: „Wenn irgendwelche dieser
beobachteten Objekte tatsächlich Raumschiffe sind, die von Außerirdischen
gebaut und gelenkt werden, warum machen sie dann ihre Anwesenheit nicht auf
irgendeine unmißverständliche Weise bekannt? Warum landen sie, zum Beispiel,
nicht auf dem Rasen vor dem Weißen Haus, steigen aus ihrem Raumschiff und
sagen: „Hier sind wir, ihr glücklichen Erdenbürger, wir sind gekommen, um euren
rückständigen Planeten zu übernehmen und Ordnung in dem furchtbaren
Durcheinander zu schaffen, das ihr überall angerichtet habt."
Andere wiederum fragen: „Warum landen sie nicht beim
Pentagon, um zu versuchen, Handelsabkommen abzuschließen, damit zwischen beiden
Rassen Handelsbeziehungen aufgenommen werden können?"
Wieder andere mögen aber zu bedenken geben, daß diese
Besucher höchstwahrscheinlich wissenschaftliche Kenntnisse und Fähigkeiten
erlangt haben, die weit über die unsrigen hinausgehen und daß sie sicherlich
auch überlegene Waffen besitzen, denen zu widerstehen wir kaum hoffen können.
Deshalb würde für diese Besucher gar kein Grund bestehen, mit uns Handel zu treiben,
denn sie könnten sich ja leicht holen, was immer sie benötigen oder haben
wollen.
Anstatt den Versuch zu machen, diese Fragen alle einzeln
zu beantworten, will ich anhand eines Beispiels die Situation schildern, in der
sich diese Besucher selbst sehen würden.
101
Dieses Beispiel ist leicht zu verstehen und sollte jeden
Leser in die Lage versetzen, alle obigen Fragen ohne weitere Erklärungen zu
beantworten und ganz besonders dann, wenn wir voraussetzen können, daß solche
Besucher aus dem Weltraum ihr technisches Wissen weitaus höher entwickelt
haben, als wir es bisher konnten.
Zu Beginn wollen wir uns die Tatsache in Erinnerung rufen,
daß es auf unserer Erde noch wenigstens zwei riesige Gebiete - eines in
Südamerika und das andere in Zentral-Australien - gibt, in denen Menschenrassen
leben, denen sogar Pfeil und Bogen noch unbekannt sind. Diese
Eingeborenenstämme leben tatsächlich in einer Weise, die an die Steinzeit
erinnert und die, verglichen mit dem Stand unserer heutigen Wissenschaft, in
ihrer Entwicklung Tausende von Jahren hinter uns zurückliegen - obgleich sie
nur wenige Flugstunden von den Zentren unserer Zivilisation entfernt sind!
über diese Eingeborenenstämme wissen wir nicht viel, weil
nur wenige unserer Forscher und Missionare kurz in das Zentrum ihrer
Lebensgebiete eingedrungen sind. Die Berichte, die sie darüber geschrieben
haben, stehen jedoch jedem Interessierten zur Verfügung.
Andererseits besitzen auch die primitivsten Rassen keine
Schriftsprache, keine Massen-Kommunikationsmittel und keine Mittel zur
dauerhaften Aufzeichnung von Informationen. Folglich wissen sie als Rasse
überhaupt nichts über uns, die wir in fortgeschritteneren Gebieten leben, und
sind daher auch unfähig, zu verstehen, wie wir leben und was wir wissen -
selbst wenn wir es ihnen genau beschreiben würden.
Wir hingegen haben riesige Düsenflugzeuge, die
gelegentlich auch über die von diesen Stämmen bewohnten Gebiete verhältnismäßig
niedrig hinwegfliegen und von diesen Menschen gesehen werden.
102
Nun wollen wir uns mal das Dorf eines solchen Stamrnes
vorstellen, das sich in einen Dschungel schmiegt, der auf einer Seite von einer
weiten Ebene begrenzt wird, und dazu noch einen Jäger aus diesem Dorf, der eine
verletzte Antilope viele Kilometer weit in die Ebene verfolgt. Während er nun
ganz allein weit draußen ist, donnert so ein Düsenriese ziemlich niedrig über
ihn hinweg.
Von diesem ungeheuren Erlebnis getrieben, eilt er in sein
Dorf zurück und berichtet atemlos: „Freunde, als ich vorhin draußen in der
Ebene war, flog ein riesiger Vogel über mich hinweg. So etwas war vorher noch
nie zu sehen gewesen. Seine Flügel waren bestimmt mehr als 30 Meter breit. Die
Flügel und sein riesiger Körper glänzten wie Silber im Sonnenlicht. Von ihm kam
ein donnerndes Brausen, das die Erde erzittern ließ, und aus seinem Schwanz kam
ein langer Streifen schwarzen Rauches heraus."
An dieser Stelle der Geschichte würden seine Stammesbrüder
wohl traurig den Kopf schütteln und seine besten Freunde würden sagen: „Komm,
beruhige dich! Geh erst mal in deine Hütte und überschlafe es. Wir wissen zwar,
daß dir der gegorene Saft früher oder später den Rest geben wird - aber jetzt
beleidigst du unsere Intelligenz. Wir kennen schließlich alle Vögel in unserer
Gegend, denn wir haben sie alle seit -zig Jahren beobachtet und gejagt. Du
weißt ja selbst, der größte Vogel ist der Kondor. Seine Flügel sind 2,40 bis
2,70 m breit. Noch nie hat ein Vogel Flügel von 30 m Breite gehabt. Wir wissen
ja auch, daß die Vögel viele Farben haben - aber einen Vogel, der wie Silber
aussieht, den hat es noch nie gegeben. Die verschiedenen Vögel geben natürlich
auch verschiedene Töne von sich. Aber noch nie hat ein Vogel so laut gebrüllt,
daß die Erde bebte. Das kann nicht einmal ein Löwe!
103
Alles, was du uns erzählt hast, steht dem entgegen, was
wir ganz genau wissen, doch deine Geschichte wird noch lächerlicher, weil du
uns weismachen willst, daß aus dem Schwanz des Vogels Rauch herauskam. Wie
dumm! Geh lieber in deine Hütte, bis du wieder vernünftig geworden bist - und
morgen sprechen wir dann über etwas anderes."
Ein solcher Bericht würde zur Folge haben, daß die
Geschichte des Jägers keine ernsthafte Erwägung findet, sondern als
Halluzination oder reine Phantasie abgetan wird. Nehmen wir nun aber einmal an,
einige Tage später kommt ein anderer Jäger atemlos ins Dorf zurück und sagt:
„Ich habe auch einen dieser großen Vögel gesehen!" Wenn solche Sichtungen
nun oft genug erfolgen, wird schließlich akzeptiert werden, daß vielleicht
wirklich etwas Seltsames am Himmel herumfliegt und zum erstenmal würden
öffentliche Spekulationen über Art und Herkunft dieser seltsamen Erscheinungen
laut werden.
Zu diesem Zeitpunkt wird vielleicht einer der
nachdenklicheren Eingeborenen es riskieren, zu sagen, daß das Gesehene
möglicherweise gar kein Vogel ist, sondern eine Maschine. Das würde natürlich
ein schwierig auszudrükkender Gedanke sein, denn dieser Eingeborenenstamm hat
dieses Wort nicht in seiner Sprache - weil er ja gar keine Maschinen kennt.
Dieser eingeborene Denker mag aber trotzdem irgendwie fähig sein, seinen
Stammesbrüdern verständlich zu machen, daß irgendwo in der Welt eine
Menschenrasse leben mag, die sich schon so weit fortentwickelt hat, um Dinge zu
bauen, in denen sie herumfliegen können.
Das wäre an sich ein ungeheuerlicher Gedanke, den der
durchschnittliche Eingeborene kaum begreifen kann. Seine Freunde würden sich
den Kopf kratzen und sagen: „Na, ich weiß nicht recht! Deine Gedanken gehen zu
weit.
104
Du sprichst von Menschen, die irgendwelche Dinge machen
können, die ganz unmöglich sind. Selbst wenn es wahr ist, was du sagst, wäre es
noch keine logische Erklärung für die Dinge, die am Himmel gesehen worden sind.
Es ist ganz klar, wenn diese Dinge wirklich Maschinen wären, dann würden auch
Menschen darin sein und die würden hinunterschauen und unser Dorf sehen. Sie
würden versuchen, auf dem Dorfplatz zu landen. Dann würden sie aussteigen und
rufen: „Bringt uns zu eurem Häuptling. Wir wollen euch kennenlernen, damit wir
mit euch Handel treiben können. Wir möchten z.B. einige der schönen Knochen
haben, die ihr durch eure Nasen gebohrt habt, den Kupferdrahtschmuck, den ihr
um den Hals tragt, und auch einige von den saftigen Würmern, die euch so
köstlich schmecken.
Aber noch nie ist einer dieser großen Vögel im Dorf
gelandet und deshalb ist es unlogisch, anzunehmen, daß sich darin intelligente
Wesen befinden könnten."
Hier mag vielleicht ein anderer Denker der
Dorfgemeinschaft einwerfen, daß irgendeine Rasse menschlicher Wesen, die fähig
ist, Maschinen zu bauen, in denen sie fliegen kann, auch Waffen besitzen
könnte, die viel komplizierter und wirksamer sind als die Speere und
Steinmesser der Jäger des Dorfes.
„Warum sollten sie eigentlich versuchen, mit uns Handel zu
treiben?" würde er fragen. „Sie könnten einfach landen, uns überwältigen
und uns zu Sklaven machen. Dann könnten sie sich sowieso nehmen, was sie
wollen. Da sie dieses aber auch nicht getan haben, hast du ganz recht, daß die
Annahme, es handele sich um intelligente Wesen in diesen Vögeln, unlogisch
ist.`
Die Logik der Dorfbewohner ist, von ihrem Standpunkt aus
gesehen, völlig gesund. Sie setzen einfach voraus, daß das, was sie tun würden,
auch von den Insassen der „großen
105
Vögel" getan werden müßte. Der einzige Irrtum in
ihrer Logik liegt in ihrer Unfähigkeit zu begreifen, daß wir schon lange keine
Knochen mehr als Schmuck in der Nase tragen und - wenn wir essen wollen, nicht
mehr nach schmierigen Würmern suchen müssen - sondern in den nächsten
Supermarkt gehen und uns aus einer riesigen Auswahl das heraussuchen, was wir essen
möchten -- und was ihnen völlig unbekannt ist.
Was nun die Superwaffen betrifft - die haben wir natürlich
auch und es wäre ein Leichtes, diese primitiven Stämme zu überwältigen. Es gibt
aber wirklich keinen Grund für uns, das zu tun, denn was könnten wir denn von
ihren Produkten oder gar von ihrem Besitz gebrauchen? Sie könnten zur
Entwicklung unseres Wohlstandes überhaupt nichts beitragen - im Gegenteil, es
würden nur ein paar Völker mehr sein, denen wir monatlich
„Entwicklungshilfe" leisten müßten.
Diese Dörfer der Ureinwohner sind weder durch eine
Invasion unsererseits gefährdet, noch besteht die Aussicht, daß sie jemals
Handelszentren werden.
Wenn wirklich Angehörige unserer Rasse diese Dörfer
besuchen, würden sie wahrscheinlich nur als Missionare im Dienst der Humanität
dort hingehen und nur soviel von unserer Kultur übermitteln, wie es für die
Dorfbewohner angebracht zu sein scheint, nämlich nur so viel, wie sie
gegenwärtig aufzunehmen fähig sind.
Falls diese Missionare vermeiden wollen, im großen Kochkessel
des Dorfes gekocht oder den Dorfgöttern als Opfer dargebracht zu werden, müssen
sie sehr langsam und vorsichtig vorgehen.
Wenn nun eine sehr hoch entwickelte Rasse eines anderen
Planeten sich entschließt, Missionare auf unseren Planeten Erde zu entsenden,
würde sie gut beraten sein, wenn sie in gleicher Weise vorginge. Denn es ist
doch tatsächlich
106
so - wenn sie unsere Tageszeitungen lesen würden, hätten
sie Grund genug, ihr Projekt als undurchführbar aufzugeben und sofort nach
Hause zurückzukehren.
Der Versuch, UFO-Berichten Allgemeingültigkeit
beizumessen, vergrößert nur die Verwirrung, da sich jeder Bericht mit einem
einzelnen, begrenzten Ereignis befaßt, das strikt nach seinem eigenen Wert
beurteilt werden muß. Jedes Studium der UFO-Phänomene ist wertlos und verliert
seine Bedeutung, wenn der Forscher nicht sein Ego und seine Emotionen in der
Garderobe zurückläßt, ehe er das Arbeitszimmer betritt. Und sogar dann kann die
einzige gültige Schlußfolgerung, zu der der Forscher kommen kann, nur die sein,
daß in einem Gebiet, in dem die Möglichkeiten so unendlich wie das Universum
selbst sind, keine Schlußfolgerung allgemein gültig sein kann.
107
Kapitel VIII
Dr. J. Allen Hynek, Astronom an der Nordwest-Universität,
hat seit 18 Jahren UFOs für die US-Luftwaffe untersucht.
Er erklärte einmal*): „Mir haben zu viele aufrichtige und
intelligente Leute von Dingen, die sie am Himmel gesehen haben und die sie sich
nicht erklären können, erzählt. Ich glaube, es ist nun auch für uns die Zeit gekommen,
zu fragen: Welches sind die 25 besten, authentisch belegten UFO-Fälle, und die
Regierung aufzufordern, einen Ausschuß zur Untersuchung dieser Fälle zu bilden,
der aus führenden Astronomen, Physikern, Psychologen und sonstigen Experten
bestehen muß.
Schließlich dauert diese Verrücktheit schon mehr als
zwanzig Jahre an und verlangt durch ihre Beständigkeit einfach eine
wissenschaftliche Auswertung. Es würde auch die Öffentlichkeit beruhigen, wenn
sie sieht, daß eine gründliche, wissenschaftliche Untersuchung erfolgt."
„Spott und Hohn sind der Wissenschaft wirklich
unwürdig."
♦
Brigadegeneral John A. McDavid, USAF, Chef des
elektronischen Kommunikationswesens des Vereinigten Stabes der US-Streitkräfte,
sagte in einer vorher genehmigten
———
*) US World Report, April 11, 1966, Seiten 14-15.
108
Rede in der Milliken-Universität in Decatur, Illinois:
„Wir müssen auf die Zukunft vorbereitet sein. Unser Verhältnis zu anderem Leben
im Weltraum ist ein Teil dieser Zukunft, denn auch der britische interplanetarische
Wissenschaftler und Autor Dr. Arthur C. Clarke glaubt, daß es kaum Zweifel
gibt, daß wir schließlich im Weltraum mit Rassen in Kontakt treten werden, die
intelligenter sind als wir.
Sehr bald werden wir uns auch gezwungen sehen, die
Tatsache anzuerkennen, daß unsere Erde nur ein winziges Sandkorn im unendlichen
Universum ist und unser irdisches, menschliches Leben auch nur eine von vielen
Lebensformen der göttlichen Schöpfung darstellt und daß es zahlreiche andere
gibt, die uns in vieler Hinsicht überlegen sind.
Wir müssen aber auch einsehen, daß das mögliche
Zusammentreffen mit anderen Arten von Leben irgendwo im Universum
höchstwahrscheinlich das potentielle Element eines Konfliktes eher vergrößern
als verkleinern würde. Allein diese Möglichkeit bedeutet für die Führerschaft
dieser und kommender Generationen eine schwere Bürde."
♦
Reverend F. Vera Hodge, die Vikarin der englischen
anglikanischen Kirche, wurde 1943 mit dem „Militärkreuz" ausgezeichnet. In
einem Aufruf an ihre 5000 Gemeindemitglieder sagte sie: „Ich glaube an diese
Fliegenden Untertassen`, obgleich ich nie eine gesehen habe. Ich glaube jedoch,
daß es gut ist, von ihnen zu hören und sich mit dem Gedanken an Besucher aus
dem Weltraum vertraut zu machen. Wenn sie tatsächlich mal in großer Zahl
landen, was ich sogar für sehr wahrscheinlich halte, können wir sie als Freunde
betrachten und brauchen nicht zu irgendeiner Waffe zu greifen, um einen Kampf
mit Lebewesen
109
zu beginnen, die bestimmt friedliebender als wir selbst
sind.
Ich glaube, daß die Insassen dieser Objekte, die
vielleicht vom Mars oder von der Venus kommen, besorgt sind, daß wir uns eines
Tages selbst vernichten und dadurch auch das Gleichgewicht anderer Welten
stören könnten."
Frau Hodge führte weiter aus, sie stimme mit ihrem Mann
völlig überein, daß sich die Menschen auf eine Landung intelligenter Wesen von
anderen Planeten vorbereiten sollten. „Wenn heute nachmittag plötzlich ein
Bewohner des Mars in unserem Garten landen würde - dann würde ich genau nicht
anders handeln wie bei jedem anderen Besucher - ich würde ihn zu einer Tasse
Tee einladen."
♦
Der Reverend Yasuo Sakurai, Präsident der „Oomato"
(Vereinigung für universale Liebe und Bruderschaft), hielt im August 1962 in
Tokio einen Vortrag, in dem er sagte: „Die ganze Schöpfung ist ein großer
aktiver Lebenskörper auf der Grundlage des kosmischen, schöpferischen Willens.
Ihre Aktivität gehorcht außerdem einem feststehenden
Gesetz, denn eine Existenz ohne Gesetz ist nicht zulässig. Im Hinblick auf
solch ein großes Universum, in dem gesetzlose Aktivität und Existenz nicht
erlaubt sind, müssen wir die menschliche Gesellschaft den Konzeptionen der
führenden Prinzipien der Weltföderation anpassen. Der Mensch hat sein Leben von
GOTT, dem Schöpfer des Universums, erhalten. Dieses Leben verleiht gleiche
Würde an alle. Diese zu zerstören oder wegzunehmen, ist das schwerste
Verbrechen.
Wenn wir in die Geschichte der menschlichen Gesellschaft
zurückschauen und nach Übereinstimmung mit diesem
110
Grundprinzip suchen, müssen wir tatsächlich zugeben, daß
eine große Anzahl grober Fehler begangen worden ist. Außerdem kann der Mensch
nicht allein leben. Solange das Leben anderer von ihm abhängt, ist seine
Existenz nur mit Hilfe anderer Kräfte möglich. Es sollte daher eine soziale
Struktur geschaffen werden, die allen Menschen in gleicher Weise zugute kommt.
Hierin liegt allgemeine Moral, und eine Ordnung des
Prinzips Leben und leben lassen` sollte durch Gesetz zur Bedingung gemacht
werden. Die ,Moral' und das ,Gesetz` sollten jedoch nicht so sein, daß das
Leben des Menschen verzerrt oder unterdrückt wird.
Es sind Liebe und Weisheit, die in der Wurzel menschlicher
Aktivität liegen, und sie sind es auch, die das Wachstum und die Erhaltung des
Lebens sowie die Entwicklung der Lebenskraft fortschreiten lassen. Liebe und
Weisheit dürfen aber nicht egoistisch werden, sondern sollen allumfassend und
gemeinnützig sein.
In der menschlichen Gemeinschaft kann sozialer Friede
nicht ohne die Priorität der allumfassenden Liebe realisiert werden. Deshalb sollte
die menschliche Gesellschaft ihre Gesetze auf den natürlichen Gesetzen`, den
kosmischen Prinzipien und der durch guten Willen und Verstehen erreichbaren
universalen Liebe aufbauen. Auf diese Weise kann universales Verstehen und
Bruderschaft als ein gemeinsamer Prüfstein angesehen werden. Diese Einstellung
wird dann auch ,Gerechtigkeit` in der menschlichen Gesellschaft
hervorbringen."
♦
In seinem Buch „ESP and Your Super-Conscious"
schreibt Dr. Holloway auf Seite 34: „Meine außersinnlichen Wahrnehmungen sagen
mir, daß die Geschichte der Fliegenden Untertassen` noch nicht zu Ende ist. Die
Erforschung
111
der UFOs hat eigentlich erst begonnen und wird mit dem
Fortschreiten des 20. Jahrhunderts, wenn es sich seinen Höhepunkten nähert,
ungeheuere Impulse erhalten. Solltest du eines Morgens aus dem Fenster schauen
und den Himmel voller UFOs sehen, so ängstige dich nicht. Sei lieber gespannt
darauf, welche großartigen Manifestationen bald in den Lebensbereichen der
Menschheit stattfinden werden. Sie können sich als die hoffnungsvollsten für
die ganze Menschheit erweisen. Die Kräfte des ,Christus-Lidfites` werden sie in
einer Weise verwenden, die weit über unser gegenwärtiges Begriffsvermögen
hinausgeht, damit wir das bewahren mögen, was in unserer heutigen, geistig
schwachen Zivilisation wert ist, gerettet zu werden."
♦
In der Bibel gibt es unzählige Abschnitte, die direkt oder
indirekt auf Besucher aus dem Weltraum hinweisen. Wenn man dabei
berücksichtigt, daß die damaligen Chronisten das, was sie gesehen haben, in der
Sprache und mit dem Wortschatz ihrer Zeit beschrieben, so kann alles, was sie
als „Wolken, feurige Wagen und Feuersäulen" beschrieben haben, in unserer
heutigen Ausdrucksweise mit „Fliegende Untertassen, Unbekannte Fliegende
Objekte und außerirdische Raumschiffe" bezeichnet werden. Nachfolgend nun
einige Zitate aus der Bibel, die von vielen Gelehrten als Beweis dafür
angesehen werden, daß Unbekannte Fliegende Objekte schon in biblischer Zeit,
also vor vielen tausend Jahren, existiert haben und jenen ähneln, die
heutzutage so oft gesehen werden:
„Als ich aufsah, kam ein Wirbelwind aus Norden, eine große
Wolke und ein Feuer entfaltete sich und war von großem Glanz umgeben. Aus der
Mitte heraus leuchtete es wie Bernstein und heraus kam der Anschein von vier lebenden
112
Kreaturen. Und so war ihre Erscheinung: Sie glichen im
Aussehen dem Menschen."
Hesekiel 1:4-5
„Diese Erscheinung glich der Herrlichkeit unseres HERRN.
Und als ich sie sah, warf ich mich auf mein Gesicht nieder. Ich hörte eine
Stimme sprechen, die da sagte: „Menschensohn, stelle dich auf deine Füße und
ich werde zu dir sprechen."
Hesekiel 1:28 und 2:1
„Und wieder erhob ich meine Augen und erblickte eine
fliegende Rolle. Ihre Länge war 20 Cubits und ihre Brei
te 10 Cubits."
Zacharias 5:1-2
„Siehe, der Stern, den sie im Osten sahen, ging vor ihnen
her und blieb über der Stelle stehen, wo sich das Kind befand."
Matthäus 2:9
„Siehe, da erschien ein feuriger Wagen mit feurigen
Pferlen und teilte sich in zwei Teile und Elias fuhr in einem
Wirbelwind in den Himmel."
2. Könige 2:11
„Wer sind jene, die wie eine Wolke fliegen können und wie
Tauben zu ihren Schlägen?"
Jesajas 31:5
„Dann sagte ich. O Herr, was sind jene?” Und der Enel, der
mit mir sprach, sagte: Ich will dir zeigen, was sie sind.` Und der Mann, der
unter den Myrtenbäumen stand, sagte: Das sind die, welche der HERR gesandt hat,
auf der Erde hin und her zu gehen.`"
Zacharias 1:9-10
Und als er diese Dinge gesagt hatte während sie schauten,
wurde er emporgehoben, und eine Wolke entzog ihn ihren Blicken. Und als sie
unentwegt in den Himmel
113
schauten als er emporfuhr, siehe, da standen zwei Männer
in weißer Kleidung bei ihnen und sagten:
„Ihr Männer von Galiläa, warum steht ihr hier und starrt
in den Himmel? Dieser Jesus, der von euch fort in den Himmel erhoben wurde,
wird in der gleichen Weise zurückkehren."
The Acts 1:9-11
(Bem.: Alle diese Zitate wurden der König-Jakob-Version
der Bibel entnommen.)
114
Kapitel IX
Karl L. Veit
9. Internationale Tagung der UFO-Forscher in Wiesbaden
Der kurzfristig angesagte Besuch von Dr. Daniel W. Fry
verlieh der Generalversammlung der DUIST in Verbindung mit der „9.
Internationalen Tagung der UFO-Forscher" im Wiesbadener Kurhaus ein
besonderes Gepräge, indem einer der seriösesten US-Kontaktler erstmals auf
europäischem Festland weilte. Von Schweden kommend, woselbst er von Freunden
eingeladen war und dort, wie auch in Norwegen, eine Reihe Filmvorträge
absolvierte, wurde er von DUIST-Präsident Karl L. Veit als eine in den USA
weithin bekannte Persönlichkeit, Autor, Zeitschriftenherausgeber und
Vortragsredner an Universitäten, Colleges, Schulen sowie beim Rundfunk und
Fernsehen vorgestellt.
Für den Vorstand und die Mitglieder einschließlich
ufologischer Vertreter aus den Ländern Österreich, Schweiz, England, Schweden,
Holland, Indonesien, USA, BRD und Berlin - zusammen etwa 150 Teilnehmer, war es
ein ebenso erregendes wie befriedigendes Ereignis, die „Vorfälle von White
Sands" - mit dem sensationellen Flug von New Mexico nach New York und
zurück in phantastisch kurzer Zeit in einem außerirdischen Raumschiff - in
realistisch-minutiöser Darstellung aus dem eigenen Mund des Erlebenden zu hören
resp. der ausgezeichneten
115
Obersetzung von Dr. Anthony Low zu folgen, unter der
Devise der DUIST:
Internationale Verständigung,
Globaler und universaler Friede,
Interplanetarische Freundschaft,
Kosmische Konföderation.
(Vergleiche Bild 5)
Der von Dr. Fry mitgebrachte, 35 Minuten lang laufende
Film „Geschichte des Fliegens" zeigte außer den historischen Passagen u.
a. originale Streifen der Erstflüge der Gebrüder Wright in Kitty
Hawk/N-Karolina, am 17. Dezember 1903. Die Film-Kamera war gerade vier Jahre
vorher erfunden worden, aber das Ereignis wurde gefilmt und Dr. Fry besitzt die
Kopien. Ferner Sequenzen der Frühentwicklung des Flugwesens, blitzlichtartige
Ausschnitte der Entwicklungsstadien der Zeppelinluftschiffe sowie der
Raketentechnik und gipfelte in einer Reihe von Aufnahmen fliegender,
schwebender oder rotierender Scheiben, deren außerirdischer Charakter anhand
der Formen und Flugfähigkeiten einschließlich der entsprechenden
Interpretationen evident wurde. Dr. Fry produzierte den Film für eine besondere
Schau vor dem „Oregon Museum der Wissenschaft und Industrie".
Der Film enthielt u. a. folgende Abschnitte:
1) Über Merlin/Oregon filmte Dr. Fry 1964 ein rundes,
schwebendes und sich drehendes Flugobjekt*)
2) Dasselbe IFO war in der südkalifornischen Wüste in der
Nähe von Giant Rock von einem seiner Freunde gefilmt worden. Im Filmablauf
fliegt es einmal von links nach rechts und einmal von rechts nach links.
———
*) vergl. die Aufnahme auf dem Schutzumschlag.
116
3) Eine weitere Sequenz über Oregon folgt anschließend aus
dem Jahr 1965.
4) Dr. Fry's Sohn, William F., gelangen bereits 1955 UFO-Filmaufnahmen
über Hawaii, während er bei den Versuchen mit ferngesteuerten (roten)
Raketenflugzeugen auf dem US-Erprobungsgelände tätig war.
Dr. Fry's Darlegungen über den Sinn dieser Einflüge
kulminierten im kategorischen Imperativ: „Meidet Destruktion! - Haltet Frieden!
- Pflegt Verständigung! - Leistet konstruktive Forschung!"
Als Beauftragter eines außerirdischen Piloten namens Alan
setzt Dr. Fry seit 1950 alle ihm zur Verfügung stehende Zeit, Kraft und Mittel
für die Publikation und Verbreitung seiner Erlebnisse und der sich daran
knüpfenden Aufgabe ein. Diese seine Auftraggeber und sein Verbindungsmann Alan,
berichtete Dr. Fry, seien seit langen Zeiten ständig in Raumschiffen
„unterwegs". Für unsere Erde haben sie zu dieser Zeit einen speziellen
Auftrag für Völkerverständigung als Grundlage jeglichen Fortschrittes zu
sorgen. Alan weile, so versicherte Dr. Fry, nach seiner Akklimatisierung, die
einige Jahre dauerte, ständig unter uns Erdenmenschen, und er sei ihm bei der
Beschaffung seiner Ausweispapiere behilflich gewesen.
Alans Aufenthaltsorte und Länder wie seine besondere
Tätigkeit bei diversen Führungspersönlichkeiten in verschiedenen Kontinenten
dürfen vorläufig noch nicht in der Öffentlichkeit publik werden. Nur so viel
dürfe er bekanntgeben, daß der Ausbruch eines Atomkrieges seitens planetarischer
Beeinflussung seither verhindert worden sei!
Konventleiter K. L. Veit machte gegen Ende der Tagung
einen Test mit folgender Überlegung und Frage an den DUIST-Vorstand und die
Teilnehmer:
117
„Sie haben nun alle diesen Film mit durchwegs unter
ungewöhnlichen Schwierigkeiten erlangten Aufnahmen aus früheren und neueren
Zeitabschnitten gesehen und den detaillierten Bericht aus dem Mund von Dr. Fry
persönlich vernommen. Als meist langjährige Studierende der IFOPhänomene und
Freunde der UFO-Forschung sind Ihnen Realitäten und Eigenarten außerirdischer
Flugkörper gewisserart selbstverständlich und geläufig.
Hätten Sie es für zweckmäßig gehalten, daß dieser Film und
Tatsachenbericht durch unvorbereitete oder skeptische Reporter in die
Presse lanciert worden wäre?" - Außer einer Stimme (diese Dame hatte weder
den Film gesehen noch den Vortrag gehört, da sie gerade am Abend aus USA in
Wiesbaden eintraf), waren alle Anwesenden darin einig, daß es klüger war, eine
diesbezügliche „Berichterstattung" nicht dem eigenen Ermessen
uneingeweihter Journalisten anheimzustellen.
Die Dedizierung des „DOKUMENTARBERICHTS vom WELTKONGRESS
der UFO-Forscher in MAINZ 1967" sowie der Bücher des DUIST-Vorsitzenden
„Planetenmenschen besuchen unsere Erde", „Erforschung außerirdischer
Weltraumschiffe - ein wissenschaftliches Anliegen des 20. Jahrhunderts",
die Goldene UFO-Nadel und ein UFO-Schlüsselhalter sowie eine künstlerische
eigene Grafik der „Burg von Wiesbaden-Frauenstein" beschlossen den offiziellen
Teil der Tagung im Kurhaus.
Im Hotel Taunus fanden sich anschließend noch mehr als die
Hälfte der Teilnehmer zu internen Gesprächen bis nach Mitternacht ein, worunter
sich u. a. ein Indonesier und die mit einer Privatmaschine aus Wien gekommene
junge UFO-Stud.-Gruppe befanden. Dr. Fry's Bereitwilligkeit, auf alle Fragen
sachliche Antworten und befriedigende
118
Erklärungen zu geben, wurde allseits, besonders seitens
vieler jugendlicher Teilnehmer, mit tiefem Dankgefühl aufgenommen. Seine
vorbildliche Bescheidenheit und sein profundes Wissen stempelten ihn zu einer
durchaus vertrauenswürdigen, integren Persönlichkeit, die bei allen seinen
Zuhörern bezüglich seiner außergewöhnlichen Erwählung eine vollbejahende
Zustimmung hervorriefen.
(Vergleiche Bild 6)
Sein Buch „Erlebnis von White Sands", seit Jahren
vergriffen, aber immer wieder verlangt, ist in diesem Jahr als Neuauflage
erschienen, ergänzt, und mit einem Kapitel über seine Europareise erweitert.
Daniel Fry berichtete uns erst jetzt, daß er vor der ersten amerikanischen
Publikation 1955 sein Manuskript seinen Chefs bei der „Aerojet General
Corporation" vorgelegt hatte, ob es einen Verstoß gegen die üblichen
Geheimhaltungsvorschriften (denen er persönlich als Angestellter dieser größten
US-Raketenmotorenentwicklerfirma unterlag) enthalte, was verneint wurde. Erst
dann machte dieses aufsehenerregende Buch seinen Weg durch die USA und in
Übersetzungen durch die deutschsprachigen Länder sowie durch Schweden und
Finnland.
Bezüglich einer sachlichen Kurzbekanntgabe entschloß sich
die Redaktion der UN, folgende PRESSE-MITTEILUNG an die sechs bekannten
Agenturen
|
Deutsche Welle
|
Bonn
|
|
Deutsche Presseagentur
|
Frankfurt
|
|
Reuter
|
Berlin
|
|
Keystone
|
Frankfurt
|
|
The Associated Press
|
Frankfurt
|
|
United Press International
|
Frankfurt
|
zur Weiterleitung an die Nachrichtenmedien herauszugeben.
119
Dr. Fry's UFO-Erlebnis
- Presse-Mitteilung -
Wiesbaden, den 2. September 1970
Auf der „9. Internationalen Tagung der UFO-Forscher" im Kurhaus der Hess.
Landeshauptstadt sprach im Rah men der „DEUTSCHEN UFO-STUDIENGESELLSCHAFT
(DUIST) E. V.", Zentrale Wiesbaden, vor Mitgliedern aus zehn Ländern ein
prominenter Gast aus den USA zum aktuellen Thema der „Flying Saucers"
(alias „Unidentifizierte Flug-Objekte [UFOs] oder „Fl. Untertassen").
DUIST-Präsident Karl L. Veit stellte Dr. D. W. Fry als
Raketenmotorenfachmann und bekannten USA-Autor der vier Bücher „The White Sands
Incident", „Steps To The Stars", „Atoms, Galaxies and
Understanding", „The Curve of Development" und Herausgeber der Zeitschrift
„Understanding" vor. In seiner Mappe voll ehrenvoller Schreiben von
Referenzen amerikanischer Rundfunk- und TV-Konzerne sowie Persönlichkeiten aus
dem öffentlichen Leben befand sich ein Brief aus dem „Weißen Haus" von
Präsident R. Nixon, der ihn ersuchte, für das „Reservoir der Talente"
vertrauenswürdige Persönlichkeiten für den US-Verwaltungsdienst vorzuschlagen,
was auch geschah.
Im Kurhaus von Wiesbaden referierte Dr. Fry - wie
ungezählte Male in USA - über die Landung eines außerirdischen Weltraumschiffes
in der Sonntagnacht des 4. Juli 1950 auf den Erprobungsfeldern von White Sands New
120
Mexico, wo er fünf Jahre lang als Spezialist bei der
„Aerojet General Corporation" tätig war; er referierte auch über das von
Alan erhaltene außerirdische Material.
Was bei dieser Landung geschah und was Dr. Fry da geboten
wurde, ist sensationell. Er ist bereit (bei nochmaliger Durchreise) am 11.
September 1970 voraussichtlich im Fernsehen und Rundfunk, zusammen mit dem
Verleger und Präsidenten der DUIST, Karl L. Veit, zu referieren und zu
dokumentieren.
Der Ausgangspunkt zu diesem Interview ist der
BavariaSpielfilm „DIE DELEGATION" unter der Regie von Rainer Erler, der
auf der Basis des „7. Internationalen Welt-Kongresses der UFOlogen in Mainz"
entstand, und der am 9. September 1970 im ZDF (21 Uhr) gesendet wurde.
Deutsche UFO/IFO-Studiengesellschaft
(DUIST), Wiesbaden
121
DEUTSCHE UFO/IFO-STUDIENGESELLSCHAFT (DUIST) e. V.
Zentrale D-6200 Wiesbaden 13
4. September 1970
Alle, die an der eindrucksvollen „9. TAGUNG der
DUIST" nicht teilnehmen konnten, erhalten die nachstehenden Informationen.
Die Presse-Mitteilung vom 2. September 1970 ging an das TV- und Rundfunk-Netz,
an die Nachrichten-Agenturen für das In- und Ausland. Deutsche Welle, dpa, UPI,
IP, Keystone und Reuter - als wohl die größte Aktion für einen Kontaktler.
Dr. Fry's für Europa erstmalige persönliche
Proklamation hat sich - wie manches relevante historische Ereignis - in
aller Stille vollzogen und sollte sich durch die Bekanntgabe der
Presseagenturen entsprechend auswirken.
Der heutige Mensch ist im allgemeinen so von Science
Fiction, Unwahrheiten und Utopie-Komplexen umgeben, daß er fast kein Organ mehr
für die Feststellung, Importanz und entsprechende Einschätzung einer wirklichen
Sensation besitzt.
Dr. Daniel Fry's Erlebnisbericht von White Sands ist
eine solch echte Sensation, die sich vor der „Haustür", d. h. im
Gelände der „Aerojet General Corporation", der größten amerikanischen
Raketenmotor-Entwicklerfirma der USA abgespielt hatte.
Eigentlich hätten die gesamten Nachrichtenmedien in den
vergangenen 20 Jahren davon voll sein müssen. Einerseits können aber die
Tatbestände erst heute, in der mehr weltraumreifen Zeit, in ihrem vollen Ausmaß
erfaßt werden; andererseits hat Dr. Fry in letzten Jahren - lt. seinen
Fotokopien - gerade bei bedeutenden US-Rundfunk- und TV-Stationen enormes
Aufsehen erregt und
122
Erfolge errungen. Diesem Verständnis in breiteren
Schichten und vornehmlich bei der Jugend zu verdanken sind vor allem nicht nur
die Erfolge der bis zum Mond vorgestoßenen bemannten irdischen Weltraumfahrt
der NASA, sondern in erster Linie auch die exakt wissenschaftlich gewordene
UFO-Forschung mit ihrer internationalen Aufklärungstätigkeit über die Existenz
der uns überlegenen außerirdischen Weltraumfahrzeuge. Für das Vorhandensein
eines perfekten extraterrestrischen und interplanetarischen Verkehrs liefert
uns Dr. Fry einen umfangreichen Beitrag mit seinen Büchern, seinem Film und
einem - nichtirdischen Material.
Was er noch zusätzlich berichtete (ebenso über seine
Europareise) ist in der Neuherausgabe seines Buches „Erlebnis von White
Sands" in einem neuen Kapitel angefügt worden.
Vorher erscheint noch das außergewöhnlich beliebte und
ebenfalls als Standardwerk der UFOlogie geltende Buch - in zweiter,
ergänzter Auflage - von Ing. B. Reeve „Auf den Spuren außerirdischer
Weltraumschiffe" im Ventla-Verlag.
Alles zusammengenommen wird und sollte notwendigerweise
die stets tiefere Aufmerksamkeit von immer mehr Wissenschaftlern, Piloten,
Radarfachleuten, Technikern der Astronautik und Flugexperten aktivieren und
faszinieren.
Karl und Anny Veit
123
KCBS - CBS Radio
San Francisco/Calif. 27. Oktober 1966
Dr. Daniel Fry
Merlin/Oregon
Sehr geehrter Dr. Fry!
Ich möchte Ihnen meine aufrichtige Anerkennung aussprechen
für die Zeit, das Wissen und die Information, die Sie kürzlich mit uns geteilt
haben beim „Haro Morgan/Contact". Wir haben beachtlich viele Kommentare
erhalten, die das Programm betrafen. Aus diesen Anzeichen plus der Tatsache,
daß unsere Telefone während der ganzen Show klingelten, habe ich den Eindruck,
daß es eines unserer interessantesten Programme war.
Ich finde, daß eine der wichtigsten Belohnungen bei der
Betreuung dieses Programms ist, daß es mir den Vorzug bietet, Menschen wie Sie
zu treffen und kennenzulernen. Ich hoffe bestimmt, daß wir bald ein weiteres potentielles
Programm durchführen können.
Aufrichtigste Empfehlungen
gez.: Harv Morgan
124
Doctor Daniel Fry Boston, 9.
Nov. 1966
Merlin/Oregon
Sehr geehrter Doktor Fry!
Dies ist nur rasch eine kurze Mitteilung, um nochmals
danke zu sagen, daß Sie sich trotz Ihres vollbeschäftigten Arbeitsplanes die
Zeit genommen haben, sich im „Bob Kennedy/Contact" zu uns zu gesellen.
Ohne Zweifel haben Sie uns einen großen Dienst erwiesen in unserem Bemühen,
unseren Hörern fortgesetzt anregende, interessante und lehrreiche Programme
darzubieten.
Es wird Sie vielleicht auch interessieren, zu erfahren,
daß Ihre Stimme ungefähr 34 Staaten erreicht hat.
Noch einmal: danke schön!
Ihr ergebener
gez.: Bob Kennedy
Betreuer von „Contact"
WBZ Radio and Television
gez.: Richard Roger
Produzent von „CONTACT!"
WBZ Radio
gez.: Paul D. Coss
Produzent/Dir. v.„CONTACT!"
WBZ Television
gez.: Jim Tuverson, jr.
Executive Prod. „CONTACT!"
WBZ Radio & Television
125
OFFICE OF THE PRESIDENT-ELECT
Richard M. Nixon
Washington, D.C.
Büro des Präsidenten
Richard M. Nixon
Washington D. C. 2. Dezember 1968
Herrn D. Fry
Merlin/Oregon 97 532
Sehr geehrter Herr Fry!
Wie Sie vielleicht wissen, habe ich gelobt, in diese
Amtsperiode Männer und Frauen zu bringen, die durch ihre Eigenschaften von
Jugendfrische, Urteilsvermögen, Intelligenz und schöpferischer Kraft für unser Land
bedeutsame Beiträge leisten könnten. Ich suche die besten Köpfe in Amerika, um
den Anforderungen dieser rapide sich ändernden Welt gerecht werden zu können.
Um sie zu finden, bitte ich um Ihre aktive Mitwirkung und Unterstützung.
Sie, als ein Führer, sind in einer Position, daß Sie
außergewöhnliche Persönlichkeiten kennen und empfehlen können. Die Personen,
die Sie aussuchen, sollten die beigefügten Formulare ergänzen und an Sie
zurücksenden. Ich bitte, daß Sie dann Ihre Kommentare anheften. Mein Amtsstab
wird sorgfältig alle Empfehlungen überprüfen zwecks Einfügung in unser
Reservoir der Talente, von dem dann die Berufungen erfolgen werden.
Ich werde es Ihnen hoch anrechnen, Mr. Fry, wenn Sie sich
trotz Ihres vollbesetzten Arbeitsplanes die Zeit nehmen, sich an diesem
höchstwichtigen Programm zu beteiligen.
Ihr ergebener
Richard M. Nixon
Einlagen gez.: Richard M. Nixon
126
PRÄSIDENT NIXON EHRT EINEN MANN, DER BEHAUPTET, ER SEI
SCHON MIT UFOs GEFLOGEN: DR. DAN FRY
Dr. Daniel Fry, der den Grad als Doktor der Philosophie
von der „St. Andrew Ecuminical Church Foundation Intercollegiate" innehat,
behauptet, in Fliegenden Untertassen geflogen zu sein und mit Wesen von anderen
Planeten in ständiger Verbindung zu stehen. Präsident Richard Nixon hat jetzt
gezeigt, wie er Fry's Behauptungen einschätzt - indem er ihn mit der
Aufforderung ehrt, Herren für Stellungen in der Administration zu empfehlen.
Fry empfing einen Brief vom Präsidenten, der um Empfehlungen bat und
feststellte, daß: „Sie als ein führender Techniker in der Lage sind,
außergewöhnliche Persönlichkeiten zu empfehlen ... "
Später erhielt Fry einen weiteren Brief, diesen vom
Präsidial-Assistenten Harry S. Flemming. Flemming dankte Fry für seine
fürsorglichen Empfehlungen und Ernennungen für die Administration.
Es scheint, daß die Nixon-Administration Fry's
Behauptungen sehr ernste Beachtung schenkt, vielleicht weil er sagt, daß die
Außerirdischen, mit denen er spricht, alle Probleme von Krieg, Armut und
Krankheit gelöst haben.
A.S.A. New York; Übersetzung: L. von Hohberg
♦
DIE DELEGATION - Universität Mainz
und SWF/TV Mainz
Aus Schweden hatte Dr. Fry telefonisch seinen zweiten
Besuch angemeldet: er wolle gerne bei uns in Wiesbaden den TV/ZDF-Film „Die
Delegation" sehen.
Dies geschah auch am Abend des 9. September 1970 um 21 Uhr
mit ihm und Frau Keiller/Schweden in unserem Familienkreis.
127
Am 10. September hatte unser gemeinsamer Besuch mit dem
TV-Team im Max-Planck-Institut der Universität Mainz mit den Tonfilmaufnahmen
stattgefunden. Am 11. September wurden im Studio des SWR die TV-Aufnahmen für
die Sendung „Das Ding vom andern Stern" gemacht.
(Vergl. Bild Seite 147)
WISSENSCHAFTLICHES KRITERIUM
Von Dr. Wolfgang Ehrenberg
Die Frage: „Wenn Außerirdische existieren und über die
behaupteten Fähigkeiten verfügen, warum treten sie dann so heimlich auf und
landen nicht in aller Öffentlichkeit?" kann nicht als Einwand gegen die
Echtheit der Berichte gewertet werden. Abgesehen davon, daß sie von einem Kenner
unserer menschlichen Reaktionsweise sehr wohl beantwortet werden könnte, wäre
es unwissenschaftlich, einem Phänomen wegen Deutungsschwierigkeiten die
Anerkennung zu versagen. Für die Glaubwürdigkeit eines „Kontaktlers"
spricht jedoch, wenn eine seiner Angaben durch Fakten oder Überlegungen
bestätigt werden, von denen angenommen werden kann, daß sie ihm nicht bekannt
waren.
Nach diesen Kriterien beurteilt, schneidet von den mir aus
der einschlägigen Literatur bekanntgewordenen Kontaktlern der amerikanische
Raketeningenieur Daniel Fry am besten ab. (PPZ 1962, Nr. 1-3: „Eine Alternative
zur Relativitätstheorie".)
Die nach seinen Angaben erhaltene Mitteilung, daß es sich
um Nachkommen von Atlantern handle, die in vorgeschichtlicher Zeit nach einem
kriegsbedingten Untergang ihres Erdteils in Raumschiffen nach dem Mars
ausgewandert seien, paßt gut zu dem bekannten russischen Bericht über Spuren
prähistorischer Raumschiffahrt, der damals noch nicht erschienen war.
128
Noch beachtlicher scheint mir Fry's Angabe, die Atlanter
hätten es verstanden, den „Energievektor" größerer Massen (vector: eine
Größe, die durch einen Zahlenwert und eine Richtung bestimmt ist
)„umzuklappen" und dadurch Verheerungen anzurichten, welche die der
Atombomben noch übertrafen.
„Umklappen des Energievektors" ist eine in der
Fachliteratur ungewöhnliche Wendung. Untersucht man aber quantitativ, was diese
Konzeption bedeutet, so kommt man auf nichtrelativistischer Basis zu den
bekannten empirisch gesicherten Formeln für die Geschwindigkeitsabhängigkeit
von Masse und Zeit, die man bisher nur von der Relativitätstheorie her deuten
konnte.
Hier scheint Daniel Fry tatsächlich eine Mitteilung
erhalten zu haben, von jemandem, der mehr von Physik versteht als er selbst ...
„Erfahrungswissenschaftliche Blätter', Januar 1961
Roundtablegespräch über Fry's Fremdmaterial
Von Alan hatte Dr. Fry eine kreisförmige Scheibe
synthetischen Materials von ca. 8 cm Ø und etwa zwei cm Dicke mit einem
konzentrischen Loch von ca. 8 mm zu analytischen Begutachtungen erhalten.
Eine solche Analyse war u. a. von einem amerikanischen
Institut vollzogen worden. Dr. Fry schilderte das Material als eine
ungewöhnliche Verbindung von anorganischen Elementen und organischen Stoffen.
Unter Einschaltung des Hessischen Fernsehens, Mainz, wurde
das Stück Herrn Prof. Wenke, Leiter des MaxPlanck-Instituts/Abt. Chemie, in der
Universität Mainz persönlich überreicht, woselbst ein Segment des harten
anthrazitfarbenen Materials einer „Röntgen-Beugungsanalyse und
Spektral-(Schnell)Analyse" unterzogen wurde.
129
Das Interview im Studio des TV-Südwestfunks, das Roundtablegespräch
und die Analyse in der Universität Mainz mit TV-Redakteur Manfred Riedel, Prof.
Dr. Wenke, Dr. Dan Fry und Chefredakteur Karl Veit unter Anwesenheit von Frau
Anny Veit und Frau Brigitte Keiller aus Schweden - bei welcher Familie Fry Gast
war und deren Einladung Dr. Fry den Anstoß gab, die DUIST zu besuchen - wurde
auf Film und Band aufgenommen und zur Ausstrahlung am Mittwoch, 23. September
1970, 18.35 Uhr, über das Deutsche Fernsehen, I. Programm, Hessenschau „Blick ins
Land", eingeplant.
Auffallend war, daß während der Analyse immer mehr
Institutsmitarbeiter einen staunend neugierigen Blick in den Raum zu Dr. Fry
warfen. Junge Doktoren der Chemie, Studenten und Studentinnen der
geologisch-mineralogischen Fakultät waren anschließend zusammengekommen, bis
Dr. Fry einwilligte, sein außergewöhnliches White-Sands-Erlebnis zu erzählen.
Da gab es keine skeptischen Blicke, aber atemlose Aufmerksamkeit und am Schluß
kluge, sachliche Fragen, die Dr. Fry präzise und zufriedenstellend
beantwortete.
Erstaunlicherweise nahm sich sogar der laufend gehetzte
technische Sendeleiter des TV, Riedel, die Zeit zum Zuhören, obwohl auch für
die anderen Herren längst Dienstschluß war.
Auf Fragen bezüglich des Resultats an die einzelnen
Mitarbeiter, die zwischen dem Analysezimmer und unserem Raum pendelten, sagte
fast jeder etwas anderes aus, aber stets im positiven Sinne: „Es sei auf alle
Fälle wohl etwas seltsam mit dem Material." „Es sei eine bezeichnend
vielfältige und ungewöhnliche Zusammensetzung zahlreicher Elemente ... " usw.
Die Großanalyse dauert noch Wochen. Ob und was uns dann
erklärt wird und was nicht, bleibt abzuwarten.
130
Nachdem uns Prof. Wenke noch die interessanten technischen
Anlagen des Labors, die ausgestellten Meteoriten, entsprechendes Erdkartenmaterial
sowie Mondgestein und Mondstaub gezeigt und erläutert hatte, verließen wir
endlich gemeinsam nach fast vier Stunden das Institut.
Karl und Anny Veit
♦
Telegramm ELT DBP 10.
Sept. 1970
IHRE MAJESTAET KOENIGIN VON HOLLAND, DEN HAAG DUERFEN WIR
ERGBENST VORSCHLAGEN, DR. DAN FRY/ USA EMPFANGEN ZU WOLLEN ER WIRD AM 19.
SEPTEMBER 1970 IN HOLLAND SPRECHEN.
ER FLOG IN AUSSERIRDISCHEM RAUMSCHIFF UND HAT BIS HEUTE
KONTAKT MIT ALAN, DER FRY NICHTIRDISCHES SYNTHETISCHES MATERIAL UEBERGAB.
FRY WURDE VON PRAESIDENT NIXON GEBETEN, GENIALE
PERSOENLICHKEITEN FUER DIE US/VERWALTUNG ZU EMPFEHLEN.
KARL VEIT WIESBADEN
DEUTSCHE UFO/IFO
STUDIENGEMEINSCHAFT E. V.
131
ICUFON
Interkontinental UFO Research and Analytik
Network Jackson Heights, New York
Office of the Europäische
Kontinentvertretung
Direktor of Project DUIST e. V., Präsident
K. L. Volt
Colmen VonKeviczky. Wiesbaden, Germany
New York, 11. Sept. 1970
Sehr geehrter Herr Dr. Fry!
Es ist mir eine besondere Freude, aus Schweden und
Deutschland Nachricht über Ihre erfolgreiche Vortragsreise zu erhalten, während
der Sie Autoritäten und Publikum über die UFO-Wahrheit informierten, die durch
unsere Forscher entdeckt wurde.
Besonders glücklich bin ich über die Presseinformation des
hochgeachteten europäischen Pionierehepaares Anny und Karl Veit an die sechs
Agenturen zur Veröffentlichung in den Zeitungen, Rundfunk und TV-Stationen etc.
- auch über Ihre Teilnahme bei der Sendung im ZDF „DIE DELEGATION", die
die Existenz und Aufgabe der Weltraummacht und ihre Erforschungstätigkeit rund
um unseren Globus und bezüglich unserer Zivilisation darlegt.
Es wäre für mich eine große Ehre, mit Ihnen hier in New
York als unser Gast zusammenzutreffen und über wichtige internationale
Probleme und ihre praktischen Entwicklungsmöglichkeiten zu sprechen.
Gern erwarte ich Sie bei Ihrer Ankunft auf dem
Kennedy-Flughafen.
Von Herzen das Beste wünschend bin ich Ihr
Colman VonKeviczky
Dir. des ICUFON
Auf der Rückreise von Europa nach den USA trafen sich Dr.
Fry und MMSE Colman VonKeviczky Ende September in New York.
132
Telegramm DBP 18.9.
1970
HERRN KARL VEIT
WIESBADEN/SCHIERSTEIN
IHRE MAJESTAET DIE KOENIGIN DER NIEDERLANDE LEIDER NICHT
IN DER LAGE, DR. FRY ZU EMPFANGEN. NIEDERLAENDISCHE BOTSCHAFT BONN
Am 19. September war in Holland „Prinzentag" mit
Hoffeierlichkeiten.
Herrn
Prof. Wenke
Max-Planck-Institut 16.
September 1970
6500 Mainz /Rh. UNI
Sehr geehrter Herr Professor Wenke!
Wir erlauben uns, Ihnen unsere Fragen nochmals schriftlich
zu unterbreiten.
1) Welche organischen resp. anorganischen Elemente
hatte die Röntgen-Beugungsanalyse und -Spektralanalyse festgestellt?
2) Gibt es einen bekannten Stoff oder mehrere bekannte
Stoffe resp. Legierungen oder Zusammensetzungen, die die gleichen oder ähnliche
Verbindungen aufweisen?
3) Kann man dieses Material als
a) frequent
b) ungeläufig oder
c) auf Erden unbekannt
einstufen? - Oder wie würden Sie es qualifizieren?
133
4) Kann man, wie Dr. Fry sagte, im Hinblick auf
„organische Bestandteile" von einer Art Emulsion im erstarrten Zustand
sprechen oder sind dabei nur die unter 1) festgestellten anorganischen Elemente
in festgestellt prozentualer Verteilung vorhanden?
Selbstverständlich sind wir an der noch in Aussicht
genommenen erweiterten Analyse sehr interessiert, deren Ergebnis Sie an
Dr. Fry und uns bitte weiterzuleiten die Freundlichkeit haben wollen.
Mit vorzüglicher Hochachtung
Karl L. Veit
♦
TEILNEHMERSTIMMEN
ÜBER DR. FRY
Auf der Generalversammlung der DUIST und der „9.
Internationalen Tagung der UFO-Forscher" lernte ich Sie und die Mitglieder
der DUIST persönlich kennen. Ich fand sogleich eine Ähnlichkeit mit meinen
amerikanischen Verwandten. Alle Menschen gehören zu ihren Freunden; Rasse,
Religion und Nation sind überwunden durch den Geist, der allein die Macht
besitzt, alles zu einen. Auf diese Basis setze ich meine ganze Hoffnung, auf
den kosmisch denkenden Menschen, der seine Geburtsstunde schon feiern durfte.
Der Geist, gepaart aus Liebe und Ethik, läßt Großes
hoffen. Was eine UNO bisher noch nicht zustande brachte, wird vielleicht
Wirklichkeit durch die IFOlogie. Die Geburtsstunde ist da, zumindest die
Geburtswehen sind allenthalben zu spüren. Mögen wir mit Hilfe der
Christuskräfte weiterhin Lichtquellen sein bis zur endgültigen Befreiung
unseres Planeten von Finsternis und Disharmonie ...
A. Schilling, Karlsruhe
134
. . . Daniel Fry, ein ungewöhnlich prächtiger Mensch.
Karl-Heinz Wiemann, Hbg.
Film und Vortrag von Dr. Dan Fry am 29. B. 70 waren
wunderbar und sehr informativ ...
Dr. Albrecht Knodt, F.
... Unter weiterem war mir sehr interessant die
Beantwortung der Fragen. Gesamteindruck: „Sehr solide und glaubwürdig."
Oberstudienrat Karl Maier, F.
Vielen Dank für die Möglichkeit, Dr. Fry persönlich
kennenzulernen. Es war wichtig, einen direkten Eindruck zu haben, der uns
unsere persönliche Meinung von seiner In tegrität nur bestärken konnte ...
I. v. Jacobi, M.
Man kann den Grundgedanken von Dr. Fry: UNDERSTANDING -
Verständigung nur hundertprozentig befürworten. Weltverständigung, Freundschaft
der Völker und bewußter Anschluß an die kosmische Harmonie sind die
erstrebenswerten Ziele, die alle irdische Kleingeisterei überwinden sollten ...
Itn
Von Wiesbaden aus war Dr. Fry mit seinem Freund Mr.
Atterboom nach Berlin gereist. Zu einem internen Vortrag im „Hotel Berlin"
hatten sich die Berliner UFOFreunde und DUIST-Mitglieder am 31. August
eingefunden.
Dort berichtete er unter anderem, daß der
Weltraumdelegierte Alan zu jener Gruppe Außerirdischer gehöre, die eine Art
Überwachungsauftrag zu erfüllen haben, indem
135
sie auf die auf der Erde zumeist herrschenden negativen
Mächte in der Politik, in der Industrie usw. eine Beeinflussung zum Guten ohne
zwangsmäßige Eingriffe bewerkstelligen.
Auf Erden habe man zwar große technische Fortschritte
gemacht, ohne Moral und Bewußtsein entsprechend zu erweitern.
Weil die Massen auf Erden von negativen Mächten geführt, laufend
beeinflußt und gesteuert werden, wird die Technik mit einer „Moral der
Steinzeit" gefördert. Das heißt, daß die Zielsetzungen und Beweggründe
genauso sind, wie die eines primitiven, unzivilisierten Urwaldvolkes. Auch die
irdische Weltraumfahrt stehe unter der Kontrolle negativer irdischer Gruppen,
die im Geist der Eigensucht, eines verderbenden Materialismus, Egoismus,
Vorherrschaftsstrebens und Eroberungswillens mit der Raumfahrt ihren
Einflußbereich vergrößern wollen. Dies muß verhindert werden.
Nur positiv und konstruktiv eingestellte altruistische
Mächte - zuerst unter nicht-irdischer Leitung - dürfen über die eigentliche
Raumfahrt (outerspace travel) verfügen. Eventuell werden dann diese positiv
eingestellten irdischen Kräfte als gleichberechtigte Mitarbeiter im wirklichen
Sinn der Astronautik denken und handeln ...
Philipp Butler, Berlin
136

Dr. Dan W. Fry
Was sagen Sie, wenn Sie gefragt werden: „Was ist
UNDERSTANDING"? - Die Wahrheit ist, daß „Understanding Inc." eine
internationale Organisation ist mit vielen Gruppen, ähnlich der Organisation
der DUIST in Europa.
Es ist auch zutreffend, daß diese Gruppen öffentliche
Vorlesungen arrangieren, Forschung betreiben und Tagungen veranstalten. Aber
was ist Understanding?
Unser Zweck muß in folgender Art erklärt werden: Er
besteht darin, ein besseres Verständnis zwischen allen Menschen dieser Erde und
denen, die nicht von der Erde sind, zu verbreiten; zu diesem Zweck prüfen wir
alle Dinge, besonders die nicht herkömmlichen auf allen Gebieten menschlicher
Beziehungen untereinander, um die allgemein geltenden Standpunkte auszubreiten.
Warum sind wir aneinander gebunden? Indem wir die Wahrheit
aus so vielen Perspektiven wie möglich studierten, begannen wir zu verstehen,
warum andere so denken, fühlen und handeln, wie sie es tun, obgleich diese
Handlungen von den unseren abweichen. Durch Verständnis gibt es unter uns
keinen Streit - sei es unter
137
einzelnen, Gruppen, Nationen oder Rassen. Darum suchen wir
Mitglieder, die uns helfen, das Verständnis unter allen Menschen zu fördern.
Was studieren wir? Wir haben in den vergangenen Jahren
viele Gebiete bearbeitet - Gesundheit, vergleichende Religion, E.S.P., das
Phänomen der fliegenden Untertassen mit seinem tieferen Sinn, also auch Supraphysik.
Wir haben Redner, wir lesen Bücher, wir veröffentlichen Einsendungen in unserem
monatlichen Magazin - UNDERSTANDING. Wir leben in Übereinstimmung mit unseren
Begriffen von Verständnis und ziehen durch unser Beispiel andere an.
Was bringen wir zustande? Wir entwickeln eine neue
Erkenntnis, daß alle Aspekte des Lebens nicht notwendigerweise sichtbar noch
objektiv sind. Wir suchen grundsätzliche Wahrheiten festzulegen und neue
Möglichkeiten und Perspektiven zu berücksichtigen, ehe wir Urteile abgeben, die
auf Vorurteilen, Unwissenheit und Gefühlen beruhen. Wir suchen das Band, durch
das wir EINS wurden, damit Friede und Wohlwollen im einzelnen wie im Kollektiv
zu uns kommen mögen.
Wir suchen unsere Verwandtschaft mit dem gesamten Kosmos
zu verstehen, so ewig und unendlich derselbe auch ist. Das ist keine geringe
Aufgabe, indessen wird uns geholfen bei unserem Beginnen durch die Erforschung
der in den letzten Jahren aufgetretenen Erscheinungen der sogenannten
„Unidentifizierten fliegenden Objekte" (UFOs). Niemand hat Zeit, um
gründlich alle Gebiete menschlicher und göttlicher Verhältnisse zueinander zu
untersuchen, indessen mit Hilfe des Verständnisses gelang es uns, anderen bei
ihrem Wachstum zu helfen. Unser Wachstum aber kommt nicht so sehr von der
Annahme neuer Begriffe über harmonische Anpassung an das Leben als von der
Anwendung dessen, was wir lernen. Es ist dieselbe
138
grundsätzliche Lehre - Dienst am Nächsten, direkt oder
indirekt, entsprechend unserer Persönlichkeit.
Nicht jeder kann vom Podium aus lehren, aber wir können
jeden von uns durch unser eigenes Leben lehren. Nicht jeder Nachbar nimmt
unsere Konzepte des Neuen Zeitalters an, jedoch mittels klugen Gebrauchs von
Beispiel, Geschichten und Erlebnissen körnen wir wenigstens das Verlangen
anregen, neue Themen zu erforschen. Understanding Inc. als Organisation hat
keine besonderen Lehren noch Aufgaben anzubieten, weil „Verständnis" alle
Dinge in sich schließt - jegliche Beziehung des Menschen zu jeglichem Aspekt
des Lebens, physisch, geistig, gemütsmäßig, spirituell, historisch,
wissenschaftlich etc. Es schließt in sich ein Verstehen des Menschen selbst
zunächst in seiner Umgebung, dann seiner Brüder, was ihn wiederum seinem
Schöpfer zuführt. Wir studieren, wir forschen, wir lesen, jeder entsprechend
seinen besonderen Interessen, dann tauschen wir das aus von Person zu Person
durch unsere Gruppentätigkeit und durch unser monatliches Magazin. Wir teilen
alles mit denen, die um uns sind, durch jedes Wort, das wir sprechen, durch
jede Stellung, die wir annehmen und durch jede Tat, die wir vollbringen. Unser
Einfluß ist daher sowohl direkt als indirekt. - Wenn wir Ihnen also das bieten,
was Sie suchen, sagen wir: herzlich willkommen, um eins mit uns zu werden
„Understanding",
6/70; Übersetzung: L. v. Hohberg
Karl L. Veit
UNDERSTANDING – DUIST
Die Hochschätzung und Beliebtheit des US-Kontaktlers Dr.
Dan Fry ist daraus erkennbar, daß während und nach den Veranstaltungen im
August und September 1970 bei
139
der DUIST-Zentrale sich keine negative Stimme meldete,
sondern nur positive Aussagen über ihn gemacht wurden; zahlreiche Teilnehmer an
der „9. Tagung der UFO-Forscher" hatten sich im Kurhaus oder im Hotel
Taunus/Wiesbaden ein Autogramm geben lassen. Die UNRedaktion besitzt einige
Zeitungsausschnitte mit den Bildern Dr. Fry's aus den Blättern „Helsingborgs
Dagblad" vom 6. September 1970 und „Nordvästra Skanes Tidningar"
sowie „Arbetet"/Hälsingborg v. 4. September 1970. Überall: in Schweden,
Norwegen, Finnland, Wiesbaden, Mainz, Berlin, Haarlem/Holl. und London hatten
seine Anwesenheit, Vorträge und Interviews tiefe Beeindrukkung bei den
Fachleuten und Zuhörern hinterlassen.*)
Wie ist es zu seiner Organisation nach seinem „Erlebnis
von White Sands" 1950 gekommen?
Zusammen mit neun anderen Gleichgesinnten begann Daniel W.
Fry eine UFO-Forschungsgruppe in Südkalifornien zu gründen.
Diese neun haben sich zu 77 Zentren, wie Dr. Fry sie
nennt, entwickelt, mit 10 000 Mitgliedern allein in den Vereinigten Staaten von
Amerika.
Einige sind auch in Europa, z. B. Parthenon in
Hälsingborg/Schweden, wo Dr. Fry eine Konferenz abhielt - oder die DUIST in der
BRD, woselbst Dr. Fry der Hauptredner auf der „9. Internationalen Tagung der
UFO-Forscher" in Wiesbaden war. (Vergl. UN 170, Okt. 1970).
Seine Understanding-Zentren sind über die ganze Welt
verbreitet mit einem Kommunikationsnetz, das schneller als die Zeitungen
arbeitet. Er hat bereits einen klaren
———
*) In Schweden gab er vier Vorlesungen, in Norwegen zwei,
in Oslo und Trondheim, sowie in Finnland und Holland je eine; außerdem einige
Pressekonferenzen und drei Fernsehsendungen in der Bundesrepublik Deutschland.
140
Vorschlag gemacht, wie vorzugehen ist mit der Aufgabe,
ÜBEREINSTIMMENDES zwischen den Menschen zu finden; der Kontakt, der mit hundert
Nationen aufgenommen wurde, hat bisher 65 positive Antworten erbracht; nicht
eine einzige negative.
In sehr natürlicher und bescheidener Weise betont er seine
Überzeugung, daß alle unsere Anstrengungen um Frieden auf unserem Planeten
unterstützt werden durch Kräfte von außen, von intelligenten Wesen, von
denen einige mitten unter uns leben, auf unserer Erde, die uns indirekt Rat
anbieten, was wir tun können und tun sollten, wenn wir wünschen, daß unsere
Zivilisation überlebt. „Man muß all diese Vorschläge mit Understanding-Zentren
ansehen als eine helfende Hand aus dem Universum", sagt Dan Fry.
Das Motto unserer Organisation ist: „Es gibt keine
Beschränkung für die Menge des Guten, das man tun kann, wenn man nicht auf Ruhm
und Auszeichnung aus ist."
Übersetzung: C.
Müller, aus: „Understanding”
Zufolge dieser integeren Haltung wandte sich Präsident
Nixon an Dr. Dan Fry „wegen Nominierung von Persönlichkeiten für das Reservoir
der Talente", - eine unalltäglicle Auszeichnung! Die gleichen Grundsätze:
INTERNATIONALE VERSTANDIGUNG,
GLOBALER UND UNIVERSALER FRIEDE, INTERPLANETARISCHE FREUNDSCHAFT, KOSMISCHE
KONFÖDERATION,
standen und stehen seit Jahrzehnten über den öffentlichen
Veranstaltungen der DUIST.
Die Stimme von UN-Leser Karl Voegele/USA möge noch gehört
werden: „... Dr. Dan Fry ist mir wohlbekannt; er ist immer ein sehr begehrter
Redner bei UFO-Versammlungen. Ich halte ihn für den besten unter den lebenden
141
UFO-Forschern, weil wissenschaftlich weit geschult. Wir
sollten mehr Dr. Fry's in der Bewegung haben!" Die DUIST wünscht
UNDERSTANDING einschließlich ICUFON weiterhin beste Erfolge!
Vor und nach der Ausstrahlung der Dr.-Fry-Sendung des
Südwestfunks Mainz, I. Programm „Blick ins Land” unter dem Thema „Das Ding vom
andern Stern" (siehe UN 170, Okt. 1970) entfaltete sich mit TV-Redakteur
W. Riedel, Assistentin Frau Mainka sowie einer Tischrunde von Damen und Herren
diverser Abteilungen mit Frau Anny Veit und DUIST-Vorsitzenden Karl Veit eine
lebhafte Unterhaltung und Diskussion über Dr. Fry, sein ungewöhnliches
White-Sands-Erlebnis, ferner über die Analyse seines außerirdischen Materials
durch Prof. Wenke an der Uni der Landeshauptstadt von Rheinland/Pfalz MAINZ,
einschließlich der vielfältigen Phänomene, die die UFO; IFOlogie mit sich
bringt. Das immer wieder neu hervorgerufene Erstaunen ist gewisserart der
moderne Prüfstein für Intelligenz und Wachsein.
„Prisma der Wissenschaft"/NWR mit Dr. Fry
Am Montag, dem 12. Oktober, hatte ich das große Glück, im
3. Programm des NWR in der Sendung „Prisma der Wissenschaft" miterleben zu
dürfen, wie in der Universität Mainz dem Leiter des Max-Planck-Institutes, Abt.
Chemie, Herrn Prof. Wenke von Herrn Dr. Dan Fry das ihm von dem außerirdischen
Piloten Alan gegebene Fremdmaterial zur Analyse übergeben wurde. Leider hatte
142
ich den Anfang der Sendung nicht mitbekommen, auch war die
Sendung aus dem Programmheft nicht ersichtlich, da sie extra für eine andere
Sendung der Besonderheit wegen gegeben wurde, aber da ich die Oktobernummer der
UFO-Nachrichten gelesen habe, war ich sofort im Bilde und hellbegeistert, an
dieser Vorführung teilnehmen zu dürfen.
Es ist doch ein stolzer Erfolg für Sie, sehr verehrter
Herr Veit; erst wurde der Film „Die Delegation", den ich auch gesehen habe
und der mich sehr erschütterte, gegeben und dann der Besuch des bedeutenden
Kontaktlers Dan Fry, dem Sie in seinem großen Bemühen, das UFO-Problem zu lösen
und zur Anerkennung zu bringen, helfen durften. Lassen Sie sich nicht
entmutigen durch die Kritik oder den Spott der Unbelehrbaren, die Wahrheit
siegt letzten Endes doch! Ihr Tun wird sichtbar gesegnet von Dem, der Himmel
und Erde geschaffen hat. Er behüte Sie und Ihre liebe Gattin und stärke Sie
beide weiterhin in Ihrem schweren Kampf.
Hanna Sp., Braunschweig
Diese zwei TV-Sendungen SWF/Mainz, 23. Sept. „Das Ding vom
andern Stern" und NWR, 12. Okt. 70, „Prisma der Wissenschaft"
brachten Dr. Fry neue mitteleuropäische Publizität.
Grüße aus USA
(Obersetzung)
Merlin/Oregon, 19.
Okt. 1970
Ihr lieben deutschen Freunde!
Nach der Rückkehr von meiner eindrucksvollen Europareise
in die Staaten möchten wir Ihnen nochmals herzlich für meinen Aufenthalt bei
Ihnen in Wiesbaden danken.
143
Ihre vorbildliche Organisation, das Verständnis und die
Aufmerksamkeit der Mitglieder der „Deutschen UFOStudiengemeischaft" im
Kurhaus und im Hotel Taunus in Wiesbaden einschließlich der Konferenz an der
Universität mit dem Interview beim Fernsehen in Mainz, haben mich nachhaltig
beeindruckt.
Wir sind sehr beschäftigt, und unsere Post ist riesig.
Da wir im Juni 1971 unsere „Understanding-Convention"
abhalten, laden wie Sie hierzu herzlich ein, in die Vereinigten Staaten zu
kommen, um bei uns Vorträge zu halten. Es wäre für uns eine große Freude, Sie
hier begrüßen zu können.
Nochmals Dank für alles, auch für die schönen Geschenke.
Wir grüßen Ihre Frau Gemahlin, Sie, sowie alle Freunde.
Ihre
Dan und Tahalita Fry

Die deutsche Erstausgabe von
Dan W. Fry's ERLEBNIS
von
WHITE SANDS 1956
144

Foto: DUIST – Archiv
Wissenschaftler fotografiert „Fliegenden DiskusDr.
Daniel Fry, weltbekannter Kontaktler, Gründer und Präsident von
„Understanding Inc.", Zentrale Merlin/Oregon/USA, hatte Gelegenheit, eine
Fliegende Scheibe" in der Näbe seines Heinis in Merlin im Mai 1964 mit
seiner „Bell and Howell"-16-mm-Filmkamera aufzunehmen und jührte den Film
„Geschichte des Fliegens" im Wiesbadener Kurhaus am 29. August 1970 au j
der „9. Internationalen Tagung der UFO-Forscher" den DUISTMitgliedern vor.
Von 1. nach r.: Tagungsleiter Karl L. Veit, Dr. Daniel W. Fry und Dolmetscher
Dr. Anthony Low.
145

Foto: Herb. Brettschneider. Wien
Nach Schluß der „9. Internationalen Tagung der-
UFOForscher in Wiesbaden" Verabschiedung im Hotel Taunus.
Stehend: Drei Herren der österreichischen Delegation aus Wien, Frau Rieber und
Konventleiter K. L. Veit. - Sitzend: Frau Anny Veit, Dr. Dan Fry/USA und Mr.
Axl AtterboomISchweden. 30. August 1970, 0.15 Uhr.


Foto: DUIST-Archive
Im Studio des SWF/ Mainz
Dr. Dan Fry (r.) mit TV-Redakteur Manfred Riedel
wäbrend des Interviews im Studio des SWF/Mainz, Deutsches Fernsehen, 1.
Programm, 11. September 1970. Mainz, 23. September 1970.
Die Ausstrahlung fand am Mittzwoch um 18.35 Uhr mit der
Ansage von Horst Schäfer „Das Ding vom andern Stern" statt. Die vorläufige
Analyse von Prof. Wenke, vor der Röntgenfluoreszenzmaschine bekanntgegeben,
lautete auf organische und anorganische Hauptelemente: Kohlenstoff, Silber,
Blei und Quecksilber. „Diese Zusarnmensetzung ist verwunderlich und
ungebräuchlich."
Nun sollen Aktivitätsmessungen vorgenommen werden, die
noch einige Zeit erfordern.
IM-Aufnahmen von Dr. Dan Fry über Merlin/Oregon, USA
und bei Azusal/Kalifornien.
Ingenieur Dr. h. c. Daniel Fry, weltbekannter Kontaktler,
Gründer und Präsident von „Understanding Inc.", Zentrale
Merlin/Oregon/USA, hat dieses Bild einer FLIEGENDEN SCHEIBE, die in der Nähe
seines Heimes in Merlin schwebte, im Mai 1964 mit seiner „Bell and
Howell"-16-mm-Filmkamera aufgenommen. Vergleiche UN Nr. 107, Juli
1965.
Das rechte Foto mit Vergrößerung gelang ihm am 18.
September 1954, 15.30 Ubr, bei AzusalKalifornien. (EvWS)
147
(Buck’s Notes: I skipped the last three pages which
contained a listing of VENTLA-verlag books and a short introduction to Daniel
and his story.)